Der Bund der SelbstĂ€ndigen Bayern lehnt das auf dem EU-Gipfel beschlossene Hilfspaket fĂŒr Griechenland ab. Statt weiter GlĂ€ubigern ihre Renditen zu versĂŒĂen, sollte sich Griechenland mit UnterstĂŒtzung der anderen Staaten nach einer geordneten Staatspleite eigenverantwortlich restrukturieren. Statt einer Haftungsunion fordert der BDS eine EU der LĂ€nder und Regionen.
(firmenpresse) - MĂNCHEN. âDies ist kein Hilfspaket fĂŒr die Menschen in Griechenland, dies ist ein Geschenk an die GlĂ€ubiger des griechischen Staatesâ, erklĂ€rt Ingolf F. Brauner, PrĂ€sident des Bundes der SelbstĂ€ndigen (BDS) âGewerbeverband Bayern e.V. zum 130 Milliarden Euro-Hilfspaket fĂŒr das angeschlagene Griechenland. Solange sich Hellas einen völlig aufgeblasenen Staatssektor, der gegen den Willen der eigenen Bevölkerung seine Privilegien verteidigt, viel zu hohe RĂŒstungsausgaben und eine nicht wettbewerbsfĂ€hige Wirtschaft leistet, sollte der Bundestag den beschlossenen Hilfen nicht zustimmen, appelliert der BDS.
Richard Schaurich, BDS-Landesschatzmeister, mahnt Strukturreformen an: âWas mich irritiert, ist die beharrliche Weigerung der jetzigen griechischen Regierung, deutsche Amtshilfe anzunehmen. Herr SchĂ€uble hat mehrmals Hilfe beim Aufbau der Steuerverwaltung angeboten. Wenn die Gelder primĂ€r nur fĂŒr die Umschuldung hergenommen und damit keine neuen wirtschaftlichen Impulse gesetzt werden, dann verpuffen diese Milliarden genauso wie alle bisherigen Hilfen.â Werner Kirchhoff, VizeprĂ€sident des BDS Bayern fordert daher: âWir sollten den Griechen ĂŒber eine geordnete Insolvenz ihre Selbstachtung und ihr freiwerdendes Potenzial zurĂŒckgeben und sie kĂŒnftig durch flankierende wirtschaftliche und organisatorische MaĂnahmen beim Aufbau unterstĂŒtzen.â
Ohne Eigenverantwortung der Staaten sei jede Sanierung zum Scheitern verurteilt. âAls Anwalt der kleinen und mittleren Unternehmer setzt der BDS einer europĂ€ischen Haftungsunion mit einheitlichen Steuern und gemeinsamen Schulden, in der sich keiner fĂŒr etwas verantwortlich fĂŒhlt, ein Europa der Vielfalt und der Regionen entgegenâ, sagt Ingolf F. Brauner. Derzeit passiere das Gegenteil. âZentralismus und Entscheidungen in Hinterzimmer-KlĂŒngelrunden entfremden die Menschen leider von der europĂ€ischen Idee. Die Wahlerfolge europaskeptischer Populisten in vielen LĂ€ndern Europas sind Ausdruck dieses Vertrauensverlustes in die europĂ€ische Politik und sollten eine ernstzunehmende Warnung sein.â
Politische Entscheidungen, auch in finanziellen Fragen, mĂŒssen dorthin, wo BĂŒrger und Unternehmer sie verstehen und kontrollieren können. âWir SelbstĂ€ndige treten auf Basis des SubsidiaritĂ€tsprinzips dafĂŒr ein, dass LĂ€nder und Regionen - wie wir Unternehmer auch - finanziell eigenverantwortlich agieren und um die beste Lösung fĂŒr die anstehenden Probleme in Wettbewerb treten.â
Dem BDS Bayern gehören 20.000 SelbstÀndige und mittelstÀndische Unternehmen aus allen Branchen mit rund 350.000 Mitarbeitern an.
Seit 1874 vertritt der BDS Bayern die Interessen der mittelstĂ€ndischen Unternehmer und SelbstĂ€ndigen in Bayern. Heute ist der BDS Bayern mit rund 20.000 Mitgliedern in ĂŒber 540 OrtsverbĂ€nden Bayerns gröĂter branchenĂŒbergreifender Wirtschaftsverband. Mit unserem einmaligen Netzwerk bĂŒndeln wir die Innovations-, Gestaltungs- und Wirtschaftskraft des bayerischen Mittelstandes und vertreten seine Interessen nachhaltig gegenĂŒber Politik und Wirtschaft.
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Susanne Blask
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