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Rund 2,6 Millionen Deutsche haben Dauerschnupfen: Nasensprays oder Antibiotika oft ohne Wirkung / November Themenmonat HNO und Augenheilkunde bei Asklepios Kliniken

ID: 750959

(ots) -
Die kalte und nasse Jahreszeit zieht herauf und mit ihr die
ErkÀltungskrankheiten. Aber was, wenn die Nase gar nicht mehr aufhört
zu laufen? Wenn die Augen trÀnen und keine Besserung eintritt? Wie
kann man vorbeugen - und welche modernen Behandlungsverfahren sind
heute verfĂŒgbar? Fragen, die von Spezialisten im Rahmen der
Vortragsveranstaltungen "Hanseatische Nachtvorlesungen" der Hamburger
Asklepios Kliniken zum Thema HNO und Augenheilkunde im November
beantworten. Die fĂŒnf VortrĂ€ge - jeweils donnerstags - sind fĂŒr die
Teilnehmer kostenfrei. ZusĂ€tzlich bietet Asklepios ĂŒber das Internet
kostenlos rund 300 Videos mit Experteninterviews aus fast allen
medizinischen Gebieten an. Zu finden im YouTube-Kanal von Asklepios
und auf der Asklepios Internetseite.

Dauerschnupfen

Wer an Dauerschnupfen leidet, ist das ganze Jahr ĂŒber immer wieder
- aber mindestens ĂŒber zwei Jahre lang jeweils mindestens acht Wochen
lang - erkÀltet. Rund 2,6 Millionen Menschen leiden in Deutschland an
so einem Dauerschnupfen, in der Fachsprache chronische Rhinosinusitis
genannt.

Professor Dr. Jens Meyer, Chefarzt der Abteilung fĂŒr
Hals-Nasen-Ohrenkunde der Asklepios Klinik St. Georg: "Es ist
wichtig, festzustellen, ob eine chronische NasennebenhöhlenentzĂŒndung
durch allergische Reaktionen, wie z.B. gegen Hausstaubmilben, Tiere,
Schimmelpilze ausgelöst wird oder ob es sich um eine nichtallergische
DauererkÀltung handelt: Diese wird durch unterschiedliche Faktoren
wie WÀrme, KÀlte oder Reizstoffe in der Luft ausgelöst."

NasenspĂŒlungen, Antibiotika und Nasensprays oft ohne Wirkung

Patienten mit Dauerschnupfen haben stÀndig geschwollene
SchleimhÀute in den Nasennebenhöhlen, die zu einer
Nasenatmungsbehinderung und schlechten BelĂŒftung des
Nasenrachenraumes fĂŒhren. Professor Meyer: "Um die Beschwerden, die




daraus entstehen, z.B. starke Kopfschmerzen, heftiger Ohrendruck,
eine stÀndig laufende - oder auch ganz trockene - Nase erfolgreich
und auf Dauer zu stoppen, mĂŒssen die Nasennebenhöhlen wieder frei
werden." Weil NasenspĂŒlungen, Antibiotika und Nasensprays oft ohne
Wirkung bleiben, sind pro Jahr rund 60.000 Patienten in Deutschland
auf eine Operation angewiesen, Tendenz steigend. Professor Meyer:
"Sind konservative Therapien ausgeschöpft und zeigt die
Computertomographie eine chronische Sinusitis, wird ein operativer
Eingriff unumgĂ€nglich. GrundsĂ€tzlich fĂŒhren wir alle Eingriffe stets
so minimalinvasiv wie möglich durch, damit die Nasenfunktionen wie
z.B. Riechen, Reinigen, Befeuchten erhalten bleiben."

Heiserkeit - Sogar Liebeskummer kann die Ursache sein

Manchmal ist eine einfache ErkÀltung schuld oder auch nur der
Jubel ĂŒber den siegreichen Lieblingsverein auf dem Fußballplatz:
Heiserkeit kann viele Ursachen haben und verschwindet meist nach ein
paar Tagen. "Wenn die Beschwerden nach 14 Tagen immer noch nicht
vorbei sind, sollte ein Facharzt besucht werden", rÀt Professor Dr.
Jens Meyer. "Je frĂŒher die Diagnose gestellt wird, desto besser die
Chancen, eine mögliche, ernstere Erkrankung vollstÀndig zu heilen."
In den meisten FĂ€llen, so betont Professor Meyer, gibt es keinen
Grund zur Sorge. Selbst VerĂ€nderungen an den StimmbĂ€ndern mĂŒssen
nicht bösartig sein, sondern können auch durch stÀndige Belastungen
entstehen. "Wer zum Beispiel viele VortrÀge halten muss und sich beim
Sprechen leicht verkrampft, kann heiser werden", sagt Meyer. "Auch
SÀnger sind mitunter betroffen." Völlig unnötig aber sei die Sorge
vor einer Ă€rztlichen Untersuchung. "Angst vor WĂŒrgereiz war frĂŒher.
LĂ€ngst gibt es kleinste Endoskope, mit denen untersucht werden kann",
erklÀrt er. "Und wenn nötig, gibt es eine örtliche BetÀubung."

