MÜCKE: Kein Antisemit als neuer UNESCO-Generaldirektor
(pressrelations) - BERLIN. Zur Forderung der Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, sich gegen Faruk Hosni als neuen Generaldirektor der UNESCO zu stellen, erklärt das stellvertretende Mitglied im Kulturausschuss des Deutschen Bundestages Jan MÜCKE:
Die UNESCO benötigt einen Generalsekretär, der von allen Nationen getragen wird und selbst ohne Vorbehalte auf alle Nationen zugehen kann. Hier ist Faruk Hosni völlig ungeeignet. Ich fordere die Bundesregierung auf dafür zu sorgen, dass ein anderer aussichtsreicher Kandidat neben Faruk Hosni etabliert wird. Schnelles Handeln ist gefragt, da die Bewerbungsfrist am 30. Mai 2009 endet.
Der ägyptische Kulturminister Faruk Hosni ist bisher vor allem durch eindeutige antisemitische und antiisraelische Äußerungen aufgefallen. So hat er einem Aufruf verschiedener Intellektueller um den Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel zufolge erst im letzten Jahr die Verbrennung israelischer Bücher befürwortet, falls diese in der Bibliothek von Alexandria aufgenommen werden sollten. Zuvor ließ er verlauten, Israel habe ?nie einen Beitrag zur Zivilisation geleistet, zu keiner Epoche; es hat sich immer nur die Güter anderer angeeignet.?
Solche und ähnlich absurde Äußerungen Faruk Hosnis sind absolut indiskutabel. Es ist daher völlig unverständlich, dass führende deutsche Kulturpolitiker und die deutsche UNESCO-Kommission nicht früher Alarm geschlagen haben. Der Generaldirektor der UNESCO muss bei der Ausübung dieses Amtes sehr sensibel und verantwortungsvoll vorgehen. Wer von Bücherverbrennungen spricht, ist hier eindeutig fehl am Platz. Die Forderung von Frau Knobloch unterstütze ich daher ausdrücklich.
Ich fordere alle Mitgliedstaaten der UNESCO auf, sich eindeutig gegen Faruk Hosni zu positionieren. Gerade Deutschland steht in der besonderen Verantwortung, Faruk Hosni zu verhindern.
Was wäre ein Weltkulturerbetitel mit einem Antisemiten an der Spitze der UNESCO noch wert? Ich hoffe, wir können diese Schande für die UNESCO noch abwenden.
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