In Deutschland ist die Wirtschaft stark, das Personal hochqualifiziert und die politische Lage stabil – und dafür lieben die Amerikaner „Germany“. Laut einer aktuellen Umfrage unter amerikanischen Unternehmen mit Sitz in Deutschland schätzt eine große Mehrheit den Standort sehr. Doch die Amerikaner warnen bei allem Lob auch vor einem Reformstau, der die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands bedroht.
(firmenpresse) - Für viele US-Investoren ist Deutschland sehr attraktiv. Sie sind mit der Standortqualität mehrheitlich zufrieden oder sogar noch zufriedener als im Vorjahr. Das sind Ergebnisse des zehnten AmCham Germany Business Barometer, einer Studie der Amerikanischen Handelskammer in Deutschland (American Chamber of Commerce in Germany oder AmCham Germany) in Zusammenarbeit mit Roland Berger Strategy Consultants.
Die US-Firmen schätzen an Deutschland vor allem die Möglichkeit, auf hochqualifiziertes Personal zurückzugreifen (60%) sowie die wirtschaftliche (49%) und politische Stabilität des Landes (47%). Nach Angaben von AmCham Germany sind amerikanische Investoren geradezu beeindruckt von der inneren Stärke Deutschlands und glauben an ein wirtschaftlich gutes Jahr 2013.
Amerikaner lassen sich weniger von der Eurokrise verunsichern
Dabei sind die Amerikaner deutlich optimistischer als viele deutsche Forschungsinstitute, da sie sich von der Eurokrise weniger verunsichern lassen als in den Vorjahren und voll auf das Geschäft und die Wachstumsmöglichkeiten konzentrieren. Zwei Drittel der befragten US-Firmen erwarten in diesem Jahr steigende Umsätze, ein Drittel plant in diesem Jahr Neueinstellungen und Neuinvestitionen.
Doch bei allem Lob gibt es auch viel Kritik: Die Schwachstellen Deutschlands sind für US-Investoren vor allem die Bürokratie und Überregulierung (35%) sowie der Fachkräftemangel (24%). Zum ersten Mal in der zehnjährigen Geschichte des Business Barometer bereiten auch stark steigende Energiekosten Sorgen (17%).
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