(ots) -
Mittwoch, 8. August 2012, 9.05 Uhr
Volle Kanne - Service täglich
mit Andrea Ballschuh
Gast im Studio: Musikgruppe Santiano
Top-Thema: Giftige Energiesparlampen
Einfach lecker: Marillenknödel in Mohnbutterbrösel - Kochen mit Armin
Roßmeier
Reportage: Glück durch Unglück
Top 3: Die größten Seemanns-Hits
Skurril: Weltkatzentag
Mittwoch, 8. August 2012, 12.10 Uhr
drehscheibe Deutschland
Keime in Speiseeis und Sahne - Prüfer in Hessen schlagen Alarm
Es geht um die Wurst - Streit in Konnopke's Imbiss
Straßenstrich vor der Haustür - Der Kampf um den Hansaplatz
Mittwoch, 8. August 2012, 17.40 Uhr
Leute heute
mit Pierre Geisensetter
Prinz Felipe - Spaniens Royals auf Mallorca
Alexa Chung - It-Girl und Stilikone
Boris Becker - Feriendomizile der Promis
Mittwoch, 8. August 2012, 22.15 Uhr
auslandsjournal
mit Theo Koll
Boxen statt Burka - Eine afghanische Sportlerin kämpft um Anerkennung
Sadaf Rahimi ist eine Exotin, die von vielen Afghanen kritisch beäugt
wird. Denn die 18-Jährige ist Mitglied der ersten weiblichen
Boxmannschaft des Landes, in dem bis 2001 die Taliban geherrscht
haben. Frauen durften damals nur vollverschleiert das Haus verlassen.
Dass heute einige von ihnen in den Boxring steigen, grenzt an ein
Wunder. Sadaf stellte sich den Hindernissen: "Als ich mit dem Boxen
anfing, hatte ich ziemlich Probleme in der Schule", berichtet sie.
"Keiner wollte neben mir sitzen, auch die Lehrer meinten, Sadaf ist
gefährlich, haltet euch von ihr fern. Die Nachbarn haben zu meinem
Vater gesagt, er solle mir das nicht erlauben." Doch sie durfte
trotzdem weitermachen. In Afghanistan ist Sadaf mittlerweile bekannt
und boxt so erfolgreich, dass sie eine Wild Card für die Olympischen
Sommerspiele nur knapp verpasst hat. Ihr Trainer Mohamed Sharifi war
selbst Profiboxer. Und er kämpft noch immer - für den Fortbestand der
Mannschaft, die er 2007 gegründet hat, und gegen Widerstand und
Vorurteile. "Leider gibt es in unserem Land noch immer Radikale, die
völlig rückständig denken und die dagegen sind, dass Mädchen boxen
und vielleicht einmal so gut werden, dass sie Afghanistan in der Welt
berühmt machen." ZDF-Reporterin Katrin Eigendorf berichtet über die
afghanischen Vorkämpferinnen im Boxring.
Der Faschist, dein Freund und Helfer - Wie Rechte in Italien die
Krise nutzen
Die jungen Männer mit den dunklen Kleidern und kurz geschorenen
Haaren treten als freundliche Helfer in Krisenzeiten auf. In der
Emilia Romagna im Norden Italiens zum Beispiel, wo nach den Erdbeben
im Mai noch ganze Dörfer in Trümmern liegen. Die Freiwilligen hören
sich die Sorgen derjenigen an, die ihr Obdach verloren haben, und
versorgen sie. Doch hinter den vermeintlichen Wohltätern steht die
Bewegung Casa Pound, die in ganz Italien 20 neofaschistische Zentren
hat. In den Vordergrund stellen sie ihre gute Organisationsstruktur
und ihre Hilfsbereitschaft, nicht die fremdenfeindliche Ideologie.
Die jungen Rechten instrumentalisieren Notsituationen wie im
Erdbebengebiet oder die Eurokrise, um neuen Zuspruch zu gewinnen. Sie
betreiben Jugendzentren, helfen unter anderem bei der Jobsuche und
bei Steuerangelegenheiten. Paolo Berizzi ist Journalist und kennt die
Szene. Er ist besorgt. "Casa Pound sagt: Wir sind für euch da. Die
Nachricht gerade an junge Menschen lautet: Wer euch aus der Krise
herausholt, das ist nicht mehr die Linke, die politischen Parteien
nahesteht, sondern eine neue Form des Faschismus, die sich mit
sozialen Fragen auseinandersetzt." Und so werden Faschisten mit
offenen Armen empfangen, die zum Teil in grausame Gewaltverbrechen
verwickelt waren und deren Vorstrafenregister lang sind.
ZDF-Korrespondent Michael Bewerunge berichtet über die italienischen
Faschisten im Aufwind.
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Zu Gast im Casino Royale - In Montenegro entsteht das "Monaco des
Ostens"
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Austernfischerin
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