Das Familienunternehmen erwirbt 2.000 Hektar Land im Osten von Nicaragua und investiert in den Aufbau von âEl Cacaoâ, einem der weltweit gröĂten zusammenhĂ€ngenden Anbaugebiete fĂŒr Kakao. Eine Plantage mit Modellcharakter liefert kĂŒnftig ökologisch und sozial nachhaltigen Kakao fĂŒr Ritter Sport Schokolade. â Eine neue Dimension im Nachhaltigkeitsengagement des mittelstĂ€ndischen Schokoladeproduzenten.
(firmenpresse) - Waldenbuch, im April 2013. â Die Alfred Ritter GmbH & Co. KG verstĂ€rkt ihr Nachhaltigkeitsengagement im mittelamerikanischen Nicaragua. Im Osten des Landes, in der Region El Rama, circa 330 Kilometer von der Hauptstadt Managua entfernt, hat das mittelstĂ€ndische Familienunternehmen rund 2.000 Hektar Land erworben und steigt selbst in den nachhaltigen Anbau von Kakao ein. Ritter Sport investiert damit in ein ebenso klares wie ambitioniertes Ziel: ökologisch und sozial nachhaltig angebauten Kakao fĂŒr die 2,5 Millionen Tafeln Schokolade, die das Unternehmen tĂ€glich im schwĂ€bischen Waldenbuch produziert.
Mit rund 1.300 Hektar AnbauflĂ€che eines der gröĂten zusammenhĂ€ngenden Kakaoanbaugebiete der Welt, soll âEl Cacaoâ langfristig circa 30 Prozent des Bedarfs an Kakaomasse fĂŒr die bunten Ritter Sport Quadrate decken. Insgesamt investiert das Unternehmen jĂ€hrlich rund 5 Millionen Euro, in âEl Cacaoâ und weitere Projekte zum Anbau nachhaltigen Kakaos. Das entspricht rund
10 Prozent des Wertes des Kakaobezugsvolumens fĂŒr Ritter Sport Tafelschokolade.
Der eigene Kakaoanbau von Ritter Sport folgt Standards, die jederzeit eine Zertifizierung nach UTZ Certified oder Rainforest Alliance ermöglichen. Eine solche Zertifizierung kann jedoch erst erfolgen, wenn die Plantage buchstĂ€blich FrĂŒchte trĂ€gt.
Ritter Sport geht ungewöhnliche Wege
âDer Ankauf von Land und der Einstieg in den nachhaltigen Anbau von Kakao ist fĂŒr uns als vergleichsweise kleines mittelstĂ€ndisches Unternehmen der effektivste Weg, maximalen Einfluss auf die ökologischen und sozialen Bedingungen im Kakaoanbau zu nehmenâ, erklĂ€rt Alfred T. Ritter, Inhaber und Vorsitzender der GeschĂ€ftsfĂŒhrung von Ritter Sport. âEine permanente Kontrolle der Anbau- und Arbeitsbedingungen der zumeist kleinbĂ€uerlichen Strukturen weltweit ist fĂŒr uns weder finanziell noch personell möglich. Faire Arbeitsbedingungen und der Schutz der Umwelt gehören aber zu den zentralen Werten unserer 100-jĂ€hrigen Unternehmensphilosophie. Deshalb haben wir uns zu diesem, fĂŒr einen Schokoladeproduzenten zugegebenermaĂen ungewöhnlichen Schritt entschieden. Wir stehen eben in vielfacher Hinsicht fĂŒr das andere Schokoladekonzeptâ, fĂŒgt Alfred T. Ritter hinzu.
Weiterentwicklung eines jahrzehntelangen Engagements
âEl Cacaoâ ist fĂŒr Ritter Sport die logische Konsequenz eines fast 25jĂ€hrigen Engagements in Nicaragua. Bereits seit 1990 unterstĂŒtzt Ritter Sport nicaraguanische Kleinbauern beim nachhaltigen Anbau von Kakao. WeiterbildungsmaĂnahmen und faire Abnahmepreise sichern die Lebens-grundlage vieler Kleinbauern, agroforstwirtschaftliche Anbaumethoden schĂŒtzen Natur und Umwelt. Aus der gezielten Förderung der mit UnterstĂŒtzung von Ritter Sport gegrĂŒndeten Kooperative âCacaonicaâ ist im Laufe der Zeit eine Partnerschaft mit ĂŒber 15 Kooperativen entstanden. âDiese Zusammenarbeit wird auch in Zukunft fortgesetzt und weiter ausgebautâ, betont Alfred T. Ritter.
