PresseKat - Bundesregierung legalisiert großzügige Überwachung am Arbeitsplatz

Bundesregierung legalisiert großzügige Überwachung am Arbeitsplatz

ID: 795789

Bundesregierung legalisiert großzügige Überwachung am Arbeitsplatz

(pressrelations) -
Stimmt der Bundestag den von der Koalition vorgelegten Änderungen am Entwurf für den Beschäftigtendatenschutz zu, wird das Recht auf Datenschutz für Arbeitgeber massiv ausgehöhlt, warnt die Piratenpartei Deutschland. Die Erlaubnis offener Videoüberwachung und die Einstufung illegaler Videoüberwachung als Ordnungswidrigkeit ist in dieser Sache laut den PIRATEN nur die Spitze des Eisbergs.

»Der Entwurf legalisiert die Datenschutzskandale der Vergangenheit. Arbeitgebern wird das Recht eingeräumt, Mitarbeiter-PCs zu durchsuchen, Arbeit in Callcentern großflächig zu überwachen und Arbeitsplätze großzügig zu filmen und die dabei gesammelten Daten als Kündigungsgrund zweitzuverwerten. Das Recht des Arbeitnehmers auf Datenschutz wird mit diesem Gesetz nicht festgeschrieben, sondern komplett ausgehöhlt. Dieses Arbeitnehmerüberwachungsgesetz gehört daher auf direktem Weg in den Schredder«, verurteilt Katharina Nocun, Landtagskandidatin der Piraten Niedersachsen, den Vorstoß der Bundesregierung.

Mit dem neuen Beschäftigtendatenschutzgesetz soll nicht nur die umfassende offene Überwachung der Beschäftigten am Arbeitsplatz erlaubt werden, sondern auch die besondere Schutzpflicht gegenüber den Arbeitnehmerdaten gelockert werden. So soll es laut Gesetzesentwurf erlaubt sein, Beschäftigtendaten durch Dienstleister oder Konzernteile im EU-Ausland verarbeiten zu dürfen - und damit auch in Staaten, deren Datenschutzstandards deutlich unter deutschem Niveau liegen.

Weiterhin werden die Persönlichkeitsrechte der Beschäftigten stark eingeschränkt. So sollen Persönlichkeitsprofile der Arbeitnehmer mit Angaben zur Sozialkompetenz genauso erlaubt werden wie Fragen zu laufenden Verfahren in Bewerbungsgesprächen oder Bluttests und ärztliche Untersuchungen vor Versetzungen. Auch Fragen zu Schwangerschaften und Behinderungen werden nicht ausdrücklich verboten. »Das neue Beschäftigtendatenschutzgesetz verstieße nicht nur gegen die rechtsstaatliche Unschuldsvermutung, sondern würde Diskriminierung Tür und Tor öffnen«, so Nocun weiter.





Bereits der erste Entwurf war von Datenschützern und Arbeitnehmervertretern massiv kritisiert worden


Piratenpartei Deutschland
Pflugstraße 9a
10115 Berlin
Deutschland

Telefon: +49 30 27572040
Telefax: +49 30 609897-517

Mail: bgs_anfragen(at)piratenpartei.de
URL: http://www.piratenpartei.de

Unternehmensinformation / Kurzprofil:
PresseKontakt / Agentur:

Piratenpartei Deutschland
Pflugstraße 9a
10115 Berlin
Deutschland

Telefon: +49 30 27572040
Telefax: +49 30 609897-517

Mail: bgs_anfragen(at)piratenpartei.de
URL: http://www.piratenpartei.de



drucken  als PDF  an Freund senden  Deutschlands bekanntester Vegankoch Attila Hildmann kommt nach Wiesbaden Gesetzentwurf zum Beschäftigtendatenschutz legalisiert Überwachung
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 14.01.2013 - 16:21 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 795789
Anzahl Zeichen: 2752

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 0 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Bundesregierung legalisiert großzügige Überwachung am Arbeitsplatz"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Piratenpartei Deutschland (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).


Alle Meldungen von Piratenpartei Deutschland