55 Jahre wacht die Haager Konvention über deutsche Kulturgüter
(pressrelations) - Die Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten vom 14. Mai 1954 schützt seit 55 Jahren bedeutende Werke von Dichtern und Wissenschaftlern, Karten und Pläne, Dokumente deutscher Geschichte. Seit 1961 werden diese ?beweglichen? Kulturgüter oder Archivalien zu Sicherungszwecken mikroverfilmt.
In Oberried bei Freiburg i. Br. erstreckt sich der Zentrale Bergungsort der Bundesrepublik Deutschland, kurz Barbarastollen, der aufgrund der Haager Konvention seit den 1970er Jahren die Kopien der wichtigsten Archivalien beherbergt. Tief im Innern des Schauinsland unter 200 Metern Gneis und Granit versteckt lagern 27.000 Kilometer dieser Sicherungsfilme in 1.380 luftdicht abgeschlossenen Edelstahlbehältern.
Aus Anlass des 55 jährigen Bestehens der Haager Konvention öffnet das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) heute den Stollen, das wahrscheinlich sicherste Mikrofilmarchiv Europas. Das BBK lagert 50 neue Behälter gefüllt mit Mikrofilmen aus den Bundes- und Landesarchiven ein.
Gerade der Einsturz des Kölner Stadtarchivs macht deutlich, wie wichtig der Schutz von Kulturgütern auch in Friedenszeiten sein kann. Das BBK hat in der Vergangenheit 6.369 Filme aus Köln im Barbarastollen eingelagert, das entspricht rund zehn Millionen Einzelaufnahmen, die dort in Edelstahlfässern mindestens 500 Jahre für Folgegenerationen verwahrt werden. Somit ist zumindest ein Teil des Bestandes für künftige wissenschaftliche Zwecke nutzbar und auch dem ?kollektiven, menschlichen Kulturgedächtnis? erhalten.
Ursula Fuchs
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