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SMARTRAC veröffentlicht Jahresergebnis 2011: Geschäftsentwicklung
unter den gegebenen Umständen zufriedenstellend
28.03.2012 / 08:47
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SMARTRAC veröffentlicht Jahresergebnis 2011: Geschäftsentwicklung unter den
gegebenen Umständen zufriedenstellend
- Geschäftsentwicklung 2011 geprägt von wechselhaften Marktbedingungen
und den Auswirkungen der schweren Flut in Thailand
- Umsatz 2011: EUR 168 Millionen entspricht einem Rückgang von 7 Prozent
im Vergleich zu EUR 180 Millionen in 2010
- EBITDA 2011: EUR 15 Millionen im Vergleich zu EUR 20 Millionen in 2010,
EBITDA-Marge von 9 Prozent
- Akquisitionen Ende 2011 werden das weitere Wachstum von SMARTRAC in den
kommenden Jahren beschleunigen. Kunden werden von einem breiteren
Produkt-, Technologie- und IP Portfolio sowie dem weltweiten F&E,
Vertriebs- und Produktionsnetzwerk profitieren.
- Bilanz 2011: Eigenkapital sinkt um 14 Prozent auf EUR 139 Millionen im
Vergleich zu EUR 162 Millionen in 2010, Eigenkapitalquote bei 53
Prozent (2010: 65 Prozent)
- Ausblick 2012: Umsatzwachstum auf rund EUR 250 Millionen in 2012
erwartet, Verbesserung der Profitabilität angestrebt
- Dr. Christian Fischer, CEO: 'Die schwere Flut in Thailand war eine
große Herausforderung für unser Unternehmen, das Team vor Ort und
unsere Kunden. Wir sind sehr froh, dass wir diese Herausforderung
erfolgreich gemeistert haben. Dieses Ereignis hat uns mehr denn je
gezeigt, wie außergewöhnlich unser Teamspirit ist und wie sehr sich
jeder Mitarbeiter für den Erfolg unserer Firma und unserer Kunden
engagiert.'
Amsterdam, 28. März 2012 - SMARTRAC N.V., führender Entwickler, Hersteller
und Zulieferer von RFID-Transpondern und Inlays, hat heute die Zahlen für
das Geschäftsjahr 2011 veröffentlicht. SMARTRAC wertet die
Geschäftsentwicklung in 2011 unter den gegebenen Umständen als
zufriedenstellend. Die Geschäftsentwicklung im Berichtszeitraum war geprägt
von wechselhaften Marktbedingungen. Intern wurden der weitere Aufbau und
die Optimierung von Strukturen und Prozessen in der Unternehmensgruppe
fortgeführt. Die Flutkatastrophe in Thailand mit den schwerstenÜberflutungen seit Jahrzehnten war eines der zentralen Ereignisse im
vergangenen Geschäftsjahr für SMARTRAC. Daneben konnte das Unternehmen Ende
letzten Jahres aber auch eine Reihe von Akquisitionen erfolgreich zum
Abschluss bringen. Die Entwicklungen im Einzelnen und insgesamt stellten
SMARTRAC im Geschäftsjahr 2011 vor große Herausforderungen, die das
Unternehmen alles in allem erfolgreich gemeistert hat. Kernpunkte der
Entwicklung des Geschäftsjahres 2011 waren:
Wechselhafte Marktbedingungen:
SMARTRAC startete mit der klaren Erwartung in das Geschäftsjahr, dass sich
die außergewöhnliche Marktdynamik von 2010 zu einem gewissen Grad
abschwächen würde. Im ersten Halbjahr 2011 entwickelten sich Marktwachstum
und Auftragseingang positiv aber auf einem moderateren Niveau als im
Vorjahr. Das nachlassende Wachstum, das vor allem das Karteninlaygeschäft
betraf, setzte sich im zweiten Halbjahr 2011 fort und fiel insgesamt
niedriger als erwartet aus, was zu einer temporären Unterauslastung der
Produktionskapazitäten für Karteninlays des Unternehmens führte. Das
Geschäft in der Business Unit Tickets&Labels verzeichnete dagegen in 2011
eine sehr gute Entwicklung. Der Umsatz in der Business Unit Tickets&Labels stieg im Vergleich zum Vorjahr um 80 Prozent, was zum einen an der
positiven Entwicklung in den etablierten Märkten und zum anderen an neuen
Projekten und der enormen Nachfrage im Anwendungsfeld Mode und Einzelhandel
lag. Der Auftragseingang in den Geschäftseinheiten eID und Industry&Logistics entwickelte sich positiv aber ebenfalls auf einem moderaten
Niveau.
