Ansgar Dittmar: Gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften gleichstellen!
(pressrelations) - Zum 60. Verfassungstag und zu den Forderungen von Bundesjustizministerin Brigitte Zypries, dass neben der Ehe und Familie auch gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften im Grundgesetz einen besonderen Schutz bekommen, erklärt der Bundesvorsitzende des Arbeitskreises der Lesben und Schwulen in der SPD (Schwusos), Ansgar Dittmar:
?Wir sind sehr erfreut, dass Brigitte Zypries hier deutlich Stellung bezieht. Bisher werden nur Ehe und Familie im Art. 6 des Grundgesetzes berücksichtigt und es ist nicht verständlich, warum gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften hier ausgespart bleiben. Seit 2001 können auch Lesben und Schwule in eine Einstehensgemeinschaft treten und füreinander sorgen. Wenn Herr Schäuble meint, man dürfe das Grundgesetz nicht beliebig erweitern, scheinen er und die Union noch nicht in der Realität des 21. Jahrhunderts angekommen zu sein. Das Grundgesetz hat sich bisher bestens bewährt, doch muss es den neuen Umständen angepasst werden. Zu diesen Umständen gehören eingetragene Lebenspartnerschaften heutzutage ebenso wie die Ehe. Und gerade Herr Schäuble nutzt die Anpassung des Grundgesetzes nur allzu häufig.
Wir schätzen es sehr, dass wir mit Brigitte Zypries eine Verfechterin der Gleichstellung in der Bundesregierung haben. Sie hat sich immer schon für die Rechte von Homosexuellen stark gemacht. Zusätzlich zu der Erweiterung des Art. 6 im Grundgesetz unterstützt sie auch eine Ausweitung des Art. 3 Abs. 3 GG. Hier muss das Merkmal der sexuellen Identität mit aufgenommen werden. Brigitte Zypries wird die Kampagne des Lesben- und Schwulenverbandes, die sich für diese Änderung ausspricht, unterstützen. Diese Forderung bekräftigte sie auf einer Veranstaltung zum Internationalen Tag gegen Homophobie vergangenes Wochenende in Frankfurt.
Es ist also noch vieles zu erreichen, doch mit Brigitte Zypries in der Regierung sind wir auf dem richtigen Weg. Ihr Engagement unterstreicht die Arbeit der SPD der letzten Jahre und zeigt, dass es nur mit der SPD zu einer vollständigen Gleichstellung kommen wird, so wie es auch im Entwurf für das Regierungsprogramm verankert ist.?
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