(ots) -
Anmoderation:
Es ist so etwas wie der Grand Slam der Skispringer: die
Vierschanzentournee. Wer diesen Wettbewerb gewinnt, ist der König der
Lüfte. In diesem Jahr wird die Wettkampfserie zum 60. Mal
ausgetragen. Vier Springen, vier Schanzen - die
deutsch-österreichische Tournee verlangt den Athleten alles ab. Wie
jedes Jahr werden die Österreicher um Vorjahresgewinner Thomas
Morgenstern die Gejagten sein. Insgesamt landeten fünf Österreicher
im vergangenen Jahr unter den Top Ten. Aber auch der Schweizer Simon
Amman und die Finnen gehören immer mit zu den Favoriten. Aber was ist
mit unseren deutschen Adlern? Endlich können wir uns wieder Hoffnung
auf die eine oder andere deutsche Tournee-Überraschung machen, sagt
ZDF-Skisprung-Moderator Sven Voss:
1. O-Ton Sven Voss
Wenn man den Anfang dieser Saison sieht von Severin Freund und
Richard Freitag, dann gibt das so ein bisschen Hoffnung. Und das ist
natürlich auch bei uns da, so ein bisschen patriotisch sind wir dann
doch. Mensch, es wäre doch klasse, wenn ein deutscher Skispringer bei
der Vierschanzentournee ein Wörtchen mitreden könnte. Und sei es nur
bei einem Springen, am liebsten beim Neujahrsspringen. Und ich traue
den Deutschen da auch ehrlich gesagt viel zu! (0:19)
Vor allem der Sachse Richard Freitag scheint wenige Tage vor
Tournee-Beginn in Topform zu sein. Anfang Dezember holte der
20-Jährige seinen ersten Weltcup-Sieg in Harrachov und sieht sich vor
der Vierschanzentournee urplötzlich in der Rolle des Geheimfavoriten:
2. O-Ton Richard Freitag
Ich freue mich riesig, muss ich ehrlich sagen. Hätte ich anfangs
auch nicht gedacht muss ich gestehen, und dass das jetzt so raus
gekommen ist, Wahnsinn. (0:07)
Besonders stolz ist natürlich auch Bundestrainer Werner Schuster
auf die Leistung von Richard Freitag. Er verspricht sich von seinem
Zögling noch viele weitere Überraschungen - am liebsten natürlich bei
der Vierschanzentournee:
3. O-Ton Werner Schuster
Er ist eher ein kleinerer Springer, so in der Adam-Malysz-Größe,
hat aber eine tolle Athletik und ein gutes Fluggefühl und ist auch
ein intelligenter Bursche. Und wenn alles planmäßig läuft, werden Sie
ihn in diesem Winter noch kennen lernen. (0:11)
Dass Severin Freund in Harrachov Dritter und Michael Neumayer
Neunter wurden, komplettiert den insgesamt guten Eindruck, den die
deutschen Ski-Adler in dieser Saison bisher hinterlassen. Hier zeigt
sich, dass das Umdenken in der Hierarchie der deutschen Mannschaft
Früchte trägt, sagt ZDF-Experte Sven Voss.
4. O-Ton Sven Voss
Man schaut nicht mehr auf die Arrivierten. Michael Uhrmann hat
aufgehört, dann sind da noch Michael Neumayer und Martin Schmitt, die
sind aber eher Teamspringer. Stattdessen hat man junge Leute. Severin
Freund ist 23, Richard Freitag 20, die jetzt schon so viel
Weltcupluft geschnuppert haben, dass man sagen kann, die sind jetzt
auch mal reif für einen Siegsprung von der Schanze in Garmisch.
(0:21)
Abmoderation:
Daumen drücken für die deutschen Adler! Bei der
Vierschanzentournee könnten Severin Freund und Richard Freitag
durchaus ein Wörtchen mitreden und die Topfavoriten, vor allem aus
Österreich, ärgern. Am 29. und 30. Dezember geht es mit dem
Auftaktspringen in Oberstdorf los. Das ZDF überträgt dann die
Qualifikation und das Neujahrsspringen aus Garmisch-Partenkirchen
sowie das dritte Springen am Bergisel in Innsbruck am 3. und 4.
Januar live und in bester HD-Qualität!
ACHTUNG REDAKTIONEN:
Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte
an ots.audio(at)newsaktuell.de.
Pressekontakt:
ZDF-Pressestelle, 06131 70 12120
all4radio, Hannes Brühl, 0711 3277759 0