Insgesamt wurde die Geschäftsentwicklung in 2011 jedoch deutlich durch die
schwere Flut in Thailand und die daraus resultierenden negativen Effekte
auf die Gesamtproduktionskapazität des Unternehmens belastet. Bedingt durch
die Auswirkungen der Flut und die schwächere Nachfrage in bestimmten
Geschäftssegmenten im Laufe des Jahres, die die negativen Effekte der Flut
nicht kompensieren konnten, verfehlte SMARTRAC das gesetzte Umsatzziel für
das Geschäftsjahr 2011. Der Umsatz sank um 7 Prozent von EUR 180 Millionen
im Geschäftsjahr 2010 auf EUR 168 Millionen im Geschäftsjahr 2011.
Insgesamt war die Gesamtentwicklung im Geschäftsjahr 2011 unter den
gegebenen Umständen zufriedenstellend.
Optimierung von Prozessen und Strukturen:
Aufgrund der stabilen aber moderaten Nachfrage, die SMARTRAC in den ersten
neun Monaten des Geschäftsjahres 2011 in der weltweiten RFID Industrie
verzeichnete, konzentrierte sich das Management wieder verstärkt auf
strategische Projekte. Das 'Excellence' Programm, das im Jahr 2009 begonnen
wurde und das Ziel hat, Strukturen und Prozesse zu verbessern um
Effizienzpotenziale zu heben, wurde wieder aufgenommen. In 2010 musste
dieses Projekt auf Grund der außergewöhnlich starken Marktnachfrage
ausgesetzt werden, da das Unternehmen in 2010 vor der Herausforderung stand
mit dem hohen Auftragseingang Schritt zu halten und die
Produktionskapazität stetig deutlich auszubauen. Im Geschäftsjahr 2011
wurde das Projekt wieder aufgenommen und das Unternehmen setzte die
Optimierung von Strukturen und Prozessen fort. Ein
Restrukturierungsprogramm am Kernproduktionsstandort in Thailand wurde
begonnen und zeigte in den Monaten August und September 2011 erste, sehr
vielversprechende Erfolge. Diese Erfolge wurden jedoch abrupt durch die
Flutkatastrophe in Thailand unterbrochen, die im Oktober 2011 weite Teile
Thailands verwüstete.
Flutkatastrophe in Thailand:
Am 6. Oktober 2011 wurde SMARTRAC durch die schlimmste Flut in der Region
seit 70 Jahren, gezwungen, seine Mitarbeiter und Produktionseinrichtungen
zu evakuieren. Während es zu Anfang den Anschein hatte, dass der Hi-Tech
Industriepark und die Produktionsstätten von SMARTRAC von derÜberflutung
verschont bleiben würden, standen die Erdgeschosse der Produktionsstätten
zum Höhepunkt der Flut bis zu etwa 2,50 Meter unter Wasser. Die
Obergeschosse wurden dagegen nichtüberflutet.
SMARTRAC besitzt einen ausreichenden Versicherungsschutz für Schäden an
Gebäuden, Maschinen, Lagerbeständen und aus Betriebsunterbrechung in
Thailand und hat bereits erste Zahlungen von den Versicherungsunternehmen
erhalten.
Das Ereignis höherer Gewalt war und ist immer noch eine große
Herausforderung für das Unternehmen, seine Mitarbeiter und Kunden.
Insgesamt ist SMARTRAC der Ansicht, dass das Unternehmen die
Flutkatastrophe wesentlich besser gemeistert hat als die meisten
Unternehmen in der Region. Bereits zwei Monate nach der Flut konnte am 9.
Dezember 2011 die Produktion in Thailand wieder aufgenommen werden. Darüber
hinaus hat das kompetente Management der Präventivmaßnahmen, der
Evakuierung und der Maßnahmen zum Wiederaufbau der Produktion dazu
beigetragen, dass das Vertrauen von Kunden in das Unternehmen und seine
Leistungsfähigkeit gestärkt wurde.
Trotz dieses ernsten Vorfalls hält SMARTRAC weiterhin an Thailand als
Produktionsstandort fest. Das Unternehmen hat dieses außergewöhnliche
Ereignis zum Anlass genommen, um seine Disaster Recovery Pläne zuüberarbeiten und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, für zukünftige
Herausforderungen wo und wann auch immer diese eintreten sollten, gerüstet
zu sein.
Umsetzung der Wachstumsstrategie:
Im Laufe der vergangenen Jahre hat das SMARTRAC Management die Strategie
verfolgt sowohl organisch als auchüber ausgewählte Akquisitionen zu
wachsen. Im Geschäftsjahr 2011 hat SMARTRAC diese Strategie konsequent
weiterverfolgt und einige der in den jeweiligen Bereichen führenden
Markteilnehmer akquiriert.
Am 8. Dezember 2011 hat SMARTRAC mit Tenedora de Empresas S.A. de C.V.
(Tenedora) eine Vereinbarung im Hinblick auf den Erwerb der Neology, Inc.
geschlossen. Neology ist ein führendes Unternehmen für elektronische
Fahrzeugkennzeichnung (EVR), Mautsysteme und andöffentliche Sicherheit.
