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DOSB ehrt Markus Weise als Trainer des Jahres 2011 / Einziger Hockey-Coach, der Olympiagold mit Frauen und Männern gewann

ID: 542507

(ots) - Markus Weise ist "Trainer des Jahres 2011".
Der Hockey-Bundestrainer wurde am Sonntag in Baden-Baden im Rahmen
der Auszeichnungsveranstaltung "Sportler des Jahres" vom Deutschen
Olympischen Sportbund (DOSB) geehrt. Weise ist es als einzigem
Trainer weltweit gelungen, Olympiasieger mit einem Frauen- und einem
Männer-Hockeyteam zu werden. 2004 in Athen gewann er mit den
deutschen Damen, 2008 in Peking mit den deutschen Herren. Seine
beiden Mannschaften wurden daraufhin jeweils in Baden-Baden als
Mannschaft des Jahres gekürt.

"Den einen Schlüssel für so einen außergewöhnlichen Erfolg gibt es
wohl nicht. Doch wissen alle, die einmal mit Markus
zusammengearbeitet haben, dass er ein gutes Gefühl für die
entstehende Dynamik in seinen Mannschaften hat: So bezeichnete er
seine Überraschungsolympiasiegerinnen von 2004 als 'Wundertüten',
während die Herren Mannschaft von 2008 aus seiner Sicht aus
'Patienten, Chaoten und starken Typen' bestand", sagte Max Müller aus
der Olympiasieger-Mannschaft von 2008, der zusammen mit Marion
Rodewald aus der Olympiasieger-Mannschaft von 2004 die Laudatio auf
Weise hielt.

Rodewald meinte: "Dass die Olympiasiege keine Eintagsfliegen
waren, bewies Markus sowohl mit Titeln in seiner Zeit als
Jugend-Auswahltrainer als auch bereits wieder in diesem Jahr, als er
mit den Herren Europameister in Mönchengladbach wurde. Bei all seinen
Erfolgen verstand er es immer, die Mannschaften durch prägnante und
fesselnde Ansprachen auf den Punkt zu motivieren. Auch bei der
Zusammenstellung der Mannschaften ging Markus seinen eigenen Weg, der
immer für eine Überraschung gut - aber dann eben auch meistens
erfolgreich - war."

Die Auszeichnung überreichte Thomas Bach, DOSB-Präsident und
Olympiasieger im Fechten 1976. "Der Trainer ist der wichtigste
Partner der Athleten. Mit dem Preis wollen wir die Position und den




Stellenwert von Trainerinnen und Trainern stärken und aus dem
Schattendasein ins Licht der Öffentlichkeit rücken", sagte Bach.
Weise, der am heutigen Montag seinen 50. Geburtstag feiert, ist der
sechste "Trainer des Jahres" des DOSB. Zuvor erhielten Raimund Bethge
(2006/Bob), Heiner Brand (2007/Handball), Rolf-Dieter Amend
(2008/Kanu), Kim Raisner (2009/Moderner Fünfkampf) und Uwe Müßiggang
(2010/Biathlon) den mit der DOSB-Gründung 2006 geschaffenen Preis.

Am Sonntag wurde die Auszeichnung erstmals im Rahmen der
Veranstaltung "Sportler des Jahres" vergeben, nachdem sie bislang
immer bei der Mitgliederversammlung des DOSB Anfang Dezember
überreicht worden war.

Die Laudatio von Marion Rodewald, Hockey-Olympiasiegerin 2004, und
Max Müller, Hockey-Olympiasieger 2008, im Wortlaut:

Marion Rodewald: Meine sehr geehrten Damen und Herren, liebe
Gäste, normalerweise stehen Hockeyspieler immer nur in den
olympischen Jahren auf dieser Bühne: so durften meine Teamkolleginnen
und ich die Ehrung zur Mannschaft des Jahres 2004 nach dem Gewinn der
Goldmedaille in Athen entgegen nehmen und den Herren um Max Müller
wurde die gleiche Ehre nach ihrem Sieg bei den Olympischen Spielen in
Peking zuteil.

Max Müller: Die einzige Person, die beide Male auf dieser Bühne
stand, war unser Trainer Markus Weise, und damit ist er der einzige
Trainer überhaupt, dem es gelang, sowohl mit einem Damen- als auch
mit einem Herrenteam olympisches Gold zu holen. Den einen Schlüssel
für so einen außergewöhnlichen Erfolg gibt es wohl nicht. Doch wissen
alle, die einmal mit Markus zusammengearbeitet haben, dass er ein
gutes Gefühl für die entstehende Dynamik in seinen Mannschaften hat:
So bezeichnete er seine Überraschungs-Olympiasiegerinnen von 2004 als
"Wundertüten", während die Herren-Mannschaft von 2008 aus seiner
Sicht aus "Patienten, Chaoten und starken Typen" bestand.

Marion Rodewald: Unterschiedlicher konnten die beiden Aufgaben
also nicht sein. Dass dies keine Eintagsfliegen waren, bewies er
sowohl mit Titeln in seiner Zeit als Jugend-Auswahltrainer als auch
bereits wieder in diesem Jahr, als er mit den Herren Europameister in
Mönchengladbach wurde. Bei all seinen Erfolgen verstand er es immer,
die Mannschaften durch prägnante und fesselnde Ansprachen auf den
Punkt zu motivieren. Auch bei der Zusammenstellung der Mannschaften
ging Markus seinen eigenen Weg, der immer für eine Überraschung gut -
aber dann eben auch meistens erfolgreich - war.

Max Müller: Trotzdem ist Markus ein Trainer, der den Spielern Raum
lässt, in dem sie sich entwickeln können. Dieses Beharren auf die
Eigenverantwortlichkeit der Spieler ist für einen Trainer sicher
nicht immer leicht, und doch zeigt es ein großes Vertrauen in seine
Schützlinge. Oft genug hat Markus betont, dass er uns den Weg zu
einem erfolgreichen Turnier zeigen kann, aber gehen muss diesen Weg
dann jeder selbst. Lieber Markus, ich denke, du weißt genauso gut wie
ich, dass nächstes Jahr wieder ein olympisches Jahr ist, und ich
würde mich sehr freuen, wenn wir hier nächstes Jahr wieder auf dieser
Bühne mit einer Medaille um den Hals stehen würden.

Marion Rodewald: Dafür wünschen wir euch natürlich viel Glück und
Erfolg. Meine Damen und Herren, der "Trainer des Jahres 2011" des
Deutschen Olympischen Sportbundes: Markus Weise



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Datum: 19.12.2011 - 09:30 Uhr
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