PresseKat - Europäische Agrarpolitik muss global gerecht sein

Europäische Agrarpolitik muss global gerecht sein

ID: 832849

Europäische Agrarpolitik muss global gerecht sein

(pressrelations) -
Berlin/Straßburg, 12.03.2013 Aktionstag vor dem EU-Parlament in Straßburg

Brot für die Welt appelliert an die Abgeordneten des Europäischen Parlaments, der Beschlussvorlage des EU-Agrarausschusses zur Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) nicht zuzustimmen. "In der jetzigen Vorlage fehlen entwicklungspolitische Aspekte vollständig", sagt Cornelia Füllkrug-Weitzel. Die Präsidentin von Brot für die Welt verweist darauf, dass der Agrarausschuss mit seinem Festhalten am Instrument der Exportsubventionen den Bauern in Entwicklungsländern schade. Es gelte jetzt zu entscheiden, ob Europa weiterhin massiv Agrarindustrie und Monokulturen fördern oder eine nachhaltig-bäuerliche und global verantwortliche Landwirtschaft unterstützen wolle.

Die EU-Parlamentarier stellen an diesem Mittwoch (13.3.) die Weichen nicht nur für die künftige innereuropäische EU-Agrarpolitik. Ihre Entscheidungen haben direkte Auswirkungen auf Hungerbekämpfung und ländliche Entwicklung weltweit. "Die Europäische Agrarpolitik darf den entwicklungspolitischen Anliegen der EU nicht zuwiderlaufen. Der EU-Vertrag verlangt ausdrücklich eine Berücksichtigung der entwicklungspolitischen Ziele bei allen europäischen Politikfeldern", so Füllkrug-Weitzel. "Hinter diese Position darf das Europaparlament nicht zurückfallen", sagt die Präsidentin des evangelischen Entwicklungswerks.

Brot für die Welt macht sich auch für ein Wirkungsmonitoring der EU-Agrarexporte und -importe stark. "Zu einer verantwortlichen Politik gehört es, die Auswirkungen der Agrarexporte zu beobachten und Produzenten aus den Entwicklungsländern anzuhören", sagt Stig Tanzmann, Agrarexperte von Brot für die Welt. Heute richteten auch nicht subventionierte Agrarexporte großen Schaden an, wie das Beispiel der Ausfuhr extrem günstiger Geflügelfleischreste zeige.

Bei einem Aktionstag vor dem EU-Parlament in Straßburg werden Brot für die Welt und weitere Organisationen heute ihrer Forderung nach einer nachhaltigen Agrarpolitik Ausdruck verleihen. Hierzu gehört auch die Ausgestaltung der Fruchtfolgeregelung. "Leguminosen müssen verbindlichen Eingang in die Fruchtfolge bekommen. Dann können die Sojaimporte aus Südamerika endlich reduziert werden und das Land kann wieder direkt der Ernährung der Bevölkerung dienen ", so Tanzmann.





Allein bei Geflügelfleisch beliefen sich die EU-Exporte nach Afrika 2012 auf weit über 400 000 Tonnen. Das sind über ein Drittel der gesamten Geflügelfleisch-Exporte der EU. Insbesondere in Nigeria steht die Geflügelproduktion wegen des aus Benin eingeschmuggelten Geflügelfleisches aus der EU kurz vor dem Kollaps.

Ansprechpartner in Straßburg:
Stig Tanzmann, Landwirtschaftsexperte von Brot für die Welt: 0174-1630393


Pressekontakt:
Renate Vacker, 030 65211 1833, renate.vacker(at)brot-fuer-die-welt.de

Unternehmensinformation / Kurzprofil:
PresseKontakt / Agentur:

Renate Vacker, 030 65211 1833, renate.vacker(at)brot-fuer-die-welt.de



drucken  als PDF  an Freund senden  Bundesfamilienministerin Schröder für Rechtsanspruch auf Rückkehr in Vollzeit Berliner Zeitung: Zum Familiengipfel:
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 12.03.2013 - 17:01 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 832849
Anzahl Zeichen: 3166

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 0 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Europäische Agrarpolitik muss global gerecht sein"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Brot für die Welt (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Weniger Klimaschutz bedeutet mehr Armut ...

Brot für die Welt kommentiert EU-Weißbuch zur Klimapolitik Die Vorstellung des EU-Weißbuchs zu den Klimaschutzzielen der EU bis 2030 kommentiert Cornelia Füllkrug-Weitzel, Präsidentin des evangelischen Hilfswerks Brot für die Welt: &quo ...

Saatgut muss frei zugänglich bleiben ...

Brot für die Welt wirbt bei Grüner Woche für traditionelle Sortenvielfalt Das evangelische Hilfswerk Brot für die Welt nimmt die Internationale Grüne Woche zum Anlass, auf die Zusammenhänge zwischen Welthunger und Saatgut hinzuweisen. Frei ...

Alle Meldungen von Brot für die Welt