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Das Fahrrad im Flugzeug

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(firmenpresse) - Ob Mallorca im Winter, SĂŒdamerika im Sommer oder ein Wochenende in London: Manche Reiseziele fĂŒr Radler liegen weit entfernt. Doch was muss man beachten, wenn man ein Fahrrad im Flugzeug transportieren will? Der pressedienst-fahrrad gibt die wichtigsten Tipps.

[pd-f/gm] Will man ein Fahrrad im Flugzeug transportieren, sollte man sich zunĂ€chst mit den Beförderungsbestimmungen der Airlines bekannt machen. Sowohl fĂŒr das zulĂ€ssige Maximalgewicht als auch die Verpackungsart gibt es je nach Fluggesellschaft unterschiedliche Regelungen. Der Fahrradtransport per Flugzeug kostet meistens einen Aufpreis.

Ohne Luft in den Luftraum?
Immer wieder wird die Frage gestellt, ob fĂŒr den Transport im Flugzeug die Luft aus den Reifen des Rades gelassen werden muss. Schließlich kennt jeder das Knacken im Ohr bei Start und Landung, das durch leichte Druckunterschiede hervorgerufen wird. "In modernen Verkehrsflugzeugen wird der Kabinendruck auch im GepĂ€ckraum aufrecht erhalten. Überschreitet man nicht den empfohlenen Maximaldruck, muss man keine Luft ablassen. Außerdem sind die Felgen mit Luft in den Reifen besser vor BeschĂ€digungen geschĂŒtzt," erklĂ€rt Doris Klytta vom Reifenhersteller Schwalbe (www.schwalbe.de).

Mit dem Reiserad nach Patagonien
Je nach Fahrradtyp sollte die Verpackung gewĂ€hlt werden. Geht es mit einem robusten Reiserad um die halbe Welt, empfiehlt sich eine Teilverpackung. Hierbei wird der Lenker in Fahrtrichtung gedreht, die Pedale demontiert und die Rahmenrohre gepolstert. Eine Pappverkleidung, die sich leicht aus einem Fahrradkarton herstellen lĂ€sst, wird nun ĂŒbergestĂŒlpt und das Fahrrad bleibt rollfĂ€hig. "Dadurch wird das Rad bei der Verladung geschoben und nicht mit allen anderen GepĂ€ckstĂŒcken auf einen GepĂ€ckanhĂ€nger verladen," sagt Anke Namendorf vom Hersteller Koga (www.koga.com). Ein weiterer Vorteil der Teilverpackung: Schutzbleche und GepĂ€cktrĂ€ger mĂŒssen nicht demontiert werden.

Mit dem Rennrad nach Mallorca




Wintertraining auf der Urlaubsinsel ist unter Rennradfahrern beliebt, um sich auf die kommende Saison vorzubereiten. Doch moderne RennrĂ€der mit Carbonrahmen sind auf Leichtigkeit, Steifigkeit und radtypische Belastungen optimiert. Auf Druck und SchlĂ€ge reagieren sie empfindlich, darum sollte man sie komplett verpacken. Hierzu werden LaufrĂ€der, Lenker und Pedale demontiert und in einem handelsĂŒblichen Radtransportkoffer verpackt. Auch ein Radtransportkarton, mit dem FahrradhĂ€ndler beliefert werden, lĂ€sst sich hier gut nutzen. "Besonders wichtig sind gute Polsterung und Abstandshalter zwischen den Ausfallenden. Denn Flughafenmitarbeiter gehen mit GepĂ€ckstĂŒcken nicht immer vorsichtig um" weiß Oliver Keßler vom Rennradspezialisten Felt (www.felt.de). FĂŒr CO2-Kartuschen, mit denen Rennfahrer ihre Reifen im Pannenfall schnell wieder aufpumpen, gibt es je nach Airline unterschiedliche Bestimmungen. Ob man sie im Flieger mitnehmen darf, sollte man vor der Reise klĂ€ren. Auf keinen Fall gehören sie ins HandgepĂ€ck.

Mit dem Mountainbike nach Lanzarote
Immer mehr Mountainbiker entdecken die Trailparadiese in der Ferne. Voll gefederte Bikes haben mehrere Federelemente, die mit bis zu 15 bar Luftdruck betrieben werden. Laut Auskunft der Lufthansa mĂŒssen auch diese Bauteile fĂŒr den Flug nicht entlĂŒftet werden, es bestehe keine BeschĂ€digungsgefahr. Mountainbikes mit ihrer empfindlichen Technik werden am besten vollstĂ€ndig verpackt und gut gepolstert. "Bei der Entwicklung von wettkampftauglichen Carbon-Mountainbikes wie unserem neuen Heet RC, geht es uns um Geometrie, Vortrieb und geringes Gewicht. Die Reserven fĂŒr rĂŒde Behandlung beim Fluggtransport sind geringer als bei einfachen MTBs aus Stahl oder Aluminium", erklĂ€rt Christian Malik von Haibike (www.haibike.de). Er empfiehlt spezielle Hartschalenkoffer mit guter Polsterung.

