(ots) - Dr. Karl-Georg Altenburg ist neuer Präsident des
Deutschen Tennis Bundes (DTB). Das hat die DTB-Mitgliederversammlung
am 13. November in Berlin entschieden. Nicht nur an der Spitze des
Verbandes gab es einen Wechsel, auch die im Präsidium vertretenen
Ressorts erhielten eine neue Leitung. Neben Dr. Altenburg wurden auch
Carl-Uwe Steeb (Vizepräsident Sport), Dr. Eva-Maria Schneider
(Vizepräsidentin Jugendsport), Bernd Greiner (Vizepräsident
Ausbildung und Entwicklung), Stefan Felsing (Vizepräsident Recht und
Struktur) und Ralf Eberhard Böcker (Vizepräsident Haushalt und
Finanzen) gewählt.
"Das ist ein sehr emotionaler Moment und ich bedanke mich für das
in mich gesetzte Vertrauen", so die erste Reaktion des neuen
DTB-Präsidenten vor den Vertretern der 18 Landesverbände. Sein
Vorgänger Dr. Georg von Waldenfels hatte seine erneute Kandidatur zu
Beginn der Veranstaltung zurückgezogen. Im Hinblick auf die
bevorstehenden Aufgaben des neuen Präsidiums betonte Dr. Karl-Georg
Altenburg: "Der erste Schritt wird sein, eine Bestandsaufnahme zu
machen. Wir werden schauen, wie die Situation in den
unterschiedlichen Bereichen ist, wo wir ansetzen und wie schnell wir
Fortschritte machen können. Wir wollen die Marke DTB weiter aufbauen
und dabei spielen die Bereiche Spitzensport und Breitensport eine
zentrale Rolle. Die Unterstützung durch die Wirtschaft und die Medien
ist dabei natürlich sehr wichtig."
Zu den weiteren Entscheidungen, die Rahmen der 63.
Mitgliederversammlung des Deutschen Tennis Bundes getroffen wurden,
gehört die Zweigleisigkeit der 2. Damen-Bundesliga. In der nächsten
Saison spielen die Mannschaften wieder in zwei regionalen Gruppen
"Nord" und "Süd" um den Aufstieg oder Klassenerhalt. Darüber hinaus
wurde einer Veränderung der Stimmenverhältnisse in der
Mitgliederversammlung zugestimmt. Bislang hatten die Landesverbände
für je 15.000 angefangene Mitglieder je eine Stimme. Zukünftig erhält
jeder Verband mit bis zu 60.000 Mitgliedern zwei zusätzliche
Grundstimmen, bei Verbänden ab 60.001 Mitgliedern ist es eine
Grundstimme. Dadurch erhöht sich die Gesamtzahl der Stimmen in der
Mitgliederversammlung von 111 auf 138. Ergänzend sollen bei
zukünftigen Abstimmungen und Wahlen bei einer einfachen Mehrheit auch
die Stimmen von sieben Mitgliedsverbänden, bei einer qualifizierten
Mehrheit die Stimmen von zehn Landesverbänden erforderlich sein.
Außerdem entschied die Versammlung in Berlin eine Erhöhung der
Mitgliedsbeiträge in Höhe von 10 Cent ab dem 1. Januar 2012.
Nicht nur an der Spitze des Deutschen Tennis Bundes, sondern auch
bei den Referenten gab es personelle Veränderungen. Neue Referentin
für Mannschaftswettbewerbe und Turniere ist Helen Spieth (Karlsruhe),
Wolfgang Burkhardt (Landau/Isar) wurde zum Referenten für Ranglisten
gewählt, Dr. Peter Aurnhammer (Ismaning) ist neuer Referent für
Jüngstentennis und Dr. Michael Müller (Heidelberg) neuer
Schultennis-Referent.
Große Ehre wurde dem Berliner Siegfried Gießler zuteil, der in
seiner Heimatstadt zum DTB-Ehrenmitglied gewählt wurde. Der
langjährige Präsident des Tennisverbandes Berlin-Brandenburg hatte
sein Amt im März niedergelegt. Eine der größten Leistungen in seiner
24jährigen Amtszeit war die erfolgreiche Zusammenführung der Verbände
Berlin und Brandenburg.
Die Goldene Ehrennadel des Deutschen Tennis Bundes erhielten die
langjährigen DTB-Vizepräsidenten Ulrich Kroeker (Nauheim) und Peter
Gorka (Dresden) sowie der ehemalige Präsident des Tennisverbandes
Mecklenburg-Vorpommern, Wolfgang Woide (Friedland), die langjährige
Referentin für Mannschaftswettbewerbe und Turniere, Hergard Zoega
(Berlin), und Norbert Hölting (Bovenden), der seit 32 Jahren
ehrenamtlich für den DTB tätig ist.
Mit der Silber-Vergoldeten DTB-Ehrennadel wurden Heinz Wagner
(Staudt), DTB-Sportwart von 2005 bis 2011, Helmut Schmidbauer
(München) und Dr. Fritz Frantzioch (Hamburg), die Präsidenten der
Landesverbände Bayern und Hamburg, sowie Uwe Glomb (Berlin), Peter
Koch (Wadern/Neunkirchen) und Ute Strakerjahn (Lippstadt)
ausgezeichnet, die sich seit mehr als zehn Jahren in DTB-Gremien
engagieren.
Die Silberne Ehrennadel wurde Veronika Rücker (Köln), Alexander
Jakubec (Köln) und Hans-Jürgen Mergner (Stammheim) überreicht. Eine
Sonderehrung erhielt Peter Hamann (Schönkirchen), der nach 22 Jahren
ehrenamtlicher Arbeit in verschiedenen Bundesorganen verabschiedet
wurde.
Trainer des Jahres 2011 ist Dr. Richard Lisicki (Berlin), der
seine Tochter Sabine seit insgesamt zwölf Jahren trainiert und
maßgeblichen Anteil daran hat, dass die Berlinerin nach ihrer
langwierigen Sprunggelenksverletzung wieder zurück in der absoluten
Weltspitze ist, die erfolgreichste Saison ihrer noch jungen Karriere
gespielt hat und sich mit Weltranglistenplatz 15. über ihr bislang
bestes Ranking freuen darf.
Als bester Absolvent der A-Trainerausbildung 2011 wurde Philipp
Born (Köln) geehrt. Der 26 Jahre alte gelernte Versicherungsfachmann
und Diplom-Sportwissenschaftler spielt in der 2. Bundesliga für den
Kölner THC Stadion Rot-Weiß und ist seit April Verbandstrainer des
Tennisverbandes Mittelrhein.
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