Verständigung statt Kampf der Kulturen
(pressrelations) - >Zur Rede von Präsident Obama an Muslime in aller Welt erklärt Claudia Roth, Bundesvorsitzende von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN:
"Die Rede von Präsident Obama bereichert die Weltpolitik mit einem neuen Ton der Offenheit und Verständigung. Besonders eindrucksvoll wurde der Respekt deutlich, den Präsident Obama den friedlichen und aufklärerischen Traditionen des Islams zollt und die er gegen die Vereinnahmung durch den islamistischen Extremismus verteidigte.
Obamas Rede war glaubwürdig, auch weil sie Fehler und Versäumnisse der US-amerikanischen Politik beinhaltete und dabei die Themen Folter, Guantánamo und Irakpolitik deutlich benannte. Der Präsident hat die Tür für einen Neuanfang zwischen den USA und den Muslimen in aller Welt weit geöffnet. Statt eines Kampfes der Kulturen, den Ex-Präsident Bush immer wieder schürte, gibt es mit Obama neue Chancen zur Verständigung und zum Austausch zwischen den Kulturen.
Es kommt nun darauf an, die Problemfelder, die Obama in seiner kritischen Analyse umrissen hat ? die Spannungen zwischen Israel und den Palästinensern, die Frage des iranischen Atomprogramms, die Rolle der Demokratie, die religiösen Freiheiten, die Frauenrechte und die Probleme der Globalisierung ? glaubwürdig und entschlossen anzugehen. Wir fordern alle Akteure auf, diese Chance des Neuanfangs zu nutzen und den Weg der Kooperation mitzugehen, statt sich weiter im Teufelskreis des Misstrauens zu verlieren."
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