Auch wenn Heiserkeit im schlimsten Fall ein Symptom fĂŒr eine
KehlkopfentzĂŒndung oder Kehlkopfkrebs sein kann: "Nach wie vor
ĂŒberwiegt die Zahl der Patienten, deren Halserkrankung gutartig ist,"
betont Professor Meyer. "Nicht vergessen werden dĂŒrfen dabei auch
Symptome, die durch psychischen Stress ausgelöst werden. Sogar
Liebeskummer kann heiser machen." FĂŒr solche, aus medizinischer Sicht
harmlosen FÀlle, rÀt Meyer. "Am besten schweigen! Stimmruhe ist der
Gips des Kehlkopfes!" ZusÀtzlich könne eine "KehlkopfdiÀt" zur
raschen Heilung beitragen. "Das bedeutet: Der Patient sollte nicht
rauchen oder Alkohol trinken und auch möglichst nichts Scharfes oder
zu Heißes essen oder trinken."

Trotz Brille und Laser - wenn das Sehen schlechter wird

Gut sehen - fĂŒr die meisten Menschen kein Problem. Wenn nötig,
hilft die Brille oder eine Laserbehandlung, um problemlos den Alltag
zu meistern. Erst wenn bisher ungewohnte Beschwerden auftauchen, wird
der Gang zum Augenarzt zum Thema. Doch die Sorglosigkeit kann
gefÀhrlich werden. "So lange die Sehkraft nicht eingeschrÀnkt ist
oder andere konkrete Beschwerden auftreten, sehen die meisten keinen
Anlass, sich untersuchen zu lassen," sagt Privatdozent Dr. Ulrich
Schaudig, Chefarzt der Abteilung Augenheilkunde in der Hamburger
Asklepios Klinik Barmbek. Doch spÀtestens vom 40. Lebensjahr an sei
eine Kontrolle ratsam.

Zu den gefÀhrlichen Augenerkrankungen gehört die Altersbedingte
Makuladegeneration (AMD), die meist erst nach dem 50. Lebensjahr
auftritt. "Dabei wird die Netzhaut im hinteren Bereich des Auges
angegriffen, und sowohl das Lesen als auch Erkennen von anderen
Menschen wird immer schwieriger", erklÀrt Dr. Schaudig. Etwa vier
Millionen Menschen seien davon in Deutschland betroffen. Die
Krankheit, die sowohl als "trockene AMD" als auch in Form der
"feuchten AMD" auftrete, sei die hĂ€ufigste Ursache fĂŒr Erblindung.
Auch bei der AMD sei es bei rechtzeitiger Erkennung möglich, die
Krankheit zu verlangsamen oder gar zu stoppen. Besondere
Risikofaktoren sind nach Erkenntnissen der Ärzte sowohl das Rauchen
als auch genetische Faktoren. Aber auch die ErnÀhrung scheint ebenso
eine Rolle zu spielen wie Bluthochdruck.

WÀhrend normale altersbedingte VerÀnderungen wie der graue Star
(TrĂŒbung der Augenlinse) meist problemlos zu korrigieren sind,
bereitet die Behandlung des grĂŒnen Stars (Glaukom) mehr Probleme. Die
Erkrankung, die mit einer SchÀdigung des Sehnerves einhergeht, meist
aufgrund erhöhten Augeninnendrucks, kann zur Erblindung fĂŒhren.
Jedoch leidet jeder dritte oder vierte Patient auch bei normalen
Augendruckwerten an einem Glaukom. Deshalb reiche fĂŒr die Diagnostik
die Messung des Augendrucks nicht aus. Vielmehr sei es notwendig,
auch den sogenannten Sehnervenkopf zu untersuchen. "FrĂŒhzeitig
erkannt, kann eine Verschlechterung der Sehkraft verhindert werden",
so Dr. Schaudig.

