Politik hat versagt
(pressrelations) - igrationsbericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) erklärt der migrationspolitische Sprecher Ali Al Dailami:
Die Wirtschaftskrise trifft Migrantinnen und Migranten besonders stark.
Sie sind die Ersten, die in Krisenzeiten ihre Arbeitsplätze verlieren.
Dies hängt zum einen mit den Branchen zusammen, in welchen sie tätig sind, da diese wie das Bau- oder Gastgewerbe anfälliger für Konjunkturschwankungen sind. Zum anderen liegt es an den oft als minderwertig erachteten, im Ausland erworbenen Abschlüssen, die in Deutschland kaum anerkannt sind. Migrantinnen und Migranten sind überproportional als Leiharbeiter beschäftigt, die im Gegensatz zu Stammbelegschaften sofort ausgegliedert werden, wenn es nicht so gut läuft.
Da die Arbeitslosenquote schon vor der Krise unter Migrantinnen und Migranten in Deutschland doppelt so hoch war, warnt die OECD vor einer dramatischen Verschärfung der Lebenssituation in Krisenzeiten und vor einem Erstarken des Rassismus. Weiterhin stellt die OECD fest, dass die Abschottungspolitik von Deutschland und der gesamten EU nicht nur aus arbeitsmarktpolitischen, sondern auch aus humanitären Gründen der falsche Weg ist.
Der Migrationsbericht der OECD reiht sich ein in eine Reihe von Berichten, die das Versagen der jetzigen Bundesregierung und ihrer rot-grünen Vorgänger in migrationspolitischen Fragen dokumentieren.
Die Politik hat versagt.
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