Die Zapfsäulen der Tankstellen haben derzeit einen nachhaltigeren Einfluss auf Umweltschutz und Klimadebatte als die Politiker. Doch die hohen Kraftstoffpreise haben auch einen gefährlichen Nebeneffekt: Die Autoverkäufe sinken drastisch, die deutsche Autoindustrie droht in eine Krise zu schlittern. Höchste Zeit für Initiativen wie den ÖkoGlobe: Er schlägt einerseits einen Bogen zwischen Ökologie und Automobil und zeigt, dass beides durchaus vereinbar ist. Andererseits ist er Antrieb für neue, umweltfreundliche Entwicklungen aus der Autoindustrie.
(firmenpresse) - Die explodierenden Spritpreise zeigen Wirkung: Der Automarkt in Deutschland bricht ein, immer mehr Verbraucher schrecken vor dem Kauf eines neuen Autos zurück. „Die Zahl der verkauften Autos wird in diesem Jahr auf ein Niveau zurückgehen, das dem vor der Wiedervereinigung entspricht. Unsere Prognose für das Jahr 2008 liegt bei 3,1 Millionen Pkw-Verkäufen in Deutschland“, sagt der führende Autoexperte Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des CAR Center Automotive Research an der Fachhochschule Gelsenkirchen. „Der Autoindustrie und der Umweltpolitik läuft die Zeit weg. Sie müssen schneller und wesentlich besser auf den Klimawandel und die Treibstoffpreis-Explosionen reagieren.“
Dudenhöffer betrachtet die Autobranche nicht nur aus wissenschaftlicher Sicht, er sitzt auch der Jury des ÖkoGlobe vor. Der ÖkoGlobe ist der erste Umweltpreis für Konzepte und Innovationen aus der Automobil- und deren Zuliefererindustrie. Er wird in diesem Jahr zum zweiten Mal verliehen und prämiert herausragende Leistungen in der Entwicklung alternativer Antriebe, in der Kraftstoff-Forschung, beim Recycling von Altautos oder anderer ökologisch ausgerichteter Innovationen. „Er ist ein Ansporn für die Autohersteller, beispielsweise schneller CO2-sparende Automodelle auf den Markt zu bringen und bei Treibstoffeinsparung und alternativen Antriebsmöglichkeiten glaubhaft Kompetenz zu beweisen“, so Dudenhöffer über den ÖkoGlobe.
„Die Entwicklung der Treibstoffpreise führt dazu, dass die Zapfsäule heute nachhaltiger Klimapolitik betreibt als EU und Bundesregierung zusammen“, so Dudenhöffer. Und nicht nur 2008 erreiche die Zahl der Neuwagenverkäufe einen neuen Tiefstand: Nach heutiger Einschätzung könne man nicht ausschließen, dass der deutsche Automarkt 2009 die Zahl von 3 Millionen Verkäufen unterschreiten werde. „Damit rollt im Wahljahr eine Konkurswelle bei Autohändlern auf uns zu. Denn die Kunden warten auf die zukünftigen Sparmodelle, die gravierende Kraftstoffeinsparungen bis zu 30 Prozent gegenüber den heutigen Fahrzeugen realisieren: Hybridmodelle, in denen völlig neue Motortypen eingesetzt werden“, erklärt der Autoexperte. Doch die kämen laut Planung der Hersteller erst 2010 auf den Markt. Nur durch ein noch schnelleres Gegensteuern der Autoindustrie und ein zeitnahes Angebot solcher Modelle sei eine drohende Krise abzuwenden.
„Der ÖkoGlobe ist ein wichtiger Preis, der einen Anreiz dazu gibt“, begründet er sein Engagement und das der Initiatoren. „Gleichzeitig ist er ein Messinstrument, das zeigt, wie schnell wir beim Gegensteuern sind. Er fokussiert das für die Autoindustrie derzeit wichtigste Thema und bildet eine Plattform, dieses Thema breit zu diskutieren. Und durch die Einbindung von Kulturschaffenden wie HA Schult kann der Preis deutlich mehr leisten als nur Technik zu bewerten.“ „Uns geht es nicht darum, die Mobilität zu verdammen, sondern wir zeigen, dass Mobilität und der Umweltgedanke in Einklang zu bringen sind“, ergänzt Umweltkünstler HA Schult, neben den DEVK Versicherungen und dem ACV Automobil-Club Verkehr Initiator des Preises.
Über den ÖkoGlobe
Der ÖkoGlobe wurde im vergangenen Jahr von dem Künstler HA Schult und den DEVK Versicherungen ins Leben gerufen. Er ist Deutschlands erster Umweltpreis für die Automobilindustrie. Eine Jury namhafter Ex¬perten ermittelt die Gewinner. Schirmherr des ÖkoGlobe ist Bundesumweltmi¬nister Sigmar Gabriel. Die Reaktion auf den Aufruf zur Nominierung sei¬tens der Industrie war bereits im ersten Jahr überwältigend – mehr als 60 Bewerbungen gingen auf die zehn Preise ein.
Am 9. September geht der ÖkoGlobe in die zweite Runde. Dann werden in Köln wieder Projekte und Personen ausgezeichnet, die sich um den Umweltschutz im Verkehrssektor besonders verdient gemacht haben.
Die Jury
• Prof. Dr. Ferdinand Dudenhöffer, Direktor des CAR Center Automotive Research an der Fachhochschule Gelsenkirchen (Vorsitz und Sprecher der Jury)
• Matthias Machnig, Staatssekretär Bundesumweltministerium
• Prof. Dr. Claudia Kemfert, Inhaberin des Lehrstuhls für Umweltökonomie an der Humboldt-Universität zu Berlin
• Prof. Dr. Bernd von Droste-Hülshoff, Founding Director Unesco-Weltkulturerbe
• Prof. Dr. Bruno O. Braun, Präsident des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) und Vorstandsvorsitzender des TÜV Rheinland
• DEVK-Vorstand Engelbert Faßbender
Weitere Informationen im Internet unter www.oekoglobe.de
DEVK Versicherungen
Unternehmenskommunikation
Christian Maguhn
Riehler Str. 190
50735 Köln
Tel. 0221 – 757 1880
Fax 0221 – 757 391 880
E-Mail christian.maguhn(at)devk.de