Hausmitteilung des BMZ
(pressrelations) - chts eines offenbar erneut öffentlich gewordenen Schreibens des BMZ-Personalrats und mehrerer Anfragen dazu veröffentlichen wir untenstehend die vollständige Antwort des Staatssekretärs des BMZ, die gestern an alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im BMZ verteilt wurde:
1. Die Besetzung von Abteilungsleiterinnen und Abteilungsleitern als "politische Beamte" unterliegt nicht dem Mitbestimmungsrecht des Personalrats nach dem Bundespersonalvertretungsgesetz (BPersVG). Es ist gängige Praxis in allen Ressorts, dass Abteilungsleitungen extern und politisch besetzt werden. Alle seit Beginn der Legislaturperiode eingesetzten Abteilungsleitungen haben übrigens nachweislich herausragende Erfahrungen in der Entwicklungspolitik, in internationalen Verwendungen beziehungsweise der ministeriellen Verwaltung.
2. Ich freue mich, dass das BMZ für die Leitung der Abteilung 2 Frau Ursula Müller, eine qualifizierte Kollegin aus dem Auswärtigen Amt, gewonnen hat. Sie hat langjährige Erfahrung in der Bundesverwaltung sowie in internationalen Verwendungen, einigen in BMZ ist sie durch ihr Engagement bei der Frauenkonferenz in Peking noch lebhaft in Erinnerung. Wir freuen uns, dass die Gleichstellungsbeauftragte unserer neuen Kollegin so aufgeschlossen gegenübersteht und appellieren an alle BMZ-Bediensteten, Frau Müller kollegial und freundlich willkommen zu heißen!
3. Für die Leitung des Referats 213 (Kohärenz, Zusammenarbeit in der Bundesregierung) ist Herr Dr. Sören Dengg gerade wegen seines beruflichen Werdegangs im Auswärtigen Amt und im Bundeskanzleramt hervorragend geeignet.
4. Das Referat 215 (BKAmt) gibt es im Bundeskanzleramt nicht (mehr). Das Referat "Entwicklungspolitik" ist schon länger mit dem Referat "VN und Globale Fragen" zusammengelegt worden und heißt heute Referat 214: "Globale Fragen; Vereinte Nationen; Entwicklungspolitik". Es besteht nicht mehr wie früher aus einer einzigen Person, sondern aus Referatsleiter + 2 Referenten, wobei aktuell nur eine Person aus dem BMZ kommt. Dieses Referat wird derzeit von Mario Sander von Torklus geleitet, der im Sommer zur AsDB geht. Die Personalentscheidung obliegt dem BKAmt.
5. Das BMZ hatte noch nie so viele Frauen in Führungspositionen: mit Frau Müller liegt der Anteil der Frauen auf Abteilungsleitungs-Ebene bei 40 Prozent. Von elf Unterabteilungsleitungen sind sechs mit Frauen besetzt (55 Prozent!). Bei 62 Referatsleitungen sind 28 Kolleginnen zu verzeichnen (45,2 Prozent).
6. Die Beförderungspraxis orientiert sich an den rechtlichen Vorgaben der Verfassung (Art. 33 Abs. 2 GG) und einschlägigen Rechtsvorschriften: Eignung, Leistung und Befähigung sind zentral. Aktuelle Beurteilungen sind dabei ein Kernpunkt. Die ausgeschriebenen neuen Referatsleitungen haben eine Fülle von Bewerbungen mit sich gebracht. Für im Ausland eingesetzte Kolleginnen und Kollegen mussten Beurteilungen eingeholt werden, um eine Vergleichbarkeit mit in der Zentrale beschäftigten Personen zu gewährleisten. Zugleich wird das ? von der letzten Leitung am Ende der Legislaturperiode (nach der Bundestagswahl 2009!) eingeführte, aber nie selbst praktizierte ? Prüfverfahren für Sozial- und Führungskompetenz angewendet: circa 40 Personen werden das Verfahren von Ende Februar bis Ende April 2012 durchlaufen haben. Auch dies benötigt Zeit. Wir sehen Chancen für viele leistungsstarke und motivierte Kolleginnen und Kollegen im Haus! Die nächste Beförderungs-/Höhergruppierungsrunde ist in Vorbereitung und wird schnellstmöglich umgesetzt.
7. Die völlig verzerrende Darstellung in der PR-Info ist außerdem gerade jetzt völlig unverständlich, denn bei den drei UAL-Stellen werden zwei mit langjährigen BMZ-Mitarbeiterinnen besetzt!
8. Der Vorwurf einer Schwächung des Politikfeldes ist regelrecht absurd. Das Politikfeld und das BMZ wurden durch die Erfolge dieser Leitung gestärkt. Beispielhaft zu nennen: