PresseKat - Elke Ferner: Frauen und Familien brauchen weder Herd- noch Putzprämie

Elke Ferner: Frauen und Familien brauchen weder Herd- noch Putzprämie

ID: 773518

Elke Ferner: Frauen und Familien brauchen weder Herd- noch Putzprämie

(pressrelations) -
Der Deutsche Bundestag hat heute in einer Aktuellen Stunde auf Verlangen der SPD über das Thema "Unterschiedliche Auffassungen innerhalb der Koalitionsfraktionen über ihre Pläne zur Einführung von Gutscheinen für Haushaltshilfen" debattiert. Hierzu erklärt die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF), Elke Ferner, MdB:

Das unsinnigste Gesetz des Jahres, die Einführung einer Herdprämie mit Namen Betreuungsgeld, ist gerade verabschiedet, da wollen CDU/CSU noch eins drauflegen: Eine Putzprämie mit 6 Euro Zuschuss pro Stunde und maximal 90 Euro im Monat für die Finanzierung einer Haushaltshilfe.

Das ist an Absurdität nicht mehr zu überbieten: Erst werden durch die Herdprämie Steuer-Milliarden ausgegeben, um Frauen von der Erwerbsarbeit fernzuhalten, und dann sollen sie mit Unterstützung einer Putzprämie wieder ins Erwerbsleben zurückgeholt werden.

Frauen und Familien benötigen aber weder eine Herd- noch eine Putzprämie. Sie brauchen vielmehr ausreichend Kitaplätze, Ganztagsschulen und eine familienfreundlichere Arbeitswelt.

So richtig es ist, darüber zu diskutieren, wie wir haushaltsnahe Dienstleistungen aus der Schwarzarbeit herausholen und sozial absichern können, so falsch ist dieser kurzsichtige Vorschlag einer Putzprämie. Denn 6 Euro Zuschuss bringen diejenigen, die Unterstützung in der Alltagsbewältigung brauchen, nicht weiter.
Nötig sind Regelungen, bei denen sich alle, die Unterstützung brauchen, diese auch leisten können - ohne selbst eine Arbeitgeberfunktion übernehmen zu müssen.

Die Putzprämie macht einmal mehr deutlich: Sinnvolle Familienpolitik ist von der schwarz-gelben Bundesregierung nicht zu erwarten. Stattdessen blinder Aktionismus und im Hinblick auf die Bundestagswahl verzweifelte Wahlgeschenkangebote vor allem für Besserverdienende.

Peinlicher Tiefpunkt dieser Farce auch heute in der Debatte: In der Aktuellen Stunde des Bundestages duckt sich die Unionsfraktion weg und lässt nur eine Abgeordnete zum Thema überhaupt ans Rednerpult!





Traurig, aber wahr: Für CDU/CSU sind auch im 21. Jahrhundert noch immer die Frauen für Kinder, Herd und Putzen zuständig. Moderne Familien- und Frauenpolitik sieht anders aus.


SPD Bundesgeschäftsstelle
Wilhelmstraße 141
10963 Berlin

Telefon: 030 25991 0
Telefax: 030 28090-507

URL: http://www.spd.de

Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  an Freund senden  FREIE WÄHLER sehen beim sozialen Wohnungsbau Bund und Länder in der Pflicht SPD und Grüne unterstützen Bankenrettung und Kürzungspolitik
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 29.11.2012 - 15:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 773518
Anzahl Zeichen: 2721

pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen


Diese Pressemitteilung wurde bisher 0 mal aufgerufen.

Effiziente Abrechnung im Gesundheitswesen ...

In kaum einem anderen Bereich ist Geld so sensibel verteilt wie im Gesundheitswesen. Wie sorgfältig abgerechnet wird, hat einen direkten Einfluss darauf, ob Leistungen vollständig refinanziert werden und ob eine Einrichtung ihre Personalstruktur ha ...

Effiziente Abrechnung im Gesundheitswesen ...

In kaum einem anderen Bereich ist Geld so sensibel verteilt wie im Gesundheitswesen. Wie sorgfältig abgerechnet wird, hat einen direkten Einfluss darauf, ob Leistungen vollständig refinanziert werden und ob eine Einrichtung ihre Personalstruktur ha ...