(ots) - Lars Eidinger ist auch aus durchaus eigennützigen
Gründen Vater geworden: "Ich entwickelte einen Kinderwunsch, um mich
von mir selbst zu entfernen. Ein Kind kann ein Ausweg aus dem
Narzissmus sein", sagte der Berliner Schauspielstar dem
Familienmagazin Nido.
Eidinger, derzeit in dem gerade angelaufenen Film "Tabu" als der
expressionistische Dichter Georg Trakl zu sehen, diagnostiziert im
Nido-Interview "eine ziemliche Orientierungslosigkeit in den
Geschlechterfragen". Er gehe mit Frau und Tochter ganz anders um, als
ihm das von der Elterngeneration vorgelebt worden sei, so Eidinger:
"Mein Vater war weder bei meiner Geburt noch bei der meines Bruders
dabei. Heute ist das Schlimmste, was einem Mann passieren kann, die
Geburt seiner Kinder zu verpassen."
Dass Männer heute offensiv mit ihren Schwächen umgehen können,
hält Lars Eidinger einerseits für einen Fortschritt. "In letzter
Konsequenz kann das aber dazu führen, dass es mich unattraktiv macht.
Jemand, der offen eingesteht: 'Ich weiß überhaupt nicht, was ich tun
soll, ich hatte Ideale und werfe die über den Haufen, weiß aber
nicht, ob das gut so ist' - so einer ist ja nicht gerade sexy", sagt
Eidinger im Nido-Interview.
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Christian Thiele
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