Hamburg und Rochester, N.Y. - 17. Juni 2009 – Dreieinhalb Monate vor der Bundestagswahl ist das Ansehen der Abgeordneten in der Bevölkerung äußerst ramponiert. 50 Prozent der Deutschen meinen: die Volksvertreter sind ihr Geld nicht wert.
(firmenpresse) - Hamburg und Rochester, N.Y. - 17. Juni 2009 – Dreieinhalb Monate vor der Bundestagswahl ist das Ansehen der Abgeordneten in der Bevölkerung äußerst ramponiert. 50 Prozent der Deutschen meinen: die Volksvertreter sind ihr Geld nicht wert. Mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) denkt heute schlechter über seinen politischen Repräsentanten als noch vor einem Jahr. Größer als in Deutschland ist der Vertrauensverlust nur noch in Spanien (29 Prozent) und vor dem Hintergrund des jüngsten Spesen-Skandals verständlicherweise in Großbritannien (37 Prozent). Wie die aktuelle Monats-Umfrage des Marktforschungsunternehmens Harris Interactive und der Financial Times weiter ergab, ist etwa jedem dritten Bürger der Abgeordnete seines Wahlkreises gar nicht bekannt. Befragt wurden insgesamt 6.284 Bürger der fünf großen europäischen Länder Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien sowie der USA zwischen dem 27. Mai und 1. Juni 2009.
Dabei hängt die Messlatte für die Ansprüche, die an die Abgeordneten gestellt wird, ohnehin schon äußerst tief. 76 Prozent der Deutschen erwarten von ihnen inzwischen nicht mehr als von anderen Personengruppen wie beispielsweise von Geschäftsleuten, Kirchenvertretern oder Beamten. Jeder Fünfte (22 Prozent) hält sogar weniger von den Parlamentariern als von den anderen zuvor genannten Gruppen. Der zunehmende Ansehensverlust fällt in den anderen befragten europäischen Ländern noch deutlicher aus als in Deutschland.
Offenbar werden die Volksvertreter von den Bürgern zunehmend für machtlos gehalten – wie auch schon die niedrige Wahlbeteiligung bei der Europa-Wahl zeigte. So sind die Befragten aller Länder mehrheitlich dafür, den Abgeordneten mehr Rechte einzuräumen, damit sie bei Missständen die jeweiligen Minister stärker zur Verantwortung ziehen können. Das meinen 37 Prozent der Deutschen, 62 Prozent der Briten, 56 Prozent der Franzosen, 50 Prozent der Spanier und 38 Prozent der Italiener.
Immerhin glauben noch 11 Prozent der Deutschen, ihre Vertreter seien ein wenig ehrlicher als jene anderer Länder. 79 Prozent sind allerdings der Ansicht, dass ihre eigenen Abgeordneten auch nicht glaubwürdiger sind als anderswo und 10 Prozent meinen sogar, die deutschen Parlamentarier seien unglaubwürdiger. In dieser Hinsicht besonders ernüchtert zeigten sich Italiener (52 Prozent), Spanier (32 Prozent) und erneut die Briten, von denen mehr als jeder Fünfte (22 Prozent) meint, die eigenen Abgeordneten seien unehrlicher als andere.
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Methodologie: Die Umfrage wurde online von Harris Interactive, einem der weltweit führenden Marktforschungsinstitute, durchgeführt. Befragt wurden 6.332 Erwachsene in Deutschland (1.007), Frankreich (1.077), Großbritannien (1.126), Spanien (1.030) und den USA (1.052) und Italien (1.040). Die Angaben wurden nach Alter, Geschlecht, Ausbildung, Region und Internetnutzung gewichtet, um sie der allgemeinen Bevölkerungsstruktur anzugleichen.
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