Innenminister Joachim Herrmann: Gratulation für 40 Jahre erfolgreiche Arbeit des Bundes Deutscher Kriminalbeamter
Landesverband Bayern Bayerns Kripo ist Spitze ? Herrmann bekräftigt Forderung nach bundesweitem elektronischen Waffenregister ab 2012
(pressrelations) - Innenminister Joachim Herrmann hat beim heutigen Landesdelegiertentag dem Bund Deutscher Kriminalbeamter ? Landesverband Bayern zum 40-jährigen Jubiläum und zum erfolgreichen Wirken der Berufsvertretung der Kriminalbeamten gratuliert. Der Landesverband Bayern des Bundes Deutscher Kriminalbeamter (BDK) habe in den zurückliegenden 40 Jahren nicht nur engagiert die Interessen seiner Mitglieder vertreten, sondern auch wesentlich dazu beigetragen, dass Bayerns Kripo heute Spitze sei. "Für die kontinuierliche Fortentwicklung der Kriminalpolizei danke ich dem BDK ebenso wie für den beständigen kritischen, aber auch vertrauensvollen Dialog", so Herrmann.
Der Innenminister wies darauf hin, dass die Belastungen und Aufgaben der Kriminalpolizei deutlich gestiegen seien. "Neue Kriminalitätsphänomene, wie zum Beispiel der Tatort Internet oder die Belastung der Staatsschutzdienststellen bei der Aufklärung islamistischer Strukturen, haben die Kriminalpolizei gerade in den letzten Jahren sehr gefordert. Deswegen haben wir die Kriminalpolizei auch im Rahmen der Organisationsreform in Teilen neu strukturiert und bayernweit personell verstärkt", so Herrmann. "Vor allem der in Bayern flächendeckend eingeführte Kriminaldauerdienst und drei zusätzliche Kriminalpolizeiinspektionen mit Zentralaufgaben werden die Qualität kriminalpolizeilicher Sachbearbeitung weiter verbessern. Die Kripo ist in Bayern durch die Polizeireform personell deutlich gestärkt worden."
Die Forderung des BDK nach einem elektronischen Waffenregister unterstützte Herrmann ausdrücklich: "Wir brauchen möglichst schnell ein europäisches elektronisches Waffenregister, um damit einen besseren und vor allem schnellen Zugriff auf die Daten sicherzustellen. Für Deutschland muss es uns gelingen, dieses Register schon im Jahr 2012, also vor dem vorgesehen EU-weiten Start im Jahr 2014, zu realisieren". Durch die dann mögliche europaweite Registrierung von Waffen von der Produktion bis zur Verschrottung erhöhe sich die Chance, mittelfristig die Anzahl illegaler Waffen deutlich einzuschränken und die Aufklärungsarbeit der Polizei zu erleichtern.
Abschließend sprach sich Herrmann gegen eine Trennung der Laufbahnen von Schutz- und Kriminalpolizei aus. Eine gemeinsame Grundlagenausbildung mit anschließender Spezialisierung hat sich bewährt. Die Trennung von Schutz- und Kriminalpolizei ist weder in der täglichen Polizeiarbeit noch in der Ausbildung sinnvoll und praktikabel.
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