Enquetekommission zur Drogenpolitik einsetzen
(pressrelations) - richtigen Antworten auf das Drogen- und Alkoholproblem sind eine effektivere Kontrolle des Jugendschutzes und ein totales Werbeverbot fĂŒr Alkohol", so Monika Knoche zum heute veröffentlichten Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung und der aktuellen Statistik des Bundeskriminalamtes zur Anzahl der Drogentoten. Die stellvertretende Vorsitzende und drogenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE erklĂ€rt weiter:
"Wie in den vergangenen Jahren zeigt auch der heute vorgestellte Drogen- und Suchtbericht, dass Alkohol bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die gefÀhrlichste Droge ist - und erhebliche gesundheitliche FolgeschÀden nach sich zieht. So mussten 23.000 Kinder und Jugendliche 2008 stationÀr mit Alkoholvergiftungen behandelt werden.
Die Selbstregulierung der Werbewirtschaft, wie sie im zu verabschiedenden Nationalen Aktionsprogramm zur Tabak- und AlkoholprÀvention der Regierung vorgeschlagen und seit Jahren ohne Erfolg gefordert wird, reicht nicht aus. Umso unverstÀndlicher ist, dass CDU/CSU jetzt selbst dieser harmlosen Variante zur Werberegulierung und dem zugehörigen Aktionsprogramm laut der Bundesdrogenbeauftragten Sabine BÀtzing nicht mehr zustimmen will.
Eine destruktive Blockadehaltung zeigt die CDU/CSU auch bei Diamorphin. Die gesetzliche Entscheidung ĂŒber das Mittel der Wahl bei der Behandlung SchwerstabhĂ€ngiger wird in unverantwortlicher Weise verzögert. Die Zunahme der Anzahl der Drogentoten bei HeroinabhĂ€ngigen erfordert aber ein sofortiges Handeln.
Bei der internationalen Drogenpolitik hat dagegen die gesamte Regierung versagt. Ob Afghanistan oder Mexiko: immer mehr LÀnder fallen weltweit in die HÀnde der Drogenmafia und gelten als so genannte failed states. Der illegale Drogenhandel ist nach dem Handel mit Erdöl und Waffen mit etwa 500 Milliarden Gewinn jÀhrlich das lukrativste GeschÀft der Welt. Hier versagt das repressive Konzept der Bundesregierung auf ganzer Linie. DIE LINKE fordert daher das nÀchste Parlament auf, eine Enquetekommission des Deutschen Bundestages zur Evaluierung der derzeitigen nationalen und internationalen Drogenpolitik zu bilden."
F.d.R. Beate Figgener
Pressesprecher
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