Am kommenden Sonntag wird die Uhr wieder um eine Stunde vorgestellt. NetDoktor.de hat zu diesem Anlass seine Leser befragt. Das Ergebnis: Der Mehrheit macht die Umstellung zu schaffen. Chronobiologen wissen warum: Das Drehen an der Uhr greift tief in den Biorhythmus ein.
(firmenpresse) - München, 25.03.09 - Am 30.3. wird die Notrufnummer 112 bundesweit häufiger angewählt werden, als an einem gewöhnlichen Montag. Die Zahl der Herzinfarkte wird sich voraussichtlich um fünf Prozent erhöhen. Der Grund: Die Umstellung auf die Sommerzeit bedeutet physischen Stress. "Und der erhöht die Herzinfarktquote noch Wochen nach dem Wechsel von der Winter- zur Sommerzeit", erklärt Prof. Till Roenneberg vom Zentrum für Chronobiologie an der Universität München im Gespräch mit NetDoktor.de.
Einer aktuellen, nichtrepräsentativen NetDoktor.de-Umfrage zufolge spüren die meisten die Belastung deutlich: 58 Prozent der mehr als 3000 Teilnehmer gaben an, dass ihnen der Zeitsprung zu schaffen macht, deutlich weniger (38 Prozent) kommen gut damit klar, 4 Prozent wissen es nicht.
Besonders hart trifft die geraubte Stunde jene Menschen, die ohnehin dauernd gegen ihre innere Uhr leben müssen. "Der persönliche Biorhythmus wird nicht nur vom Tageslicht getaktet", erklärt Dr. med. Nina Buscheck, medizinische Redakteurin bei Netdoktor.de. "In jeder Körperzelle ticken Gene, die den Schlaf-Wach-Rhythmus regulieren und mitentscheiden, wann ein Mensch am Tag besonders kreativ oder körperlich leistungsfähig ist und wie schnell Stoffwechselprozesse und Herzfrequenz sind."
Für 80 Prozent der Bundesbürger aber beginnt der Tag schon zur natürlichen Winterzeit zu früh, ein Viertel von ihnen, die sogenannten Eulen, leidet sogar besonders stark unter dem "sozialen Jetlag" wie Chronobiologe Roenneberg das Phänomen getauft hat. Die gesundheitlichen Konsequenzen dieses Lebens gegen die eigene Natur sind noch längst nicht ausgelotet. Der Verdacht liegt aber nahe, sie könnten sich ähnlich schädlich auswirken, wie ein chronischer Schlafmangel. Der erhöht das Risiko für Übergewicht, Diabetes, Depressionen Herzinfarkt und womöglich Krebs.
Mehr zum Thema Zeitumstellung lesen Sie im aktuellen Netdoktor-Feature: "Die gestohlene Stunde": http://www.netdoktor.de/Magazin/Die-gestohlene-Stunde-10354.html
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