BDU-Präsident: Initiative zum Aufbau einer europäischen Ratingagentur weiter verfolgen
(ots) - Trotz der aktuellen und teilweise kontroversen
Diskussion über die Zukunft einer europäischen Ratingagentur sieht
der Präsident des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater
(BDU), Antonio Schnieder, keine Notwendigkeit für eine Aufgabe der
Initiative. Der Verbandschef dämpft allerdings zu große Erwartungen:
"Hauptproblem ist die Glaubwürdigkeit eines derartigen Ratings. Fällt
es im Vergleich zu den Bewertungen US-amerikanischer Agenturen zu
unkritisch aus, wird schnell der Vorwurf des politischen
Gefälligkeitsratings laut werden."
Es könne daher gut sein, dass eine europäische Ratingagentur
zunächst besonders scharfe Bewertungsmaßstäbe anlegt, um von
Investoren ernst genommen zu werden. Das dennoch lobenswerte Projekt
müsse sorgfältig und zugleich mit langem Atem aufgebaut werden.
Schnieder: "Wir reden hier von einem langfristig angelegten Projekt.
Die Anfangsjahre einer europäischen Ratingagentur werden für deren
Gründer zu erheblichen Mittelinvestitionen führen bis sich ein
derartiges Unternehmen selbst trägt und glaubwürdig am Markt
wahrgenommen wird."
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Datum: 17.04.2012 - 13:32 Uhr
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