(PresseBox) - Die starke deutsche Baukonjunktur der vergangenen Jahre hat strategische SchwĂ€chen und LeistungsrĂŒckstĂ€nde vieler Bauzulieferbetriebe kaschiert. Doch der strenge Winter und die eher moderaten Wachstumsprognosen fĂŒr die kommenden Jahre verdeutlichen die Kluft zwischen den Low-Performern und den LeuchttĂŒrmen. Aus diesem Grund werden die kommenden Jahre fĂŒr die gesamte Bauzulieferindustrie richtungsweisend sein wie die aktuelle Branchenstudie der Munich Strategy Group (MSG) verdeutlicht: Verbesserung der operativen Fitness, Aufbau von Wettbewerbsvorteilen und die Internationalisierung der GeschĂ€ftsmodelle stehen bei den Inhabern und Entscheidern ganz oben auf der Management Agenda.
Die gute Entwicklung der letzten Jahre vor allem im Hochbau und die derzeitige Zinslage dĂŒrfen nicht darĂŒber hinwegtĂ€uschen, dass fĂŒr viele Hersteller von Baumaterialien die Lage sehr kritisch ist, unterstreicht Dr. Sebastian Theopold, Partner bei MSG. "Viele Schwachstellen sind seit Jahren ungelöst: schlechte Ertragsquoten, mangelnde Wachstumskraft, ausbleibende Antworten auf die steigende Einkaufsmacht des GroĂhandels und der Preisdruck ausgelöst durch alternative Vertriebsformen stellen erhebliche Herausforderungen dar". FĂŒr die Studienautoren steht fest, dass die nĂ€chsten Jahre anspruchsvoll werden und die Betriebe intensiv an der Verbesserung ihrer WettbewerbsfĂ€higkeit arbeiten mĂŒssen. Ăbergeordnet fĂŒhren die Studienergebnisse zu den nachfolgenden Beobachtungen:
Nachlassende Wachstumsdynamik erwartet
Die EinschĂ€tzung der Unternehmer fĂŒr den Zeitraum 2013-2015 ist deutlich verhaltener als in den vergangenen Jahren. Nach WachstumssprĂŒngen von mehr als 4% p.a. erwarten die Betriebe fĂŒr die nĂ€chsten Jahre ZuwĂ€chse zwischen 1,4-2,7% p.a.. Das Marktvolumen fĂŒr Anwendungen von Baumaterialien wird dann bei etwa 155 Mrd. EUR liegen.
Teilsegmente mit unterschiedlicher Wachstums- und Ertragskraft
Die GebĂ€udetechnik ist mit einem Volumen von 58,2 Mrd. EUR das gröĂte Teilsegment innerhalb der Baumaterialien und zeigt bis 2015 die höchste Wachstumsdynamik. Ebenfalls gute Wachstumsprognosen bietet das Segment der GebĂ€udegestaltung wenngleich die Ertragsquote mit 3-6% p.a. eher schwach ausfĂ€llt. Baustoffe kommen auf ein Marktvolumen von 34,8 Mrd. EUR. Auf das Segment der Bauchemie entfallen 21,8 Mrd. EUR. Beide Segmente liegen mit Ertragsquoten von 5-8% im Branchenvergleich an der Spitze.
Globale Nachfrage noch in Takt
Weltweit profitiert die mittelstĂ€ndische Bauzulieferindustrie in den Segmenten GebĂ€udetechnik, GebĂ€udegestaltung, Baustoffe und Bauchemie von ĂŒbergeordneten Metatrends wie der Urbanisierung, dem Bevölkerungswachstum oder dem Trend zur Nachhaltigkeit. Ein GroĂteil der Trends fĂŒhrt nach Ansicht der Unternehmen vor allem in Asien zu spĂŒrbaren Nachfrageimpulsen. Bis 2020 wird sich die Verteilung des weltweiten Bauvolumens deshalb weiter zu Gunsten von Asien verschieben, so dass auf diese Region dann etwa 38% des weltweiten Marktvolumens entfallen. Europa verliert deutlich und kommt dann nur noch auf einen Anteil von 26%. Dementsprechend erhöht sich auch der Druck fĂŒr die deutschen Bauzulieferer, ihre regionale Diversifikation voranzutreiben und die PrĂ€senz in den Wachstumsregionen zu stĂ€rken.
