PIEPER: Bund und Länder müssen Pakt für Forschung gemeinsam und zügig umsetzen
(pressrelations) - . Zu gestrigen Beschlüssen der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) den Pakt für Forschung und Innovation sowie die Exzellenzinitiative fortzuführen erklärt die forschungspolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Cornelia PIEPER:
In Zeiten der Rezession ist das eine gutes Zeichen, dass Bund und Länder sowie die Wissenschaftsorganisationen die Hebelkräfte des Paktes für Forschung und Innovation und der Exzellenzinitiative erkannt und nicht nur die einfache Fortführung der Prozesse beschlossen haben. Beide Initiativen haben einen Strukturwandel in der Wissenschaftslandschaft bewirkt, der jetzt fortgesetzt und weiterentwickelt werden muss.
Das gilt besonders für den Bau, Ausbau und Betrieb der international beachteten Forschungsinfrastrukturen. Hier sei noch einmal an die Absicht der Bundesregierung erinnert, in den ostdeutschen Ländern eine neue Großforschungseinrichtung zu etablieren.
Stärker als bisher muss auf eine Stärkung der Partnerschaften zwischen Wissenschaft und Wirtschaft hingewirkt werden. Für den Wirtschafts- und Forschungsstandort Deutschland ist es unerlässlich, den Wissens- und Technologietransfer durch eine neue Form der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft zu gestalten.
Wenn aber Bund und Länder erwarten, dass die von der Wissenschaft erzielten Ergebnisse langfristig der Zukunftssicherung, der Beantwortung drängender gesellschaftlicher Fragen sowie der Generierung von wirtschaftlichem Wohlstand dienen sollen, dann müssen alle Länder an einem Strang ziehen und gleichermaßen finanzieren.
Es geht nicht, dass letztendlich die Finanzminister einiger Bundesländer sperren und sich an der Kofinanzierung der Paktmittel, die bis 2015 jährlich um 5 Prozent steigen sollen, im erforderlichen Umfang nicht beteiligen.
URL: http://www.liberale.de