Gesundheitsminister Banzer: Anpassung der Schutzmaßnahmen gegen die Schweineinfluenza
Informations- und Beratungsstruktur flächendeckend für ganz Hessen aufgestellt / Hotline der Gesundheitsämter / Ärztlich betreutes Informationsgespräch für Reisende aus Mexiko
(pressrelations) - In Anbetracht der Tatsache, dass die WHO am gestrigen Abend die Risikostufe 4 erklärt hat und erster bestätigter Fälle in Schottland und Spanien wird das Informations- und Aufklärungsangebot für Hessens Bürgerinnen und Bürger sowie für Reisende aus Mexiko ausgeweitet. Die 24 Gesundheitsämter in Hessen werden über ihre reguläre Erreichbarkeit hinaus ab dem morgigen Mittwoch, 29. April 2009 jeweils eine Hotline zur Schweineinfluenza anbieten.
?Wir sollten uns einfach bewusst sein, dass es neben den Maßnahmen zum Umgang mit einem möglichen Verdachtsfall, der am Frankfurter Flughafen auftreten kann, entscheidend ist, dass wir eine Informations- und Managementstruktur für Fragen und mögliche Verdachtsfälle aufstellen, die flächendeckend für Hessen ist. Darauf sollten wir uns jetzt konzentrieren?, stellte Gesundheitsminister Jürgen Banzer fest.
Es ist nicht auszuschließen, dass Urlaubsrückkehrer oder Geschäftsleute aus ganz Hessen Tage nach ihrer Ankunft in Deutschland nicht eindeutig zuzuordnende grippe- oder grippeähnliche Symptome aufweisen und umgehend einen Ansprechpartner und Verhaltensempfehlungen benötigen. ?Insofern sind wir froh darüber, dass die Gesundheitsämter mit uns an dieser Stelle so gut zusammenarbeiten. Das zeigt, dass wir belastungserfahrene Kooperationen haben und gut aufgestellt sind?, sagte Gesundheitsminister Jürgen Banzer.
Informations- und Beratungsgespräche für Passagiere
Was den Flughafen angeht, so haben wir mit der Flughafenklinik vereinbart, dass ab dem heutigen Tag bei Ankunft eines Flugzeugs aus Mexiko auch ohne einen Verdachtsfall auf Schweineinfluenza ein Vertreter der Klinik den Passagieren ein Informations- und Beratungsgespräch anbietet. Diesem kann auf Wunsch eines Passagiers oder Empfehlung des Klinikvertreters auch eine Untersuchung folgen. Sollte eine Maschine bereits über den Piloten einen Verdachtsfall melden, bleibt es bei dem Verfahren, das bereits seit vergangenem Samstag, 24. April gegolten hätte. In einem solchen Falle würde der Verdachtsfall unmittelbar bei der Ankunft ärztlich betreut, an die Frankfurter Universitätsklinik gebracht und getestet. Mitreisende und die Crew würden ihre Kontaktdaten hinterlassen, damit sie umgehend informiert werden könnten, falls sich der Test als positiv erweisen und damit die Verabreichung eines Medikaments erforderlich sein sollte, das eine Erkrankung verhindert. ?Darüber hinaus werden wir sicherlich im Kontakt mit den Bundesländern, dem Bundesgesundheitsministerium und dem Robert-Koch-Institut prüfen, ob und ggf. welche weiteren, länderübergreifenden Maßnahmen vorbereitet werden sollten?, so Gesundheitsminister Jürgen Banzer.
Hinweis: Weitere Informationen zur Schweinegrippe und Kontaktdaten der Gesundheitsämter finden sie unter www.hmafg.hessen.de.
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