Frühmahd: Richtige Mähtechnik schützt Wildtiere
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(aid) - In diesen Tagen werden Grünland oder Energiepflanzen wie Grünroggen gemäht. Die Frühmahd ist jedoch eine Gefahr für junge Wildtiere, die sich in Wiesen und Feldern sicher fühlen. Wenn sich Rehkitz, Feldhase und Fasan ducken und tarnen, schützt das nicht vor dem Kreiselmäher und endet oft tödlich.
Der Deutsche Jagdschutzverband (DJV) empfiehlt Landwirten, den Mähtermin rechtzeitig mit dem Jagdpächter abzusprechen und die Mähtechnik dem Tierverhalten anzupassen. Vor allem das Feld mit dem Grünlandschnitt muss grundsätzlich von innen nach außen gemäht werden, damit Feldhase und Fasan die Möglichkeit zur Flucht haben. Bei der Ernte der Ganzpflanzensilage ist es sinnvoll, die Schnitthöhe in der kritischen Aufzuchtzeit auf rund 15 bis 20 Zentimeter zu begrenzen. Das schützt insbesondere Rehkitze, die sich instinktiv ducken. Zudem können Wildtiere gerettet werden, indem man die Wiesen mit Jagdhunden absucht oder die Tiere mit Knistertüten, Flatterbändern oder Musik aus dem mp3-Player vertreibt. Derzeit wird ein Sensorsystem für landwirtschaftliche Mähmaschinen entwickelt, das in Zukunft in den Wiesen liegende Rehkitze erkennen soll.
Das Projekt "Wildretter" wird vom Bundesforschungsministerium gefördert. Wer Verletzung und Tötung von Jungwild durch den Kreiselmäher bewusst in Kauf nimmt, kann eine Straftat nach dem Tierschutzgesetz begehen, die mit Geldstrafen geahndet wird.
Heike Kreutz, www.aid.de
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