Expertenbarometer des GeschÀftsbereichs Automotive der Vertriebsberatung PETER SCHREIBER & PARTNER zeigt: Automobilindustrie-Zulieferer können sich nur schwer gegen Preisdruck wehren.
(firmenpresse) - Wie viel Prozent ihres ursprĂŒnglich angebotenen Preises fĂŒr Neuteile verlieren die Zulieferer bis zur Auftrags-vergabe? Das wollte der auf die Autozulieferer spezialisierte GeschĂ€ftsbereich Automotive der Management- und Vertriebsberatung Peter Schreiber & Partner, Ilsfeld bei Heilbronn, von Lieferanten der Automobilindustrie wissen. Deshalb fĂŒhrte er eine Experten-Barometer genannte Online-Befragung von Vertriebsverantwortlichen zu diesem Thema durch.
Das Experten-Barometer ergab: Fast die HĂ€lfte der Befragten rĂ€umte ein, die ursprĂŒnglichen Angebotspreise um bis zu 30 Prozent reduzieren zu mĂŒssen, um an neue AuftrĂ€ge zu kommen. Weitere 23 Prozent gaben an, bis zu 20 Prozent Nachlass zu gewĂ€hren. Die in jĂŒngster Zeit in Mode gekommenen âQuicksavingsâ sind hierbei noch nicht berĂŒcksichtigt. Hierbei handelt es sich um Einmalzahlungen, die von den Autoherstellern im Zusammenhang mit der Vergabe von NeuauftrĂ€gen von ihren Zulieferern gefordert werden â und die zusĂ€tzlich zu den ohnehin in LangfristvertrĂ€gen vereinbarten jĂ€hrlichen Preisreduzierungen geleistet werden sollen.
Laut Harald Schatz, Automotive-Experte bei PETER SCHREIBER & PARTNER, der fast 30 Jahre in der Branche tĂ€tig war, ergab eine zusĂ€tzliche persönliche Befragung von Managern in der Zulieferindustrie: Die ĂŒberwiegende Mehrheit der Zulieferer geht auf diese Forderungen ein â âaus Angst, AuftrĂ€ge zu verlierenâ.
Lediglich 17 Prozent der am Expertenbarometer teilnehmenden Vertriebsmanager betonten, ihre Angebotspreise ânurâ maximal zehn Prozent zu reduzieren. Dabei sind zehn Prozent Preis- beziehungsweise Margenverlust, so Schatz, ânicht nur gerade noch ertrĂ€glich, sondern auch âim Rahmenââ.
Erstaunt waren die Experten von PETER SCHREIBER & PARTNER darĂŒber, dass immerhin sechs Prozent der befragten Unternehmen bessere Abschluss-Preise erzielen als ursprĂŒnglich angeboten. Ăber die GrĂŒnde kann nur spekuliert werden. Am wahrscheinlichsten ist, dass zwischen Erstangebot und Auftragsvergabe zusĂ€tzliche technische und sonstige Anforderungen an das Produkt formuliert wurden. Am anderen Ende der Skala gaben jedoch vier Prozent der Befragungsteilnehmer an, zwischen 70 und 60 Prozent und weitere vier Prozent sogar nur weniger als 60 Prozent des Ursprungspreises zu erzielen.
Angesichts dieser Zahlen sowie der stetig steigenden Anforderungen der Autohersteller in den Bereichen Entwicklung, QualitĂ€t, Service und Globalisierung stellt sich laut Schatz die Frage: Wie sollen die Zulieferer diese Herausforderungen noch meistern? Er ist ĂŒberzeugt: Lieferanten, die schwerpunktmĂ€Ăig Teile fĂŒr Massenfahrzeuge produzieren â und keinen Ausgleich ĂŒber Produkte fĂŒr das Premiumsegment oder ihre PrĂ€senz in den WachstumsmĂ€rkten China, Indien, Russland, aber auch USA schaffen können â werden bald an ihre Grenzen stoĂen. âSie werden den Gang zum Amtsgericht letztlich nicht verhindern können â Ă€hnlich wie in der letzten schweren Autokrise 2008 und 2009.â Auch damals gingen zahlreiche, zum Teil namhafte Zulieferunternehmen Pleite. Und schon damals mussten die Fahrzeughersteller Milliarden Euro in Zulieferer pumpen, um deren Ăberleben und ihre Teileversorgung zu sichern.
Bleibt die Frage: Was haben die Marktpartner aus der damaligen Krise gelernt? Experte Schatz ist der Auffassung, dass eine Strategie der Nachhaltigkeit auf Seiten der Hersteller sowie etwas mehr Selbstbewusstsein der Zulieferer langfristig das Ăberleben beider Parteien sichern wĂŒrde.
Infos ĂŒber die Ergebnisse weiterer PS&P Experten-Barometer sowie diverser Studien der Hochschule Mannheim mit Peter Schreiber & Partner finden Interessierte auf den Webseiten www.schreiber-training.de und www.vertriebsberatung-automotive.de. Sie können auch direkt Peter Schreiber & Partner, Ilsfeld, kontaktieren (Tel.: +49/7062 9696-8, Email: zentrale(at)schreiber-training.de).
Die Management- und Vertriebsberatung PETER SCHREIBER & PARTNER unterstĂŒtzt Hersteller von InvestitionsgĂŒtern und Anbieter von industrienahen Dienstleistungen beim Formulieren sowie Umsetzen ihrer Vertriebs- und Marktbearbeitungsstrategie. AuĂerdem vermittelt es deren Mitarbeitern, die fĂŒr einen erfolgreichen Vertrieb erforderlichen FĂ€higkeiten. Inhaber des 1997 gegrĂŒndeten Unternehmens ist der Diplom-Betriebswirt (BA) Peter Schreiber, der auch das Buch âDas Beuteraster â 7 Strategien fĂŒr erfolgreiches Verkaufenâ (Orell FĂŒssli Verlag) schrieb.
Der GeschĂ€ftsbereich Automotive der Management- und Vertriebsberatung ist darauf spezialisiert, Automobil-Zulieferer beim Optimieren ihrer Vertriebsprozesse zu unterstĂŒtzen. AuĂerdem vermittelt er deren Vertriebsmitarbeitern das notwendige Know-how und Können. Die Arbeitsschwerpunkte des GeschĂ€ftsbereichs Automotive sind das Entwickeln und Optimieren der Vertriebsstrategien, das Key-Account-Management sowie das Verbessern der Preise, Margen und LiquiditĂ€t der Automobil-Zulieferer.
PETER SCHREIBER & PARTNER
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