Integrierte Landwirtschaft: Plantage mit Modellcharakter
Bei dem nun erworbenen Land handelt es sich um ehemals als WeideflĂ€chen genutztes Brachland. Rund 1.300 Hektar von âEl Cacaoâ werden zur Zeit nach den Gesichtspunkten der agroforstwirtschaftlichen Landwirtschaft aufgeforstet. Dabei werden land- und forstwirtschaftliche Anbaumethoden kombiniert. Der Einsatz verschiedener standortgerechter Nutzpflanzen wie zum Beispiel Bananen als Schattenspender fĂŒr junge Kakaopflanzen gewĂ€hrleisten eine mehrstufige Bodenbedeckung, die Erosion, Austrocknung und NĂ€hrstoffverlust verhindert. Die Bewirtschaftung der AnbauflĂ€chen folgt den Prinzipien der integrierten Landwirtschaft, zu denen zum Beispiel Energieeffizienz, die Vermeidung klimarelevanter Emissionen, nachhaltige Bodenfruchtbarkeit und BiodiversitĂ€t zĂ€hlen. Letzterer trĂ€gt vor allem auch der Erhalt vorhandener WaldbestĂ€nde und Feuchtgebiete sowie die Einrichtung von TierbrĂŒcken Rechnung, die rund 700 Hektar ausmachen. Diese Art der nachhaltigen Bewirtschaftung macht âEl Cacaoâ zu einer Plantage mit Modellcharakter.
Faire und sichere Arbeitsbedingungen
Neben ökologischen Aspekten sind vor allem soziale Fragen im Kakaoanbau der zentrale Beweggrund fĂŒr Ritter Sport, hier selbst aktiv zu werden. Aktuell sind
63 Mitarbeiter auf der Plantage tĂ€tig, die vor allem aus der Umgebung stammen. Langfristig rechnet das Unternehmen mit weit mehr BeschĂ€ftigten. In enger Zusammenarbeit mit den örtlichen GesundheitstrĂ€gern wird an einer Ă€rztlichen Versorgung der Mitarbeiter vor Ort gearbeitet. Hohe Sicherheitsstandards, die weit ĂŒber die geltenden Vorschriften hinausgehen, dienen dem Schutz der Arbeiter. Dazu erarbeiten externe Berater kontinuierlich Empfehlungen zum Beispiel fĂŒr den Einsatz von Schutzkleidung. âDas alles macht uns in Nicaragua schon zu einem attraktiven Arbeitgeberâ, erklĂ€rt Manfred GĂŒnkel. Der Sohn eines deutschen Vaters und einer nicaraguanischen Mutter, der in Deutschland Agrarwissenschaften studiert hat und seit 15 Jahren wieder in seinem Heimatland lebt, ist seit Anfang 2012 GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Ritter Sport Nicaragua. âFĂŒr uns ist darĂŒber hinaus aber vor allem ein fairer Lohn wichtig.â Deshalb zahlt Ritter Sport seinen Mitarbeitern in Nicaragua zum gesetzlichen Mindestlohn einen Aufschlag von fast 30 Prozent. AuĂerdem umfasst das VergĂŒtungssystem nicht-monetĂ€re Leistungen wie zum Beispiel die Ă€rztliche Versorgung oder Weiterbildungsangebote mit der Möglichkeit bis zu 20 Tage pro Jahr dafĂŒr freigestellt zu werden.
Ritter Sport â 100 Jahre Verantwortung
1912 gegrĂŒndet, feierte das Familienunternehmen im vergangenen Jahr
100-jĂ€hriges JubilĂ€um. Seit jeher zĂ€hlen Verantwortung fĂŒr Mensch und Umwelt zu den GrundsĂ€tzen des Unternehmens, das heute von Alfred T. Ritter in dritter Generation geleitet wird. 2,5 Millionen Tafeln Schokolade produziert Ritter Sport jeden Tag â und das ausschlieĂlich im schwĂ€bischen Waldenbuch. Von dort gelangen die quadratischen Tafeln in 95 LĂ€nder weltweit. Zuhause in Deutschland ist jede vierte verkaufte 100 Gramm Tafel eine Ritter Sport und fast jeder Deutsche kennt die Marke Ritter Sport (gestĂŒtzte Markenbekanntheit
99 Prozent).
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