(ots) -
Mittwoch, 13. Februar 2013, 9.05 Uhr
Volle Kanne - Service täglich
mit Ingo Nommsen
Gast im Studio: Schauspielerin Ursula Karven
Top-Thema: Unnötige Operationen
Einfach lecker: Bayrische Käsespätzle - Kochen mit Armin Roßmeier
PRAXIS täglich: Leistungssportler trotz Epilepsie
Kino: Berlinale-Blockbuster - Tipps von Filmkritiker Peter Twiehaus
Reportage: Mein letzter Tag als Bäckermeister
Mittwoch, 13. Februar 2013, 12.10 Uhr
drehscheibe Deutschland
Frauenmörder vor Gericht - Bekommt Dieter F. doppelt lebenslänglich?
Pferdefleisch-Skandal - Sind Verbraucher-Ängste berechtigt?
Massagesalons in Wohngebieten - Frankfurt fürchtet Bordell-Welle
Expedition Deutschland: Bremen - Leben in der Martinistraße
Mittwoch, 13. Februar 2013, 23.15 Uhr
auslandsjournal
mit Theo Koll
Verlorene Kindheit - Die Ukraine verhindert Adoptionen von Waisen
Fast 100 000 Kinder wachsen in der Ukraine ohne Eltern auf. Dennoch
legt die Regierung adoptionswilligen Familien Steine in den Weg.
"Wenn ein Kind adoptiert werden soll, dann versuchen die Waisenhäuser
die zukünftigen Eltern oft daran zu hindern. Sie verschieben Termine
auf morgen, auf übermorgen", sagt Alexey Sarazezki. Der Ukrainer hat
mit seiner Frau bereits sieben Pflegekinder - zusätzlich zu seinen
zwei eigenen. Die beiden wollen ukrainischen Waisenkindern helfen,
sie bieten den Kindern damit eine Zukunft. Unterstützt wird das
Ehepaar Sarazezki von dem Fußballverein Schachtjor Donezk. Der Club
setzt sich für Familien mit vielen Kindern ein und hat deshalb
Alexeys Familie ein Haus gestiftet. "Die Regierung zahlt hohe Summen
an die Heime für alle Waisen. Deswegen ist eine Adoption für die
Verwaltung eigentlich gar nicht vorteilhaft", weiß Alexey Sarazezki.
Die Politiker verhindern auch deshalb eine Änderung der
Adoptionsregelungen. Dennoch wäre eine Reform dringend nötig. Die
Ukraine hat als eines der wenigen Länder die Haager Konvention zur
Adoption noch nicht angenommen. Mit dem Abkommen soll Kinderhandel
unterbunden werden. Fachliche Standards wurden für internationale
Adoptionen festgelegt. Die Intransparenz der Regelungen in der
Ukraine erschwert die Adoption - zu Lasten vieler Kinder, die kein
Zuhause haben.
ZDF-Korrespondent Bernhard Lichte berichtet über ukrainische Politik
auf dem Rücken der Kinder.
Der Chronist des Todes - Die Gangs aus Washington D.C.
Curtis Mozie alias Cwebb lebt in einer dunklen Ecke von Washington
D.C. Kriminalität, Gangs und Gewalt beherrschen die Gegend. Seit 30
Jahren filmt der Chronist die Jugendlichen auf der Straße. Apple war
einer von ihnen. Seit dem fünften Lebensjahr wurde er von Mozie
gefilmt. Vor kurzem ist er gestorben. Auch Apples Bruder lebt nicht
mehr, die Beerdigung ist Teil des Films. Mit den Videos konnte Mozie
der Familie einen Film als Erinnerung zusammenstellen. Er hat
Dutzende solcher Filme gedreht - sie sollen ein Warnsignal sein. Seit
Jahren arbeitet Curtis Mozie auf der Straße und hilft sozial
schwachen Jugendlichen. Er begleitet sie auf ihrem Weg - oft bis zu
ihrem Tod. In Washington ist es leicht, an eine Waffe zu kommen, und
die Rivalität unter den Banden ist groß. Auch zwischen ihnen versucht
der Chronist zu vermitteln. Sein Appartement nennt er Safe House. In
der Sicherheitszone finden Treffen der verschiedenen Gangs statt - so
sollen die Rivalen miteinander ins Gespräch kommen.
Der Sozialarbeiter hat die Organisation Tale of the Tape ins Leben
gerufen. Der Name erinnert an das gelbe Absperrband, auf dem steht:
"Crime scene, do not cross". Das Band ist eine Art Synonym für
Gewaltverbrechen, Polizeieinsatz, Gefahrenzone. Mozies Tale of the
Tape erzählt von den Morden und den jungen Männern, die erschossen
wurden.
ZDF-Korrespondent Ulf-Jensen Röller über den Chronisten des Todes.
Weitere Themen:
Das Dreieck der Drogen - Drogenschmuggel in Südostasien
Abgehoben - als Buschpilotin im "außendienst" in Alaska
Rückfragen an die ZDF-Redaktion "auslandsjournal", Diana Zimmermann,
Tel.: 06131/ 70-12985 oder Markus Wenniges, Tel.: 06131/ 70- 12838.
Pressekontakt:
ZDF-Pressestelle
Telefon: +49-6131-70-12121
Telefon: +49-6131-70-12120