Gebühren für Kredite: Erstattungsansprüche in Milliardenhöhe
(pressrelations) - 13.12.2011
Es geht um Erstattungsansprüche in Milliardenhöhe: Banken kassieren oft zu Unrecht Bearbeitungsgebühren für einen Kredit, schreibt die Stiftung Warentest in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Finanztest.
MittÂlerweile acht OberÂlandesÂgerichte haben entsprechend geurÂteilt. Die Bearbeitung eines Kredits sei keine DienstÂleistung für den Kunden, argumentieren die Gerichte, sondern liege im eigenen Interesse der Bank. Dafür dürfe die Bank nicht extra kassieren.
Allein in den vergangenen drei Jahren haben Banken RatenÂkredite von mehr als 200 Milliarden Euro vergeben ? einen großen Teil davon mit einer BearbeitungsÂgebühr von meist 2,0 bis 3,5 Prozent. Auch bei ImmobilienÂkrediten verlangen einige Banken Gebühren von 0,5 bis 1 Prozent. Für ein Immobiliendarlehen von 200.000 Euro können so 2.000 Euro unnötige Gebühr anfallen.
Finanztest rät daher allen Kunden zu prüfen, ob sie in der Vergangenheit KreditÂgebühren gezahlt haben. Wenn ja, können sie formlos zurückÂgefordert werden. Wer die Gebühr im Jahr 2008 gezahlt hat, sollte auf jeden Fall noch in diesem Jahr handeln, um keine Verjährung des Anspruchs zu riskieren.
Auch bei neuen Verträgen lohnt sich der Check. Branchengrößen wie PostÂbank, Deutsche Bank, CommerzÂbank, HypoÂverÂeinsÂbank, SantÂander Bank, NorisÂbank und ReadyÂbank kassieren weiter.
In der Regel weigern sich die Banken derzeit noch, ihren Kunden die Gebühr zu erstatten. Damit könnte aber im kommenden Jahr Schluss sein. VorausÂsichtÂlich entscheidet dann der BundesÂgerichtsÂhof endgültig, ob die Gebühr zulässig ist.
Der ausführÂliche Artikel ist in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift Finanztest und online unter www.test.de/kreditgebuehren veröffentÂlicht.
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