Das leider viel zuwenig bekannte âDoing Business Projektâ der Weltbank â IFC dient als Richtschnur fuer Investitionen und wirtschaftliche Reformen. Ein Ueberblick wie man âDoing Businessâ praktisch nutzen kann.
(firmenpresse) - TEIL I â DIE INHALTE
Insbesondere vor politischen Wahlen hoert man Regierungsvertreter verkuenden:
âDie Kleinen und Mittelgrossen Unternhmen (KMU) sind das Rueckgrat unserer Wirtschaft und werden daher in jeder Weise gefoerdert.â Die Opposition sieht das freilich oft ganz anders. Die Regierung habe es versaeumt, notwendige Reformen durchzufueren, um die Geschaeftstaetigkeit der KMU zu erleichtern. Befragt man einzelne Unternehmer, dann vernimmt man meist herbe Kritik: Die Steuern seien viel zu hoch, Baugenehmigungen und die Registrierung von Firmen dauern zu lange, die Buerokratie sei ein arges Hemmnis, und im uebrigen: In anderen Laendern sei alles viel besser. Noch vor etwas mehr als einem Jahrzehnt haette keine dieser Parteien ihre Behauptungen beweisen koennen, denn es war praktisch unmoeglich, die fuer heimische KMU geltenden Vorschriften, Foerdrungen und Hemmnisse objektiv zu messen und international zu vergleichen.
Erst im Jahre 2002 haben Experten der Weltbank das âDoing Business Projektâ ins Leben gerufen, welches heute (ab 2012) jene Institutionen, objektive Massnahmen der Wirtschaftsfoerderung und Wettbewerbsregeln definiert und ihre Durchsetzung in 185 Volkswirtschaften, ausgewaehlten Staedten auf subnationaler und regionaler Ebene beschreibt und bewertet. Durch das jaehrliche Sammeln und Analysieren von Daten ueber umfassende quantitative und qualitative Indikatoren in den einzelnen Volkswirtschaften und Vergleiche ueber laengere Zeitraeume, stehen heute messbare Richtlinien ( âBenchmarksâ ) fuer Reformen zur Verfuegung, welche die Regierungen der erfassten Laender dazu anregen, in Richtung effizientere Regulierungen zu konkurrieren. Diese Daten dienen auch der Privatwirtschaft, Wirtschaftsforschern und Studenten als wertvolle Ressource fuer ihre jeweilige Aufgabenstellung und anstehende Entscheidungen. Das Projekt wird laufend ergaenzt und verfeinert, basierend auf Interaktivitaet mit Regierungen, Wissenschaftlern, Praktikern und Rezensenten mit dem Ziel, objektive Grundlagen fuer das Verstaendnis und die laufende Verbesserung der rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen fuer Kleinere und Mittelgrosse Unternehmen (KMU) weltweit zu bieten.
Die einzelnen Inhalte des âDoing Business Projektesâ kann man wie folgt zusammenfassen:
1.Die âThemenâ, weiters âInstitutionenâ genannt
Wir bezeichnen âThemenâ inder Folge als âInstitutionenâ, weil hinter jedem Thema jeweils national Einrichtungen stehen, die je nach Entwicklungsstufe, kulturelles Umfeld, geographischer Lage einer Volkswirtschaft sehr unterschiedlich sein koennen, wie z.B. Religion, Staatsform, Gerichtsbarkeit, Verwaltung, Infrastruktur usw.)
Obwohl es sehr viel mehr âInstitutionenâ gibt, welche das Wirtschaften der KMU erleichtern oder erschweren koennen, wie etwa Korruption, Kriminalitaet oder politische Instabilitaet in einem Land, so sind dennoch die derzeit 11 Institutionen die wichtigsten fuer internationale Vergleiche. Diese sind im einzelnen:
ïDie GrĂŒndung eines Unternehmens
ïUmgang mit Baugenehmigungen
ïVerfuegbarkeit von Strom
ïRegistrierung von Eigentum
ïZugang zu Finanzierungen wie z.B. Kredite
ïSchutz von Investoren
ïSteueren und Abgaben
ïHandel ueber die Grenzen hinweg
ïDurchsetzung von Vertraegen
ïSchliessung eines Unternehmens und Behebung von Insolvenzen
2.Das Ranking
Es werden derzeit 185 Laender erfasst und uber 11 Institutionen dahigehend bewertet, ob die jeweiligen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen fuer den Start und den Betrieb eines Untermehmens foerderlich oder unguenstig sind.
Die Indexzahl â1â bedeuted beste Bedingungen und â185â schlechteste Bedingungen. Ab dem Jahre 2012 werden wird auch der Abstand einer Volkswirtschaft und deren Institutionen zur Bestleistung eines Landes gemessen. Im Jahre 2012 lag Singapur an erster Stelle und die Zentral-Afrikanische Republik an letzter Stelle.
3.Wirtschaftliche Daten
Dieser Inhalt bietet wirtschaftliche Daten aus dem Jahr 2003 bis zur Gegenwart. Die Daten sind in einer Vielzahl von Kombinationen abrufbar und koennenvon Forschern, politischen EntscheidungstrÀgern, Journalisten und Studenten genutzt werden. Da auch historische Daten ab 2003 zur Verfuegung stehen, koennen ganz individuelle Forschungsarbeiten durchgefuehrt werden.
4.Doing Business Berichte
Die Serie von Berichten umfasst Jahresberichte, die bis zum Jahr 2004 zurueckgehen weiters eine Vielzahl von subnational Studien und eine Reihe von speziellen Berichten ĂŒber die Regionen oder Themen. Man kann Registerkarten verwenden, um Zusammenfassungen derBericht zu lesen und herunterladen. Weitere nationale und regionale Berichte können kostenlos heruntergeladen werden.
Im TEIL II, der in Kuerze folgt, zeigen wir unseren geschaetzten Lesern, wie man die Inhalte des DOING BUSNONESS PROJEKTES praktisch fuer Fallbeispiele nutzen kann
EUROWIF ist ein in Oesterreich eingetragener Verein. Details findet man im Transparancy Register der EU. Wir arbeitenfuer die Rechte, Interessen und die Wettbewerbsfaehigkeit von Kleineren- und Mittelgrossen Unternehmen (KMU) in Europa.
EUROWIF eurowif(at)europe.com
Dr. Norbert Knoll von Dornhoff, knollvondornhoff(at)europe.com