Als Bestandteil der Vereinbarung wird Tenedora weiterhin Anteilseigner von
Neology bleiben. Neology wird seine Geschäftstätigkeit unter dem
bestehenden Namen weiterführen.
Am 14. Dezember 2011 hat SMARTRAC die frühere KSW Microtec AG (KSW), einen
Hersteller von RFID-Inlays, Vorlaminaten und Komponenten für die
Anwendungsfelder Zutrittskontrolle, elektronisches Bezahlen, e-Ticketing,
das Nachverfolgen von Wirtschaftsgütern und Hochsicherheitsprodukte für
hoheitliche Ausweisdokumente, erworben. Das Unternehmen mit Hauptsitz in
Dresden hat seine Firmierung als Teil der Integration in die SMARTRAC
Gruppe in SMARTRAC TECHNOLOGY Dresden GmbH geändert.
Am 22. Dezember 2011 hat SMARTRAC mit der UPM-Kymmene Corporation (UPM)
eine Vereinbarung getroffen, unter der SMARTRAC das RFID Geschäft von UPMübernehmen wird während die UPM-Kymmene Corporation ein indirekter Aktionär
von SMARTRAC wird. UPM RFID ist ein führender Hersteller von passiven RFID
Produkten und ist auf die Entwicklung und Massenfertigung von RFID Tags in
HF, NFC und UHF spezialisiert, die in zahlreichen Anwendungsfeldern
eingesetzt werden können. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt
bestimmter handelsüblicher Abschlussbedingungen, darunter auch
Kartellrechtsfreigaben. Der Abschluss der Transaktion wird aber noch im
ersten Quartal 2012 erwartet.
Das SMARTRAC Management ist der festenÜberzeugung, dass sich die
Akquisitionen für Mitarbeiter, Kunden, Geschäftspartner und weitere
Stakeholder des Unternehmens positive auswirken werden und dass SMARTRAC
nach Abschluss der Transaktionen und Integrationsprojekte ein noch
stärkeres Unternehmen sein wird. Die Akquisitionen werden nicht nur das
Produktportfolio, die Produktionskapazität, Forschungs- und
Entwicklungskompetenzen, Technologiebasis, das geistige Eigentum
(Intellectual Property, IP), das Patentportfolio, die weltweite
Vertriebsmannschaft und die geografische Präsenz des Unternehmens stärken.
Sie werden auch als Chance gesehen, das beste Team in der gesamten
RFID-Industrie aufzubauen, das den einzigartigen?SMARTRAC Spirit?verkörpert.
Geschäftsjahr 2011:
Die schwere Flutkatastrophe in Thailand hatte erhebliche negative
Auswirkungen auf die Gesamtproduktionskapazität des Unternehmens im vierten
Quartal 2011. Trotz des Wachstums in den ersten neun Monaten 2011
verzeichnete SMARTRAC einen Umsatzrückgang von 7 Prozent und erzielte einen
Umsatz in Höhe von EUR 168 Millionen im Geschäftsjahr 2011 gegenüber dem
Vorjahreswert von EUR 180 Millionen.
Die Umsatzerlöse im Security Segment sanken um 14 Prozent auf EUR 117
Millionen in 2011 im Vergleich zu EUR 136 Millionen in 2010. Die
Umsatzerlöse im Industry Segment beliefen sich auf EUR 50 Millionen in
2011, was einer Steigerung von 17 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert von
EUR 43 Millionen entspricht. Das Wachstum ist auf die stabile Nachfrage im
Automotive Segment, zusätzliche Projekte im Non-Automotive Geschäft sowie
auf den deutlichen Anstieg der Umsatzerlöse im Tickets&Labels Geschäft
zurückzuführen.
Kennzahlen in TEUR Konzernzahlen zum Konzernzahlen zum Veränd-Das EBITDA für das Geschäftsjahr 2011 wurde, gemäßDefinition, um
31.12.2011 31.12.2010 erung
Konzernergebnis
Umsatz 167.604 180.111 (12.507)
EBITDA 15.213 19.725 (4.512)
Jahresüberschuss (41.554) 6.073 (47.627)
Bilanz und Cash-Flow
Operativer Cash-Flow 6.326 1.940 4.386
Working Capital 27.629 43.722 (16.093)
Investitionen (CAPEX) 19.105 18.207 898
Bilanzsumme 264.080 248.457 15.623
Weitere Kennzahlen
Ergebnis pro Aktie (2,54) 0,41 (2,95)
(EUR)
Operativer Cash Flow pro 0,39 0,13 0,26
Aktie (EUR)
Eigenkapitalquote (%) 52,6 65,0 (12,4)
Mitarbeiter (zum 3.676 3.488 188
Monatsende)