Herrmann: "Radverkehr ist wichtiger Teil bayerischer Verkehrspolitik ? neues Radwegeprogramm mit 40 Millionen Euro für 260 Kilometer Radwege"
(pressrelations) - >"Radverkehr ist ein wichtiger Teil der bayerischen Verkehrspolitik. Wir haben bisher viel für den Radverkehr getan und werden unsere Aktivitäten noch verstärken. Allein in den Radwegebau entlang von Staatsstraßen werden wir künftig jedes Jahr zehn Millionen Euro investieren", betonte Innenminister Joachim Herrmann. Der Freistaat Bayern verfüge mittlerweile über stattliche 7.000 km Radwege entlang von Bundes- und Staatsstraßen. "Aber es gibt noch Lücken im Radwegenetz, die wir möglichst schnell und zielgerichtet schließen wollen." Grundlage hierfür bildet in den nächsten Jahren das neue ''Programm zum nachträglichen Anbau von Radwegen an Staatsstraßen'', das Herrmann heute vorstellte. Das Programm umfasst 158 Radwegprojekte mit einer Gesamtlänge von rund 260 km und einem Kostenvolumen von 46,5 Millionen Euro. Davon trägt der Freistaat Bayern 40,3 Millionen Euro.
Das ehrgeizige Ziel der Bauverwaltung sieht eine Umsetzung des Programms bis 2013 vor. Maßgebend für die Auswahl der Projekte seien laut Herrmann in erster Linie die Verkehrsbelastung auf der Staatsstraße und die Anzahl der prognostizierten Radfahrer. Priorität hätten auch Fernradwege, Lückenschlüsse im vorhandenen Radwegenetz und Unfallhäufungsstrecken. Die im Programm enthaltenen Einzelmaßnahmen sind im Internet unter http://www.stmi.bayern.de/bauen/strassenbau/veroeffentlichungen abrufbar.
Wenn Städte und Gemeinden selbst Radwege bauen, können sie finanzielle Zuwendungen vom Freistaat Bayern erhalten. Seit Neuestem steht den Kommunen ein weiteres Finanzierungsinstrument zur Verfügung, mit dem sie Radwege zeitnah realisieren können. Der Bayerische Landtag hat auf Veranlassung des Vorsitzenden des Haushaltsausschusses Georg Winter vorerst befristet bis Ende 2010 das Programm "Staatsstraßen in gemeindlicher Sonderbaulast" erweitert. Möglich ist nun auch die Förderung von unselbstständigen Radwegen entlang von Staatsstraßen. Der Fördersatz liegt bei immerhin 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten.
Pressesprecher: Oliver Platzer
Telefon: (089) 2192 -2114
Telefax: (089) 2192 -12721
E-Mail: presse(at)stmi.bayern.de