Mit dem Tandem quer durch Kanada
Wer mit dem Tandem fliegen möchte, muss sich auf besondere Beförderungsentgelte einrichten. Denn die schnellen Mehrsitzer haben ÜberlĂ€nge, was sich die Airlines unter UmstĂ€nden bezahlen lassen. Es sei denn, das Tandem ist mit den praktischen S&S-Kupplungen ausgerĂŒstet, wie sie etwa der Tandemspezialist Santana (www.santana-tandem.com) als Option bei allen Modellen anbietet (KomplettrĂ€der ab 5.700 Euro). Hier wird der Rahmen an speziellen Kupplungspunkten zerlegt, das gesamte Fahrrad hat in einem Transportkoffer der GrĂ¶ĂŸe 84x70x40 cm Platz. Vorgeformte Schaumstoffelemente nehmen alle Bauteile passgenau und sicher auf. Somit ist, abhĂ€ngig vom Gesamtgewicht, nur der normale Fahrradpreis der Fluggesellschaft zu entrichten. GeĂŒbte Schrauber benötigen fĂŒr die Montage am Zielort ca. 30 Minuten, schon kann's zu zweit auf Tour gehen.

Mit dem Faltrad zum Big Ben
Auch FaltrĂ€der erfreuen sich wachsender Beliebtheit, weil sie multifunktionale Helfer im Alltag sind. Doch fĂŒhrt die nĂ€chste Dienstreise per Flugzeug nach London, steht man auch mit den kleinen Faltern vor einem Verpackungsproblem. Der DarmstĂ€dter Hersteller riese & mĂŒller (www.r-m.de) hat fĂŒr sein Modell Birdy jedoch Zubehör im Programm, das den Lufttransport erleichtert. Ein Transportkoffer mit RĂ€dern und den Abmessungen 86x86x40 cm wird oft als normales GepĂ€ck anerkannt und spart den Aufpreis fĂŒr den Radtransport. Mittels eines optional erhĂ€ltlichen AnhĂ€ngerkits und einer Kupplung wird der leere Transportkoffer zum AnhĂ€nger (ca. 540 Euro).

Kleine Helfer fĂŒr die Reise
Wenn auch die Luft nicht aus den Reifen abgelassen werden muss, sollte man fĂŒr den Pannenfall oder die Anpassung an Tour und GelĂ€nde auf jeden Fall eine Pumpe mit in den Urlaub nehmen. Dazu eignen sich am besten Multifunktionsmodelle wie die Blackburn Airstik Longneck Evo (www.grofa.de, 34,95 Euro). Die Pumpe lĂ€sst sich klassisch am Ventil ansetzen, durch einen ausklappbaren Ventilschutz als Fußraste ist sie aber auch als kleine Standpumpe zu benutzen. Außerdem kann sie entweder mit hohem Volumen oder mit hohem Druck pumpen, was den Einsatz an Rennrad und Mountainbike bedeutend erleichtert. Auch ein Werkzeug, um das demontierte Rad zusammen zu setzen, darf auf Reisen nicht fehlen. Sogenannte Minitools wie die MTB-3 Micro Tool Box von Park Tool (www.parktool.de, 29,95 Euro) bieten von Inbus-, Torx-, Speichen- und RingschlĂŒssel ĂŒber Pedalwerkzeug bis hin zu MinisĂ€ge und Flaschenöffner alle Funktionen, die man im Fall der FĂ€lle unterwegs benötigt. Doch Vorsicht: Solche Werkzeuge dĂŒrfen nicht im HandgepĂ€ck transportiert werden

Elektrisch fliegen?
Wer mit dem E-Bike fliegen will, sollte sich folgender Punkte bewusst sein: Die Lithium-Ionen-Akkus, mit denen E-Bikes betrieben werden, gelten als Gefahrgut. Die meisten Fluglinien verweigern die Mitnahme oder verlangen spezielle Verpackungen. Auch ĂŒberschreiten verpackte Pedelecs oft die Gewichtslimits der Fluglinien. Zu guter Letzt ist nicht selten unklar, ob das LadegerĂ€t sicher im Stromsystem am Zielort funktioniert. "Auf mein eigenes Rennrad möchte ich auf Mallorca nicht verzichten, beim E-Bike wĂŒrde ich eher ein Mietrad vor Ort empfehlen", rĂ€t Gunnar Fehlau, Leiter des pressedienst-fahrrad und mit Peter Barzel Autor des Buches "Das E-Bike".

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Datum: 28.11.2011 - 08:50 Uhr
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