Richwien: "Chancen der Energiewende im ländlichen Raum nutzen"
(pressrelations) - Regionen wird künftig bei der Energieversorgung eine zentrale Rolle zukommen. Darauf hat Thüringens Umweltstaatssekretär Roland Richwien anlässlich der Eröffnung der Woche der erneuerbaren Energien im Ilm-Kreis am Montag an der Technischen Universität Ilmenau hingewiesen. "Egal ob Energie aus Sonne, Wind, Wasser oder Biomasse ? der Löwenanteil davon kann nur auf dem Land erzeugt werden. Deshalb müssen wir offen über die Chancen, aber auch die Risiken der Energiewende für den ländlichen Raum diskutieren und kluge, allseits akzeptable Lösungen finden", sagte der Staatssekretär.
Neben dem Ausbau der Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen verlangt die Energiewende auch eine höhere Effizienz bei der Erzeugung und Nutzung. Dazu müssen neue Technologien entwickelt, Netze und Energiespeicher ausgebaut werden. Eine dezentrale Energieversorgung gewinnt an Bedeutung.
In den Kommunen und Landkreisen entstehen neue Wirtschaftszweige und Arbeitsplätze. Ganze Gemeinden oder kommunale Zusammenschlüsse werden energieautark, im Ilmkreis beispielsweise das Solardorf Kettmannshausen und die Energiekommune Ilmtal.
Gleichzeitig erfordert der Ausbau der erneuerbaren Energien zum Teil erhebliche Eingriffe in Natur und Landschaft. Windräder und Biogasanlagen, neue Verteilernetze oder der Bau eines Pumpspeicherwerks müssen von der Bevölkerung vor Ort akzeptiert werden. "Die Energiewende, die Ziele der Bundesregierung und auch die Ziele Thüringens sind nur mit den Kommunen und Landkreisen erreichbar", sagte Staatssekretär Richwien.
Die Woche der erneuerbaren Energien findet vom 23. bis 28. April 2012 zum 15. Mal im Ilm-Kreis statt. Organisiert vom Regionalen Agenda 21-Büro des Ilm-Kreises, dem Verein "Energie Umwelt" und weiteren Einrichtungen, steht die Woche in diesem Jahr unter dem Motto "Erneuerbare Energien - Chancen für unsere Region".
Daten und Fakten zur Energie aus Biomasse in Thüringen:
Andreas Maruschke
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