Befristete Beschäftigung: Statistischer Sprung
Befristete Beschäftigung: Statistischer Sprung
(pressrelations) -
Immer mehr junge Menschen müssen mit befristeten Beschäftigungsverhältnissen vorlieb nehmen ? so lautet eine gängige Kritik. Doch die vermeintlich zunehmende Unsicherheit entpuppt sich bei näherer Betrachtung als logische Folge einer geänderten Statistik.
Grundlage der Statistik ist der Mikrozensus, eine regelmäßig durchgeführte Befragung von 1 Prozent der bundesdeutschen Haushalte. Bis zum Jahr 2004 wurde diese Befragung einmalig im Frühjahr vorgenommen. Ab 2005 jedoch wird verteilt über das ganze Jahr hinweg befragt.
Das hat große Auswirkungen auf die Zahl der erfassten Befristungen: Zeitlich begrenzte Jobs wie Erntehelfer im Herbst oder Aushilfen im Weihnachtsgeschäft wurden bis 2004 nicht mitgezählt. Ab 2005 aber finden sie sich in der Statistik wieder. Der Niveausprung bei der befristeten Beschäftigung dürfte vorrangig diesem Effekt zuzuordnen sein.
Werden die Entwicklungen bis zum Jahr 2004 und ab dem Jahr 2005 separat betrachtet, ergeben sich kaum noch Hinweise darauf, dass der Anteil der befristet Beschäftigten unter den Jüngeren substanziell zugenommen hat.
Holger Schäfer
Telefon: 030 27877-124
Unternehmensinformation / Kurzprofil:Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 08.08.2012 - 10:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 695882
Anzahl Zeichen: 1349
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und MedienresonanzanalysenDiese Pressemitteilung wurde bisher
0 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"
Befristete Beschäftigung: Statistischer Sprung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) (
Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum
Haftungsauschluß (gemäß
TMG - TeleMedianGesetz) und dem
Datenschutz (gemäß der
DSGVO).
Die ehemalige Autostadt Detroit hat umgerechnet mehr als 15 Milliarden Euro Schulden angehäuft. Jetzt ist die Stadt bankrott. Droht deutschen Kommunen Ähnliches? Immerhin stehen viele tief in der Kreide: Insgesamt betrug der Schuldenberg aller St ...
Das Thema nachhaltiges Wirtschaften gewinnt für deutsche Immobilienunternehmen zunehmend an Bedeutung. Das hat eine Studie ergeben, die im Frühjahr 2013 gemeinsam von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und dem Kompetenzfeld Immobilienökonomik beim I ...
Gelingt es, den Verkehr von Personen, Waren, Dienstleistungen und Kapital zwischen den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union weiter zu liberalisieren, könnte dies helfen, die Krise in der Eurozone besser in den Griff zu bekommen. Denn ein stark ...