Grauer und GrĂŒner Star in einer OP

Ein Spezialist fĂŒr die Operationen von grauem und grĂŒnem Star ist
Dr. Detlef Rose, Chefarzt der Augenklinik in der Asklepios Klinik
Altona. Patienten, die unter beiden Krankheiten gleichzeitig leiden,
können in der Abteilung von Dr. Rose in einer einzelnen OP-Sitzung
therapiert werden. Die spezielle Operationsmethode basiert auf
langjÀhrigen Erfahrungen des Operateurs. Zum VerstÀndnis der
Operationsmethode wird er in seinem Vortrag insbesondere ĂŒber die
Anatomie des Auges sprechen und darĂŒber, wie das Auge eigentlich
Druck aufbaut. Wechselnde AugeninnendrĂŒcke entstehen immer dann, wenn
die Produktion oder der Abfluss von Augen-"Wasser" gestört ist,
erlÀutert der Mediziner: "Der Augeninnendruck muss immer konstant
gehalten werden. GerÀt dieses Gleichgewicht aus der Balance, droht
die Erkrankung der Augen."

Schöne Augen kosmetische-, Àsthetische- und rekonstruktive
Chirurgie

Ob glĂŒcklich oder traurig, verliebt oder einsam - nichts sagt mehr
ĂŒber die Verfassung eines Menschen aus als seine Augen. "Jeder von
uns bekommt frĂŒher oder spĂ€ter mit Falten, Schlupflidern oder
TrÀnensÀcken zu tun", sagt Privatdozent Dr. Ulrich Schaudig: "Kein
Wunder, dass der Wunsch, schöne Augen zu haben, sehr weit verbreitet
ist. Dann hÀngt es vom sozialen Umfeld und der eigenen Einstellung
ab, ob man die Augenpartie mit chirurgischer Hilfe korrigieren
lÀsst." Einer der hÀufigsten Eingriffe ist die Augenlidkorrektur.
"Beim Augenlid machen sich Alterserscheinungen zunÀchst bemerkbar",
so Dr. Schaudig. "Am Anfang sollte immer das ausfĂŒhrliche GesprĂ€ch
mit dem Facharzt stehen", stellt Dr. Schaudig klar. "Dabei muss
zunĂ€chst sorgfĂ€ltig die Indikation - also der Grund fĂŒr den möglichen
Korrekturwunsch - festgestellt werden", sagt Dr. Schaudig. "Auch muss
der Patient ausgiebig ĂŒber die Risiken aufgeklĂ€rt werden."
Lidkorrekturen gehören zudem in fachlich versierte HĂ€nde, schließlich
geht es um millimetergenaues Operieren.

Themen der Patientenveranstaltungen "Hanseatische Nachtvorlesung"
(kostenfrei):

- "Schöne Augen - Kosmetische, Ästhetische und Rekonstruktive
Chirurgie",
- 1. November 2012, Asklepios Klinik Barmbek (EG, Seminarraum 1
und 2 ), 18.30 Uhr, Dozent: Priv.-Doz. Dr. Ulrich Schaudig.
- "Dauerschnupfen" - 8. November 2012, Asklepios Klinik St. Georg
(Haus B, Hörsaal), 18.30 Uhr, Dozent: Priv.-Doz. Dr. Jens E.
Meyer.
- "Trotz Brille und Laser - wenn das Sehen schlechter
wird...." - 15. November 2012, Asklepios Klinik Barmbek (EG,
Seminarraum 1 und 2 ), 18.30 Uhr, Dozent: Priv.-Doz. Dr. Ulrich
Schaudig.
- "Heiserkeit, Schluckbeschwerden, Halsschwellung" - 22. November
2012, Asklepios Klinik St. Georg (Haus B, Hörsaal), 18.30 Uhr,
Dozent: Priv.-Doz. Dr. Jens E. Meyer.
- "Grauer und GrĂŒner Star in einer OP" - 29. November 2012,
Asklepios Klinik Altona (H2. OG, Hörsaal), 18.30 Uhr, Dozent: Dr.
Detlef Rose.

Auswahl Asklepios Internetvideos auf Youtube
(www.youtube.com/asklepioskliniken) und auf der Asklepios Homepage
(http://www.asklepios.com/videos):

1. Moderne Therapien der Augenheilkunde
2. Makuladegeneration
3. Kopf- und Sehstörungen aufgrund von Gelenkschmerzen /
GefĂ€ĂŸentzĂŒndungen
4. Nasenbeinbruch
5. SchilddrĂŒsenkrebs
6. Funktionsstörungen der SchilddrĂŒse

Weitere Filme zu medizinischen Themen finden Sie unter:
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Datum: 28.10.2012 - 09:56 Uhr
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