WESTERWELLE zu aktuellen politischen Themen
(pressrelations) - . Zu den aktuellen politischen Fragen des heutigen Tages erklÀrte der FDP-Fraktions- und Parteivorsitzende Guido WESTERWELLE vor Medienvertretern wörtlich:
Herr Mehdorn hat seine Verdienste, aber es ist auch ein Verdienst, dass er einen Neuanfang bei der Bahn nicht lĂ€nger im Wege steht. Gleichzeitig ist klar, mit dem RĂŒcktritt von Herrn Mehdorn ist die AffĂ€re nicht aufgeklĂ€rt, der Sumpf nicht trockengelegt, die AufklĂ€rungsarbeit muss weitergehen. Es ist keine Kleinigkeit, wenn systematisch ĂŒber Jahre hinweg Mitarbeiter auch gegen das Recht ausspioniert und bespitzelt wurden und dementsprechend werden wir unsere AufklĂ€rungsarbeit fortsetzen. Das sind wir unserer Verfassung schuldig, den BĂŒrgerinnen und BĂŒrgern, die hier bespitzelt wurden und es ist deshalb eine Zwischenetappe die hier stattgefunden hat, aber noch nicht das Ende. Denn es ist klar, dass die AufklĂ€rungsarbeit weitergehen muss. Herr Mehdorn hat groĂe Verdienste im Laufe auch seines Berufslebens, gerade auch bei der Bahn. Die werden auch bleiben, aber gleichzeitig ist auch klar, dass die Bahn einen Neuanfang brauchte und dieser Neuanfang wird jetzt möglich gemacht. Aber er kann nur erfolgreich sein, wenn auch die gesamte AffĂ€re des Datenmissbrauchs und des Datenbespitzelung aufgeklĂ€rt ist und wenn vor allen Dingen dann auch insgesamt dieser Sumpf trockengelegt wird. Die Arbeit geht weiter und ist nicht mit dem RĂŒcktritt beendet, denn es wĂ€re ein schwerer Fehler wenn man meint der Chef ist gegangen und die AffĂ€re wird nicht mehr aufgeklĂ€rt. Das wĂ€re ein Fehler , denn das sind wir auch den BeschĂ€ftigten der Bahn schuldig unter unserer Verfassung, dass diese Bespitzelung aufgeklĂ€rt wird damit die fĂŒr die Zukunft auch unterbunden werden kann.
Ich möchte noch etwas zu einem zweiten Bereich sagen - auch aus aktuellem Anlass. Am heutigen Tage ist bekannt geworden, dass die TĂŒrkei sich sehr klar gegen die Nominierung von Fogh Rasmussen, dem dĂ€nischen MinisterprĂ€sidenten fĂŒr das Amt des NATO-GeneralsekretĂ€rs ausgesprochen hat. Als BegrĂŒndung heiĂt es, Fogh Rasmussen als dĂ€nischer MinisterprĂ€sident habe beim Karrikaturenstreit sich auf die Seite der Pressefreiheit gestellt. Ich möchte hier klar sagen: Ein Mann, der sich als Politiker in DĂ€nemark auf die Seite der Pressefreiheit gestellt hat, disqualifiziert sich nicht fĂŒr das Amt des NATO-GeneralsekretĂ€rs sondern er qualifiziert sich geradezu, denn die NATO ist eine Wertegemeinschaft und nicht nur ein MilitĂ€rbĂŒndnis.
Auf Nachfrage:
Ich kann was das im Weiteren bedeutet, derzeit nicht abschÀtzen. Ich glaube, die Bahn wird erst Zukunft bekommen wenn alle Altlasten weg sind. Und damit meine ich nicht eine Person, sondern ich meine die AffÀre der Bespitzelung. Dieser Sumpf muss trockengelegt werden und das ist mindestens so entscheidend wie die Tatsache, dass Herr Mehdorn sehr respektvoll auch eine Entscheidung getroffen hat, den Weg freizumachen.
Auf Nachfrage:
Ich erwarte von der Bundesregierung, dass sie nach dem RĂŒcktritt von Herrn Mehdorn die Chance fĂŒr einen Neuanfang auch sucht, indem die AffĂ€re der Bespitzelung jetzt nicht unter den Teppich gekehrt wird, sondern aufgeklĂ€rt wird. Herr Mehdorn ist gegangen, das verdient Respekt. Er macht den Weg frei, aber die AffĂ€re ist damit noch nicht aufgeklĂ€rt. Und die Bahn wird erst wieder eine unumstrittene Zukunft haben, wenn der Sumpf der Bespitzelung trockengelegt wurde.
Das komplette Statement in KĂŒrze zum Anschauen auf www.youtube.de/fdp .
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