Hubertus Heil: 600.000 Ausbildungsplätze, damit Jugendliche nicht zu Verlierern der Wirtschaftskrise werden
(pressrelations) - ßerungen des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) und des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) zur Situation auf dem Ausbildungsmarkt erklärt der SPD-Generalsekretär Hubertus Heil:
Es ist gut, dass die Wirtschaftsverbände einen gemeinsamen Aktionsplan angekündigt haben, mit dem sie auf die Probleme am Ausbildungsmarkt in Zeiten der Wirtschaftskrise reagieren wollen. Wenn die Unternehmen gestärkt aus der Krise hervorgehen wollen, dann müssen sie gerade jetzt für die Ausbildung junger Menschen viel tun. Nur so können sie dem Fachkräftemangel von morgen entgegen wirken. Es liegt vor allem in der Verantwortung der Wirtschaft dafür zu sorgen, dass nicht ausgerechnet die Jugendlichen zu Verlierern der Wirtschafts- und Finanzkrise werden.
In diesem Jahr sind mindestens 600.000 Ausbildungsverträge nötig, damit alle Jugendlichen versorgt werden können. Diese Zahl ? darauf weist Bundesarbeitsminister Olaf Scholz immer wieder hin ? darf nicht unterschritten werden. Ich kann die Wirtschaftsverbände nur davor warnen, diese Zielmarke mit dem Hinweis auf die demographische Entwicklung in Frage zu stellen. Zu einer verantwortlichen Ausbildungspolitik gehört eine ehrliche Analyse. Der Rückgang der Schulabgängerzahlen wird das Problem auf dem Ausbildungsmarkt nicht lösen. Allein im vergangenen Jahr fehlten rund 100.000 Ausbildungsplätze, weil viele Jugendliche zwar in Maßnahmen versorgt waren, aber eigentlich eine Ausbildung im dualen System suchten. Das zeigt deutlich: Wir brauchen ein starkes Engagement der Wirtschaft für gute Ausbildung.
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