(ots) - Maßstäbe
Nicht nur wegen der streckenweise erdrückenden Dominanz von
Sebastian Vettel und seinem Roten Bullen bleibt die Saison 2011 eine
besondere. Überspitzt formuliert: Sie brachte den Rennsport zurück in
die Formel 1. Auch wenn das gestrige Rennen in São Paulo kaum als
Prototyp für diese These gelten kann.
Die zahlreichen Veränderungen mit dem manchmal für Betrachter von
außen nur schwer durchschaubaren Reifen- poker, veränderten
Flügeleinstellungen und Zusatzschüben haben die Königsklasse
attraktiver gemacht. Nicht nur die Startphase der jeweiligen Rennen
war interessant, häufig gab es spektakuläre Positionskämpfe und
nervenaufreibende Überholmanöver. Wie in Brasilien, als sich kurz vor
dem Ende Button noch Alonso schnappte und so vom Treppchen schubste.
Vettel, der am Samstag im Qualifying neue Maßstäbe setzte und im
Rennen trotz gravierender Getriebeprobleme seine überragenden
Fähigkeiten als Racer ausspielte, wird in der kommenden Saison wieder
der Gejagte sein. Eine Rolle, mit der er fertig wird - mit dem
Gasfuß, mit dem Kopf, physisch wie psychisch.
Spannend dürfte sein, ob sich die Autonation demnächst endlich
auch über Siege der deutschen Formel-1-Nationalmannschaft wird freuen
können. In Anbetracht des betriebenen Aufwands und der Erwartungen
war es für Mercedes mit den Piloten Michael Schumacher und Nico
Rosberg eine enttäuschende Saison. Es fällt schwer zu glauben, dass
die Silberpfeile schnell aufholen.
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