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Mit Abstand sicher - DFS stellt Mobilitätsbericht 2008 vor

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Mit Abstand sicher - DFS stellt Mobilitätsbericht 2008 vor

(pressrelations) - dem Motto "Mit Abstand sicher" stellte die DFS Deutsche Flugsicherung GmbH in einer Pressekonferenz am heutigen Montag ihren Mobilitätsbericht 2008 vor. 3,15 Millionen Flüge führten die Fluglotsen durch den deutschen Luftraum und sorgten dabei für einen ausreichenden Sicherheitsabstand. Vier sogenannte Luftfahrzeugannäherungen zählte die unabhängige Expertenkommission APEG (Aircraft Proximity Evaluation Group), von denen sie eine der Kategorie A (unmittelbare Kollisionsgefahr – Vorjahr 3) und drei der Kategorie B (Sicherheit nicht gewährleistet – Vorjahr 3) zuordnete. Ein B-Fall wurde durch die Flugsicherung verursacht (Vorjahr 3 B-Fälle). "Vier Vorfälle bei mehr als drei Millionen Flugbewegungen – das ist ein wirklich sehr, sehr guter Wert", lobte DFS-Chef Dieter Kaden die DFS-Mitarbeiter. In diesem Zusammenhang würdigte er auch das bewährte Qualitätsmanagement der DFS. Jede Abweichung von den bewusst groß gewählten Sicherheitsabständen, seien sie auch noch so gering, werden erfasst und systematisch untersucht. 350 solcher Staffelungsunterschreitungen wurden registriert, von denen 262 von der DFS verursacht wurden. Diese Zahl ist in den vergangenen Jahren um ein Viertel gestiegen, was nicht daran liegt, dass der Luftraum etwa unsicherer geworden ist, sondern daran, dass die elektronische Messgenauigkeit in den vergangenen Jahren erheblich verbessert werden konnte. Selbst eine Abweichung von 0,1 Seemeilen wird von den empfindlichen Sensoren erfasst.

Auch die Qualität der Bodenkontrolle wird ständig überprüft. Runway Incursions werden die Fälle genannt, wenn sich zum Beispiel ein Flugzeug im Landeanflug befindet und ein anderes Flugzeug oder ein Follow-me-Fahrzeug versehentlich auf die Landebahn rollt.

103 solcher Vorfälle wurden an deutschen Flughäfen gezählt. Einen davon stufte die APEG in die Kategorie B ein. Insgesamt 15 Vorfälle wurden von der DFS verursacht.

Die allgemeine Finanz- und Wirtschaftskrise macht sich auch im Luftverkehr bemerkbar, am deutlichsten an der Luftfracht. "Sie gilt als Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung", so Kaden, "und dieser Frühindikator zeigt seit einem Dreivierteljahr nach unten." 22,6 Prozent lag das weltweite Frachtaufkommen im Monat Dezember 2008 unter dem Vorjahreswert, im Januar 2009 sogar 23,2 Prozent. Ähnlich, aber nicht ganz so dramatisch war die Entwicklung im Passagierverkehr. Seit September gingen die Zahlen weltweit um rund fünf Prozent zurück.





Bei den Flugbewegungen war 2008 insgesamt noch ein Zuwachs von 1,1 Prozent gegenüber 2007 zu verzeichnen, seit Oktober jedoch ist ein Rückgang der Flüge im deutschen Luftraum zu beobachten. Dieser Trend setzte sich in diesem Jahr fort, um 10 Prozent ist die Zahl der Flugbewegungen in den ersten zehn Wochen gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die europäische Flugsicherungsorganisation Eurocontrol rechnet erst 2011 mit einer Erholung der wirtschaftlichen Lage im Luftverkehr.

Auch an den deutschen Verkehrsflughäfen fiel der Zuwachs im vergangenen Jahr nur noch gering aus. 2,16 Millionen Instrumentenflüge starteten und landeten an den internationalen Verkehrsflughäfen in Deutschland, eine Zunahme von 0,2 Prozent gegenüber 2007. Um sechs Prozent stieg der Verkehr an den Regionalflughäfen. Insgesamt 212 Tausend Instrumentenflüge wurden hier gezählt.

Trotz aller Hiobsbotschaften zur wirtschaftlichen Lage hielt der DFS-Chef dennoch drei positive Nachrichten bereit. Der deutsche Luftraum ist nicht nur sicher, sondern auch pünktlich. 93,6 Prozent aller Flüge erreichten ihr Ziel ohne flugsicherungsbedingte Verspätungen. Eine hervorragende Leistung im internationalen Vergleich. Auch für die Umwelt gab es Positives zu berichten. Die DFS tut alles, um Umwege zu vermeiden, 95 Prozent aller Flüge erreichen ihr Ziel auf direktem Wege und ohne Warteschleifen. Das spart Kerosin und reduziert die Schadstoffemissionen. Nicht nur für Treibstoffersparnis sorgt ein Anflugverfahren, das mittlerweile an drei Flughäfen, Frankfurt, Köln-Bonn und München, in der Nacht angewendet wird, es erzeugt auch weniger Lärm. Es handelt sich um den sogenannten Continuous Descent Approach (CDA), bei dem das Flugzeug kontinuierlich sinkt bis es vom Instrumentenlandesystem erfasst und zur Landebahn geleitet wird. Dabei können die Triebwerke nahezu in Leerlaufstellung gebracht werden, was sowohl Treibstoffverbrauch als auch den Lärm reduziert. Allerdings kann das Verfahren nur in verkehrsarmen Zeiten, also hauptsächlich nachts, angewendet werden, da die Flugzeuge bei diesem Verfahren nicht so eng gestaffelt werden wie beim konventionellen Anflug.

Die dritte positive Nachricht richtet sich an alle Abiturienten. Trotz sinkender Verkehrszahlen bildet die DFS nach wie vor rund 100 Fluglotsen jährlich aus. "Jungen Menschen bieten wir einen interessanten und sicheren Job", so Kaden, "die DFS ist ein attraktiver Arbeitgeber. Wir wollen den Flugverkehr auch in Zukunft so kontrollieren, wie wir das in der Vergangenheit getan haben - mit Abstand sicher!"


Weitere Informationen finden Sie unter: www.dfs.de

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Datum: 23.03.2009 - 14:03 Uhr
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