Otto-Bayer-Preis 2012 geht an Prof. Dr. Benjamin List
(pressrelations) - i>Forscher des Max-Planck-Instituts für Kohlenforschung in Mülheim wird für Arbeiten auf dem Gebiet der Organokatalyse geehrt
"Fortschritte in der Grundlagenforschung und der industriellen Forschung sind das Zukunftskapital des Standorts Deutschland. Wir wollen die Forschung fördern und Exzellenz stärken, insbesondere auch in Deutschland", sagt Prof. Dr. Wolfgang Plischke, für Innovation, Technologie und Umwelt verantwortliches Vorstandsmitglied der Bayer AG und Vorstand der Stiftung. "Für das Erfinder-Unternehmen Bayer spielt die Forschung eine zentrale Rolle. Die Kenntnis, die Akzeptanz und die Anwendung von Zukunftstechno¬logien sind zentrale gesellschaftliche Rahmenbedingungen, zu denen die Bayer AG auch über ihre Stiftungen und die Vergabe dieses Preises beitragen will", so Plischke weiter.
Der Preis wird von der "Bayer Science
Education Foundation" vergeben. Diese Stiftung verfolgt als vorrangige Ziele die Ehrung herausragender Forschungsleistungen, die Förderung wissenschaftlicher Talente und die Unterstützung bedeutender, naturwissen¬schaftlicher Schulprojekte. Im inhaltlichen Fokus der Fördertätigkeiten stehen die Natur¬wissenschaften und die Medizin. Herausragende Forschungsleistungen honoriert die Stiftung im jährlichen Wechsel mit dem Familie-Hansen-Preis und dem Otto-Bayer-Preis, die mit jeweils 75.000 Euro dotiert sind. Im Jahr 2008 hat die Stiftung als dritten Wissen¬schaftspreis den mit 50.000 Euro dotierten "Bayer Climate Award" ins Leben gerufen. Mit dieser international einmaligen Auszeichnung werden herausragende Arbeiten auf dem interdisziplinären Gebiet der Klima- und Klimafolgenforschung ausgezeichnet.
List und seine Arbeitsgruppe designen und identifizieren Prinzipien zur Entwicklung neuartiger Organokatalysatoren, organokatalytischer Reaktionen und untersuchen deren detaillierte Mechanismen und Anwendungen in der Synthese von Natur- und Wirkstoffen. Seine Arbeiten zur Katalyse mit Prolin führten zur Etablierung des Feldes der enantio¬selektiven Organokatalyse, die inzwischen die klassische Bio- und Übergangsmetall¬katalyse komplementiert. Darüber hinaus hat die Gruppe im Jahr 2005 erstmalig das Konzept der asymmetrischen Gegenanion-vermittelten Katalyse (ACDC) als neues Prinzip für die enantioselektive Synthese identifiziert. Dieser Ansatz hat sich inzwischen innerhalb seiner Gruppe und weit darüber hinaus zu einer allgemeinen Strategie für die asymmetrische Synthese mit Anwendungen in den verschiedenen Bereichen der Kata¬lyse entwickelt.
Der zukünftige Otto-Bayer-Preisträger Prof. Dr. Benjamin List studierte Chemie an der FU Berlin und wurde 1997 bei Professor Mulzer an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität Frankfurt promoviert. Danach folgten ein Postdoc-Aufenthalt am Scripps Research Institute in La Jolla (USA) sowie eine viereinhalbjährige Assistant Professur. Von 2003 bis 2005 war List Leiter einer Arbeitsgruppe am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim an der Ruhr. Seit 2004 lehrt er als Honorarprofessor für Organische Chemie an der Universität zu Köln. Im Jahr 2005 wurde er wissenschaftliches Mitglied der Max-Planck-Gesellschaft und Direktor am Max-Planck-Institut für Kohlenforschung. Seit diesem Jahr ist List dort außerdem als geschäftsführender Direktor tätig.
Neben weiteren Auszeichnungen erhielt List im Jahr 2011 den Novartis Chemistry Lectureship Award und einen Advanced Grant des European Research Council.
Bayer: Science For A Better Life
Bayer ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Kernkompetenzen auf den Gebieten Gesundheit, Ernährung und hochwertige Materialien. Als Erfinder-Unternehmen setzt Bayer Zeichen in forschungsintensiven Bereichen. Mit seinen Produkten und Dienstleistungen will Bayer den Menschen nützen und zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen. Gleichzeitig will der Konzern Werte durch Innovation, Wachstum und eine hohe Ertragskraft schaffen. Bayer bekennt sich zu den Prinzipien der Nachhaltigkeit und handelt als "Corporate Citizen" sozial und ethisch verantwortlich. Im Geschäftsjahr 2011 erzielte der Konzern mit rund 112.000 Beschäftigten einen Umsatz von 36,5 Milliarden Euro. Die Investitionen beliefen sich auf 1,7 Milliarden Euro und die Ausgaben für Forschung und Entwicklung auf 2,9 Milliarden Euro. Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.bayer.de.
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kj (2012-0121)
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