Markt- und Wettbewerbsdynamik verlangt Transformation
Wettbewerbsangriffe auf dem Heimatmarkt, mögliche Rezessionen in Europa und Wachstum auĂerhalb Europas setzen deutsche Bauzulieferer unter VerĂ€nderungsdruck. Bislang haben nur rund 1/4 der Unternehmen globale Vertriebs- und Absatzplattformen aufgebaut. FĂŒr etwa 75% der mittelstĂ€ndischen Bauzulieferer wird die Internationalisierung des GeschĂ€ftsmodells ĂŒber Deutschland und Europa hinaus zu einer der zentralen Managementaufgaben werden, denn sie haben bisher vor allem auf Europa gesetzt. Gelingt den Betrieben nicht der Sprung aus Europa hinaus, kann dies mittelfristig zu Problemen bei der Wachstumsdynamik fĂŒhren.
Trend zur Konsolidierung durch M&A verstÀrkt sich
In den kommenden Jahren rechnen die Unternehmen mit zunehmenden ĂbernahmeaktivitĂ€ten in ihrem Segment. FĂŒr 54% der mittelstĂ€ndischen Bauzulieferunternehmen ist M&A ein Top-Thema auf der Management Agenda. Das drĂŒckt sich auch in steigenden Transaktionswerten aus, die mittlerweile bei einem EBITDA-Faktor von rund 8 liegen.
Kostenstrukturen bei vielen Bauzulieferern nicht optimal - Konturen einer Zweiklassengesellschaft bei Umsatz und EBIT
In den vergangenen Jahren konnten die LeuchttĂŒrme ihre Performance ĂŒberdurchschnittlich steigern. Das fĂŒhrte dazu, dass die Kluft zwischen ihnen und den unterdurchschnittlichen Wackelkandidaten gröĂer geworden ist. Insgesamt leidet jedes zweite Bauzulieferunternehmen unter suboptimalen Kostenstrukturen oder mangelnder FĂ€higkeit, Marktpotentiale abzuschöpfen.
GebÀudetechnik mit starker Performance, Baustoffe mit den meisten Wackelkandidaten
Innerhalb der vier Teilsegmente weisen die Unternehmen aus der GebĂ€udetechnik ĂŒberdurchschnittlich viele LeuchttĂŒrme aus. Bei den Anbietern von Baustoffen hingegen zĂ€hlt mittlerweile jedes zweite Unternehmen zu den Wackelkandidaten. Speziell in diesem Segment fĂŒhren mangelnde GröĂe, fehlende Reichweite und schwache Vertriebsplattformen zu strategischen Nachteilen im VerdrĂ€ngungswettbewerb.
Die vollstĂ€ndigen Ergebnisse der Studie können gegen eine SchutzgebĂŒhr von ? 149,00 zzgl. MwSt. angefordert werden unter:
Munich Strategy GmbH & Co. KG
Frau Daniela SĂŒss
Telefon: 089 - 414 244 980
E-Mail: presse(at)munich-strategy.com
MSG ist eine Strategieberatung, die sich auf die Beratung von fĂŒhrenden mittelstĂ€ndischen Unternehmen spezialisiert hat. Zu den Kunden von MSG gehören national und international tĂ€tige MittelstĂ€ndler verschiedenster Branchen, unter anderem aus den Bereichen Bau, Nahrungsmittel & Verpackung und Maschinenbau.
MSG ist eine Strategieberatung, die sich auf die Beratung von fĂŒhrenden mittelstĂ€ndischen Unternehmen spezialisiert hat. Zu den Kunden von MSG gehören national und international tĂ€tige MittelstĂ€ndler verschiedenster Branchen, unter anderem aus den Bereichen Bau, Nahrungsmittel & Verpackung und Maschinenbau.