Von Ljubljana nach Istanbul in nur 37 Stunden
(pressrelations) - Bahnen testen schnelle Güterverkehrsverbindung zwischen Europa und Asien
Mehdorn: Umweltfreundlicher und schneller als der Lkw
Ljubljana/Berlin, 16. März 2009 - In nur noch 37 statt bisher rund 60 Stunden soll ein Test-Containerzug von Europa nach Asien fahren. Am Montag verließ der Zug Ljubljana in Richtung Istanbul. An dem wichtigen Projekt sind die Staatsbahnen von Slowenien (SZ), Kroatien (HZ). Serbien (ZS), Bulgarien (BDZ) und der Türkei (TCDD) beteiligt. Mitarbeiter des DB-Konzerns haben als Berater und Moderator unterstützt. Der DB Vorstandsvorsitzende Hartmut Mehdorn betonte in Berlin die Bedeutung des Südostkorridors für den europäischen Schienengüterverkehr: „Dieses Projekt zeigt, was wir erreichen können, wenn die Bahnen an einem Strang ziehen. So erreichen wir für die umweltfreundliche Schiene auf den großen europäischen Korridoren Fahrzeiten, die kein Lkw unterbieten kann. Jede Verbesserung einer Strecke stärkt das gesamte Netzwerk, so dass alle Bahnen profitieren.“ Wegen seiner politischen Bedeutung hat das Business Advisory Council, die Nachfolgeorganisation des Balkan Stabilitätspaktes, dieses Eisenbahnprojekt initiiert und gefördert.
Die größten Zeitgewinne werden durch eine engere Kooperation der fünf Bahnen, straffere Zollprozesse und durch den Einsatz einer Doppeltraktion aus einer Mehrstrom- sowie einer Diesellok von MRCE Dispolok erzielt. Damit werden an den nicht elektrifizierten Abschnitten zeitaufwändige Lokomotivenwechsel unnötig. Die Strecke ist 1.577 Kilometer lang und führt über zwei unterschiedliche Stromsysteme, noch nicht elektrifizierte und eingleisige Abschnitte. Durch bauliche und betriebliche Verbesserungen soll die Fahrzeit bis zum Jahr 2014 auf 25 Stunden reduziert werden. Dann wäre der Zug doppelt so schnell wie ein Lkw, der zwischen Slowenien und der Türkei bis zu 57 Stunden unterwegs ist.
Hinweis für Fotoredaktionen:
Ein Foto des Asia-Europa-Express ist in der Datenbank www.bahnimbild.de in der Rubrik „Aktuelles“ ab 13 Uhr verfügbar.
Bernd Weiler
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