PresseKat - Mit ihrer Verweigerungshaltung schaden sich die Kommunen selbst

Mit ihrer Verweigerungshaltung schaden sich die Kommunen selbst

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Rund elf Milliarden Euro Schulden drĂŒcken die bayerischen Kommunen. Um diesen Schulden-berg nicht weiter anwachsen zu lassen, fordert der BDS Bayern eine kommunale Finanzreform, die die Finanzen von StĂ€dten und Gemeinden auf solide FĂŒĂŸe stellt und den Mittelstand von BĂŒrokratie entlastet.

(firmenpresse) - MÜNCHEN. Nicht nur Griechenland hat derzeit Probleme, Geld am Finanzmarkt zu bekommen. In Nordrhein-Westfalen verweigerte diese Woche eine Genossenschaftsbank ersten Kommunen mit Nothaushalten Kredite. „Dies ist ein Alarmsignal an alle Kommunen in Deutschland - auch an die bay-erischen“, sagt Markus Droth, HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer des Bundes der SelbstĂ€ndigen (BDS) – Gewer-beverband Bayern e.V. Zwar ist die Situation in den meisten bayerischen Kommunen noch deutlich besser als an Rhein und Ruhr, auf lange Sicht könnte die Situation schwieriger werden, warnt der BDS Bayern. „Wir appellieren dringend an die kommunalen SpitzenverbĂ€nde, sich sinnvollen und aufkommensneutralen VorschlĂ€gen zur einer kommunalen Finanzreform nicht zu verweigern. Wenn die Konjunkturzyklen weiter so Achterbahn fahren wie in den letzten Jahren, dĂŒrften die Gewerbe-steuereinnahmen in Zukunft noch mehr schwanken“, gibt Droth zu bedenken. Der BDS fordert daher einen neuen Anlauf zu einer Gemeindefinanzreform, um eine Destabilisierung des deutschen Finanz-systems von innen zu verhindern.
„Der Vorschlag der StĂ€dte und Gemeinden einer Ausweitung der Substanzbesteuerung in der Gewer-besteuer belastet vor allem den Mittelstand. Das lehnen wir ab“, stellt der PrĂ€sident des BDS Ingolf F. Brauner klar. Die Kommunen sollten vielmehr AlternativvorschlĂ€ge fĂŒr ihre Haupteinnahmequelle, die Gewerbesteuer ernsthaft prĂŒfen und nicht von vornherein „Nein“ rufen. „Aus Sicht der Unternehmer ist sicherlich der Vorschlag des Bundesfinanzministeriums, die Gewerbesteuer aufkommensneutral durch einen Hebesatz auf die Einkommensteuer zu ersetzen, am besten, weil er unnötige SteuerbĂŒrokratie beseitigen wĂŒrde. Wenn dies aus Sicht der Kommunen nicht möglich ist, kann man sich auch auf einen Kompromiss einigen, etwa den Vorschlag der Bertelsmann Stiftung einer kommunalen Wirtschaftssteuer“, erklĂ€rt Brauner. Beide VorschlĂ€ge gehen in die richtige Richtung: Die Bemessungsgrundlage erweitern, SteuersĂ€tze aufkommensneutral senken und damit Einnahmen zu verstetigen.




„Wir sind als Unternehmer bereit, uns am Gemeinwesen mit unseren Steuern zu beteiligen“, stellt Brauner klar, „schließlich profitieren auch wir MittelstĂ€ndler von stabilen Kommunalfinanzen, einem hohen Investitionsvolumen und einer guten Infrastruktur.“ Notwendig sind dafĂŒr ein einfacheres Steu-errecht sowie weniger Verquickung und AbhĂ€ngigkeiten der Finanzströme zwischen Bund, LĂ€ndern und Gemeinden. „In Zeiten der Schuldenkrise muss mit öffentlichen Geldern sorgsam, transparent und nachvollziehbar umgegangen werden, damit dem BĂŒrger klar ist: Wer zahlt fĂŒr was?“, so der BDS PrĂ€sident. Die Kommunen sind fĂŒr den BDS der wichtigste Pfeiler im deutschen Staat analog zum Mittelstand, der die wichtigste StĂŒtze der deutschen Wirtschaft ist. „Gerade weil Deutschland sich in Zeiten der Schuldenkrise immer mehr als letzter Hort der StabilitĂ€t in Europa herauskristallisiert, darf das kommunale Fundament der Demokratie nicht weiter finanziell ausgehöhlt werden“, fordert Ingolf F. Brauner.

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Bereitgestellt von Benutzer: BDS Bayern
Datum: 04.11.2011 - 09:32 Uhr
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Ansprechpartner: Axel Heise
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Finanzwesen


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Freigabedatum: 26.10.2011

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