(ots) - Die Vorsitzende der Sportstiftung NRW, Anke
Feller, plädiert für die Möglichkeit, strafrechtlich gegen
Dopingsünder vorzugehen. "Es muss einen Straftatbestand des
Sportbetrugs geben", sagte Feller der in Düsseldorf erscheinenden
"Rheinischen Post" (Mittwochausgabe). Dann wüssten alle, worauf sie
sich einlassen, und man könne Trainer und Athleten haftbar machen, so
Feller. "Doping gilt noch zu oft als Kavaliersdelikt." In einem
staatlichen Vorgehen gegen Dopingsünder sieht Feller einen zentralen
Fortschritt für die Arbeit der Nationalen Anti-Doping-Agentur (NADA):
"Das würde der NADA sehr helfen, denn viele mögliche Prozesse können
bislang aus Kostengründen gar nicht erst geführt werden", sagte sie.
Außerdem dauere der Weg über die Sportgerichte einfach zu lange.
Feller war Ende der 90er Jahre Welt- und Europameisterin mit der
4x400-Meter-Staffel und steht seit April 2011 an der Spitze der
Sportstiftung NRW, der bundesweit größten Initiative eines Landes zur
olympischen Nachwuchsförderung.
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