Kandidatur Hosnis wuerde UNESCO spalten
(pressrelations) - Zur Kandidatur des aegyptischen Kulturministers Faruk Hosni fuer das Amt des Generalsekretaers der UNESCO erklaert die Sprecherin der Arbeitsgruppe Kultur und Medien der SPD-Bundestagsfraktion Monika Griefahn sowie der UNESCO-Berichterstatter der SPD-Fraktion Steffen Reiche:
Alle Kulturen der Menschheit zu achten, ist die wichtigste Qualifikation fuer das Amt des UNESCO Generalsekretaers. Fraglos ist die aegyptische Kultur eine der groessten Menschheitskulturen. Insofern waere es auch sinnvoll und wuenschenswert, wenn ein Aegypter beziehungsweise ein Vertreter des arabischen beziehungsweise muslimischen Kulturkreises erstmals fuer das Amt des UNESCO-Generalsekretaers kandidiert.
Aber die Kandidatur von Faruk Hosni muss Deutschland und die Europaeische Union ablehnen. Hosni hat sich durch seine antisemitischen Aeusserungen fuer das hoechste Amt der Weltkulturpolitik disqualifiziert.
Wer juedische beziehungsweise israelische Buecher verbrennen will, kann kein UNESCO-Amt uebertragen bekommen. Eine erfolgversprechende Kandidatur Hosnis wuerde die UNESCO spalten. Wenn ein Vertreter aus dem islamischen Kulturbereich gewuenscht wird, sollte sich die Bundesrepublik Deutschland bei der Wahl im Oktober in die Suche nach einem geeigneten Kandidaten einbringen.
SPD-Parlamentarier hatten das Kanzleramt auf die Problematik der Kandidatur angesprochen und die Antwort erhalten, dass man in der Angelegenheit aktiv sei. Insofern ist die heutige Presseerklaerung der Unionskollegen von Wolfgang Boernsen und Dorothee Baer reichlich kleinkariert, wenn sie vorsorglich auf die Verantwortung des Auswaertigen Amtes verweisen. Es geht nicht um den schwarzen Peter in der Bundesregierung, sondern um die Kandidatur Faruk Hosnis, die von Deutschland keinerlei Unterstuetzung erhalten wird.
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