Krieg im Verborgenen
Krieg im Verborgenen
(pressrelations) -
- WWF-Report: Paramilitärische Wilderer bedrohen nationale Sicherheit und Stabilität.
- 19 getötete Ranger und 10.000 gewilderte Elefanten.
Berlin / New York City - Einem am Mittwoch in New York veröffentlichten WWF-Report zufolge, bedroht der dramatische Anstieg der Wilderei auf Elefanten und Nashörner die Stabilität und Sicherheit afrikanischer Staaten. Durch marodierende Reiterhorden oder paramilitärisch anmutende Kampftruppen würden längst nicht nur Tiere, sondern auch Menschenleben gefährdet. "Es tobt, vor der Weltöffentlichkeit weitgehend verborgen, ein kriegerischer Konflikt. International gut vernetzte Syndikate kontrollieren den illegalen Handel. Gewinne werden für die Finanzierung von bewaffneten Auseinandersetzungen und terroristischer Aktivitäten verwendet", warnt Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland. Dementsprechend sei es dringend geboten Wilderei-Bekämpfung als prioritäres Ziel der Vereinten Nationen zu behandeln. Die UN müsse das Problem so ernst nehmen wie den Handel mit Drogen und Menschen und nicht länger "nur" im Ausschuss II für Wirtschafts- und Finanzthemen behandeln.
Dem WWF zufolge seien auch Leben und Gesundheit der Menschen vor Ort gefährdet, wenn die Savannen und Regenwälder leergewildert würden. Einige transnationale Regionen wie im Norden des Kongowaldblocks würden destabilisiert. Dem WWF zufolge fallen derzeit wieder bewaffnete Reiter mit Pferden und Kamelen in Zentralafrika ein. Ebenso seien paramilitärische Kampfeinheiten gesichtet worden. Die Regierung von Kamerun hat inzwischen das Militär in Alarmbereitschaft versetzt.
"Die Wilderei auf Elefanten und Nashörner hat in den vergangenen fünf Jahren bedrohlich zugenommen", so Homes. Es seien längst sicher geglaubte Naturschutzerfolge der vergangenen Jahrzehnte in Gefahr. Der WWF-Mann macht dafür vor allem die gestiegene Nachfrage in den Abnehmerländern Ost- und Südostasiens verantwortlich. Nach aktuellem Stand sind seit Anfang 2012 weit über 10.000 Elefanten aus den Wäldern und Savannen Afrikas verschwunden und allein im südlichen Afrika wurden im ablaufenden Jahr pro Tag rund zwei Nashörner erlegt. Zum Vergleich: 2007 war es gerade einmal ein gewildertes Nashorn pro Monat. Die Methoden der Wilderer würden auch für Menschen immer bedrohlicher. Allein im ersten Halbjahr 2012 sind in Afrika laut der International Ranger Federation 19 Ranger gewaltsam ums Leben gekommen.
Der von WWF in Auftrag gegebene Bericht Fighting illicit wildlife trafficking: A consultation with governments wird am Mittwoch im Rahmen eines Briefing in der deutschen UN-Botschaft in New York Diplomaten und Regierungsvertretern aus aller Welt vorgestellt.
Bildunterschrift: Allein 2012 fielen bislang über 10.000 Elefanten und 588 Nashörner der Wilderei zum Opfer. © naturepl.com, John Downer / WWF.
KONTAKT
Presseanfragen:
Roland Gramling
Pressestelle
WWF Deutschland
Tel.: 030-311 777 425
Interviews vor Ort in New York:
Volker Homes
Leiter Artenschutz WWF Deutschland
Mobil: 0151-18 85 4939
Bildanfragen:
Andreas Eistert
Bildredaktion WWF Deutschland
Tel.: 030-311 777 775
Unternehmensinformation / Kurzprofil:PresseKontakt / Agentur:KONTAKT
Presseanfragen:
Roland Gramling
Pressestelle
WWF Deutschland
Tel.: 030-311 777 425
Interviews vor Ort in New York:
Volker Homes
Leiter Artenschutz WWF Deutschland
Mobil: 0151-18 85 4939
Bildanfragen:
Andreas Eistert
Bildredaktion WWF Deutschland
Tel.: 030-311 777 775
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 12.12.2012 - 10:51 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 781708
Anzahl Zeichen: 3475
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und MedienresonanzanalysenDiese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Verbände fordern Umweltminister zum Handeln auf
In einem gemeinsamen Brief haben die vier Verbände WWF, BUND Naturschutz, Gesellschaft zum Schutz der Wölfe und Landesbund für Vogelschutz den bayerischen Umweltminister Dr. Marcel Huber aufgef ...
BREMERHAVEN, 16. Juli 2013 - Mit dem heutigen Scheitern der CCAMLR-Konferenz wurde eine entscheidende Chance für den Meeresschutz rund um die Antarktis verpasst. Die "Kommission zur Erhaltung lebender Meeresschätze in der Antarktis" (C ...
WWF, NABU und BUND: Verfahrensverzögerungen sind der Preis für die Geringschätzung von Umweltbelangen
Das Bundesverwaltungsgericht (BVerwG) hat heute den Ausbau der Weser vorerst gestoppt und grundsätzliche Fragen zum Gewässerschutz dem Eur ...