Mit dem hochauflösenden Format waren Zuschauer in Deutschland dieses Jahr fast so gut wie live im Stadion mit dabei. Das Erste HD und ZDF HD teilten sich die Senderechte für die Ausstrahlung der EM 2012. Somit konnten alle, die ein HD-fähiges TV-Gerät und einen passenden Receiver besitzen, unsere Mannschaft in glasklaren Bildern in Polen und der Ukraine sehen. Alle? Zumindest alle, die über einen digitalen Fernsehanschluss verfügen. Denn nur über digitales Fernsehen lässt sich HD empfangen.
(firmenpresse) - Die analogen Satellitensignale wurden zum 30. April 2012 endgültig abgeschaltet. SAT-Zuschauer schauen also seit Ende April flächendeckend digitales Fernsehen. Die abgeschalteten analogen Signale machen Platz für mehr digitale Programmvielfalt. Seit Mai sehen Satellitenfernsehnutzer allein über die Satellitenpositionen Astra 280 deutsche Fernseh- und 100 Radioprogramme. Außerdem stehen seit Mai 20 neue kostenfreie HD-Programme zur Verfügung.
Aber wie sieht es bei Haushalten aus, die über Kabelfernsehen versorgt werden?
Gerade bei größeren Wohnanlagen sieht das (Fernseh-)Bild der Mieter oft anders aus. Hier herrscht häufig eine „Zwangsverkabelung“. Der Vermieter hat dann in der Regel einen Gestattungsvertrag mit einem Kabelnetzbetreiber abgeschlossen. Über das Angebot, d.h. die Programme, die bereitgestellt werden, bestimmt der Kabelnetzbetreiber. Das führt zu erheblichen Unterschieden was das HD-Angebot betrifft. So bieten die zwei größten Kabelfernsehbetreiber in Deutschland, Kabel Deutschland und Unitymedia (Liberty Global) nur drei HD-Programme kostenfrei an: Das Erste HD, ZDF HD und Arte HD. Seit dem 30. April gibt es aber über Astra ganze 20 neue frei empfangbare HD-Programme. Diese werden aber über das Kabelfernsehnetz gar nicht erst eingespeist. In Form von „Paketen“ kann sich der Zuschauer scheibchenweise (Salamitaktik), zusätzliche HD- oder Pay-TV-Programme kostenpflichtig dazubestellen. Zudem werden bei Kabel Deutschland momentan nur acht der insgesamt 17 HD-Programme des Pay-TV-Senders Sky angeboten.
Woran liegt das eigentlich?
1.Kabelfernsehen nutzt mit maximal 862 MHz eine relativ niedrige Bandbreite. Zum Vergleich: Satellitentechnik sendet auf einer höheren Frequenz und bietet durch die Verwendung von Glasfaser nahezu unendliche Bandbreitenreserven von z.B. 72.000 MHz. So ist neben allen deutschen und internationalen Programmen auch noch Platz für alle HD-Kanäle. Die Hausbesitzer nutzen die übrigbleibenden Bandbreitenreserven für zukünftige Dienste (z.B. Smart-Home-Anwendungen, digitale Rauchwarnmeldesysteme, Haunotrufanlagen usw.). Wegen des Platzmangels beim Kabelfernsehen leiten die Betreiber nur wenige internationale Programme weiter, bieten HDTV nur eingeschränkt oder nur in hochpreisigen Zusatzpaketen an.
2.Die Kabelfernsehanbieter haben auf die Abschaltung der analogen Satellitensignale mit der Strategie der Reanalogisierung reagiert. Die eigentlich nur noch digital verfügbaren Fernsehsignale werden wieder in analoge zurückgewandelt und im schlimmsten Fall kommen diese dann in deutschen Wohnzimmern an. Dieses Vorgehen wird als Wahlfreiheit verkauft, nach dem Motto: Wer analoges Fernsehen nicht wolle, müsse es ja nicht nutzen. Allerdings geschieht dies meist zulasten jüngerer TV-Nutzer, die möglichst viele HD- und internationale Programme wünschen. Übrigens: In Wahrheit müssen die Kabelfernsehanbieter reanalogisieren. Sie haben über Jahre hinweg verpasst, ihre Netze zu modernisieren, und hätten auf die „plötzliche“ Abschaltung der analogen Signale ohne diese Verschiebung der Problematik nicht adäquat reagieren können.
Fazit: Wer über Kabel Fernsehen schaut, guckt oft buchstäblich in die Röhre. Zuschauer, die über Satellit ihre Signale bekommen, genießen hochauflösende Bilder mit Dolby-Surround-Klang und das für wesentlich moderatere Kosten. Hoffentlich haben Sie diesen Sommer schon Fußball in HD gesehen. Und wenn nicht, rüsten Sie sich schon einmal, die nächste WM kommt bestimmt. Wer einmal den Unterschied gesehen hat, möchte darauf nicht mehr verzichten. Umschalten lohnt sich!
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BIG Medienversorgung ist ein bundesweit tätiger unabhängiger Kabelnetzbetreiber. Das Unternehmen sieht sich als "bessere Alternative" zum klassischen Kabelnetzbetreiber. Als VATM- Mitglied steht es für offene Netze/Open Access und Mehrwert-Kooperationen mit anderen Diensteanbietern (z.B. elektr. Hausschließungen, Rauchwarnmelder etc.).
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BIG Medienversorgung GmbH
Carolin Besting
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