Amnesty: Historische Chance nutzen - Starken Waffenhandelsvertrag verabschieden
Amnesty: Historische Chance nutzen - Starken Waffenhandelsvertrag verabschieden
(pressrelations) -
- Umfrage: Drei Viertel der Deutschen unterstützen einen Vertrag zur Kontrolle von Rüstungslieferungen
- Am 18. März beginnt Vertragskonferenz in New York
BERLIN, 15. MÄRZ 2013 - Am Montag beginnt in New York eine UNO-Konferenz, die einen internationalen Waffenhandelsvertrag aushandeln soll. Amnesty International fordert einen Vertrag, der Rüstungslieferungen verbietet, die zu schweren Menschenrechtsverletzungen oder Kriegsverbrechen beitragen.
"Die Verhandlungen sind eine historische Chance. Der Vertrag kann dazu beitragen, endlich den internationalen Waffenhandel zu kontrollieren und so letztlich Menschenleben retten", sagt Verena Haan, die für Amnesty International die Verhandlungen vor Ort begleitet. "Jede Minute stirbt ein Mensch durch Waffengewalt. Wir dürfen wir uns nicht damit abfinden, dass es zwar internationale Regeln für den Handel mit Bananen, aber nicht für den Waffenhandel gibt."
"Auch die deutsche Delegation muss sich bei den Verhandlungen für einen wirksamen Vertrag einsetzen", so die Rüstungsexpertin von Amnesty in Deutschland. Im Vorfeld hatte das Auswärtige Amt erklärt, sich für eine solche Menschenrechtsklausel stark zu machen. "Sie hat dafür die breite Unterstützung in der Bevölkerung", so Haan. In einer von Amnesty in Auftrag gegebenen Umfrage von Infratest Dimap sprachen sich 74 Prozent der Befragten dafür aus, dass Deutschland einem Vertrag zustimmt, der Rüstungslieferungen in Länder verbietet, die für schwere Menschenrechtsverletzungen bekannt sind. In der gleichen Umfrage sagen zwei Drittel der Befragten: Die Überlegung der Bundesregierung, durch mehr Rüstungslieferungen für Stabilität in bestimmten Regionen zu sorgen, geht in die falsche Richtung.
"Die große Mehrheit der Deutschen steht zu Recht jeder Ausweitung von Rüstungslieferungen skeptisch gegenüber", so Haan. "Jeder Waffenexport muss auf seine menschenrechtlichen Auswirkungen geprüft werden. Die Bundesregierung muss dabei nicht auf einen internationalen Vertrag warten.
Deutschland sollte endlich eine gesetzliche Menschenrechtsklausel einführen und für mehr Transparenz bei Rüstungsexporten sorgen", so Haan.
Bei Nachfragen und Interviewwünschen wenden Sie sich bitte an die Pressestelle. Verena Haan steht ab 17. März für Interviews zum Verhandlungsverlauf in New York zur Verfügung. Die detaillierten Ergebnisse der repräsentativen Umfrage finden Sie im Anhang.
Kontakt:
AMNESTY INTERNATIONAL
Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.V.
Pressestelle. Zinnowitzer Straße 8. 10115 Berlin
T: +49 30 420248-306 . F: +49 30 420248-330 mailto:presse(at)amnesty.de
Unternehmensinformation / Kurzprofil:PresseKontakt / Agentur:AMNESTY INTERNATIONAL
Sektion der Bundesrepublik Deutschland e.V.
Pressestelle. Zinnowitzer Straße 8. 10115 Berlin
T: +49 30 420248-306 . F: +49 30 420248-330 mailto:presse(at)amnesty.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 15.03.2013 - 13:21 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 835347
Anzahl Zeichen: 2994
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und MedienresonanzanalysenDiese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
Amnesty: Historische Chance nutzen - Starken Waffenhandelsvertrag verabschieden"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Amnesty International (
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
hen Minen arbeiten schon Kinder ab sieben Jahren unter lebensgefährlichen Bedingungen, um Kobalt für Elektrogeräte abzubauen, die aus dem Verbraucheralltag nicht mehr wegzudenken sind. Globale Konzerne wie Apple oder Samsung können nicht sicherst ...
Amnesty International fordert Saudi-Arabien dazu auf, den Blogger Raif Badawi und seinen Rechtsanwalt Waleed Abu al-Khair sofort freizulassen. Mit der Protestaktion vor der saudi-arabischen Botschaft, genau ein Jahr nach der ersten Prügelstrafe fà ...
9. Marler Medienpreis Menschenrechte
Der 9. Marler Medienpreis Menschenrechte in der Kategorie Magazin/Inland geht an "FC Lampedusa, Fußballmärchen von der Elbe" (Sky Sport News), in der Kategorie Magazin/Ausland an "Weltspiegel ...