(ots) -
Mittwoch, 19. September 2012, 9.05 Uhr
Volle Kanne - Service täglich
mit Andrea Ballschuh
Gast im Studio: Matthias Fornoff, ZDF-"heute"-Moderator
Top-Thema: Was tun bei Blechschäden?
Einfach lecker: Hausgemachte Ingwernudeln - Kochen mit Armin Roßmeier
Genuss: Federweißer - Tipps von Steffen Schindler
PRAXIS täglich: Früherkennung bei Morbus Bechterew
Leben: Peinliche Situationen
Mittwoch, 19. September 2012, 12.10 Uhr
drehscheibe Deutschland
Verkehrsleittafeln im Hamburger Hafen - Millionen-Investition
verwirrt LKW-Fahrer
Fürstenberg - Leiden am Dauerlärm
Expedition Deutschland - Auf der Kurler Straße in Dortmund
Zeppelin über dem Rhein - Ranger und Schlangenforscher
Mittwoch, 19. September 2012, 23.15 Uhr
auslandsjournal
mit Theo Koll
Der Kampf um Syrien - Ein Tag an der Front
"Ich weiß nicht, was ich tun soll - sie sind zwar tapfer, aber sie
haben vom Kämpfen keine Ahnung." Abu Mohammed ist verzweifelt, vor
einem halben Jahr ist er aus der Syrischen Armee desertiert und führt
jetzt einen bunt zusammengewürfelten Haufen Rebellen zur Front.
Keiner von ihnen ist soldatischen Drill gewohnt oder mit
militärischer Taktik vertraut. Sie rennen durch die Straßen von
Aleppo und schießen blind in Richtung der Häuserdächer, auf denen sie
Scharfschützen vermuten. Gemeinsam ist ihnen die Wut auf das
Assad-Regime und ihr Wille, den Diktator zu stürzen. Seit fast zwei
Monaten ist die syrische Wirtschaftsmetropole Aleppo Schauplatz
blutiger Kämpfe zwischen den Regierungstruppen von Baschar al-Assad
und den Aufständischen. Auf den Dächern lauern Scharfschützen der
Regierungstruppen und schießen den Weg frei für Assads Panzer. Die
Kämpfe gehen bis tief in die Nacht. Nach Sonnenuntergang finden die
Rebellen Unterschlupf in den Häusern der Bewohner von Aleppo, die
sich immer noch zu tausenden hinter verhängten Fenstern verschanzen.
Morgens räumen sie alles wieder auf und putzen die Wohnungen - auch
um den Rückhalt in der Bevölkerung nicht zu verlieren. Ihre größte
Angst ist, dass extreme Islamisten die Revolution für sich
vereinnahmen. Dann, so sagen sie, würde es eine neue Revolution geben
und einen neuen Krieg. Den Reportern von Clover-Films ist ein
exklusiver und authentischer Einblick an der Front von Aleppo
gelungen. Sie zeigen das blutige Ausmaß der syrischen Tragödie.
Vertuschte Wahrheit - Die Schande von Hillsborough
Es war die größte Katastrophe in der Geschichte des englischen
Fußballs. 1989 starben 96 Fans des FC Liverpool während eines
Pokalspiels ihrer Mannschaft bei einer Massenpanik auf der Tribüne
des Hillsborough-Stadions. 23 Jahre lang wurden die Angehörigen der
Opfer im Glauben gelassen, dass die Schuld bei den Fans lag. 23 Jahre
dauerte es, bis eine von der Regierung eingesetzte Kommission die
Wahrheit ans Licht brachte. "Wir haben nicht nur unsere Kinder
verloren, wir mussten uns auch noch um die Frage kümmern, was mit
unseren Kindern geschehen ist. Das war grausam, weil wir nicht in
Frieden trauern konnten", sagt Anne Williams, deren 14-jähriger Sohn
Trevor bei dem Unglück ums Leben kam. Viel zu spät wurde jetzt die
Wahrheit aufgedeckt: Massive Organisationsfehler der Polizei haben zu
der Tragödie geführt. Die neue unabhängige Untersuchung hatte nach
Sichtung von über 400 000 Dokumenten aufgedeckt, dass die Polizei
Jahrzehnte lang ihre Fehler vertuscht, Zeugenaussagen gefälscht,
Liverpooler Fans zu Unrecht beschuldigt und regelrechte
Verleumdungskampagnen gestartet hatte. Die Hinterbliebenen hatten das
nie akzeptiert und wollen jetzt die Verantwortlichen zur Rechenschaft
ziehen. Das Unglück hat den englischen Fußball verändert. Stehplätze
wurden aus den Stadien verbannt, Sicherheitsvorkehrungen massiv
gesteigert.
"You'll never walk alone" - In keinem Stadion der Welt singen die
Fans dieses Lied so inbrünstig wie an der Anfield Road. "You'll never
walk alone" steht seit der Katastrophe von Hillsborough über dem
Stadion-Tor. Für das "auslandsjournal" berichtet ZDF-Korrespondent
Yacin Hehrlein aus Liverpool.
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Laufen und saufen - Im "außendienst" beim französischen Weinmarathon
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